«Wir bekennen uns zu Schweizer Filmen»: So steht es um die Filmtage

Im August startet die 30.Ausgabe der Open-Air-Filmtage Reinach. Wir haben mit dem Präsidenten über die diesjährige Ausgabe, die Filmauswahl und die Zukunft des Anlasses gesprochen.

Für die Zukunft gut aufgestellt: das Team der Open-Air-Filmtage Reinach. Foto: zvg

Am 8. August ist es wieder so weit: Auf dem Areal des Schulhauses Fiechten flimmert ein Film über die Leinwand. «September 5» des Basler Regisseurs Tim Fehlbaum eröffnet die 30. Open-Air-Filmtage Reinach. Traditionell beginnen die Filmtage mit einem Schweizer Film, so auch dieses Jahr. Doch anders als üblich stehen dieses Jahr zwei Schweizer Streifen auf dem Programm.

«Wir zeigen dieses Jahr zwei Schweizer Filme, auch wegen des Jubiläums. Wir bekennen uns zu Schweizer Filmen», sagt Alex Strohm, Präsident der Filmtage. Die Auswahl der gezeigten Filme nehme immer viel Zeit und reichlich Überlegung in Anspruch, so auch dieses Jahr. «Wir schliessen auch vieles aus», erklärt Strohm. Das sei aus der Geschichte der Filmtage entstanden, die traditionell auf die grossen Blockbuster verzichten. Die Filme sollen wenn möglich eine gesellschaftskritische Komponente beinhalten und die Zuschauenden berühren. Ausserdem würden Filme gewählt, die man im normalen Kinoprogramm übersehen hat oder die unter dem Radar liefen. Die Leute würden sich gerne auf diese Experimente einlassen. «Das haben wir uns über die Jahrzehnte erarbeitet», sagt Strohm.

Dieses Jahr werden neben «September 5» «We Live in Time», «Friedas Fall» und «Die drei ???» gezeigt. Mit den «drei ???» wolle man zudem auch verstärkt Familien ansprechen.

Angepasstes Essenskonzept

Im Vergleich zum vergangenen Jahr wird mit zwei Schweizer Filmen noch mehr auf Regionalität gesetzt. Diese kam gut an. Bei der Eröffnung im vergangenen Jahr mit dem Film «Bon Schuur Ticino» inklusive Stargast Beat Schlatter kamen rekordverdächtige 1200 Personen in das Freilichtkino, was zu einigen logistischen Problemen führte. Auch darum wurde das Essenskonzept im Vergleich zum Vorjahr leicht angepasst.

«Wir haben dieses Jahr mehr Essensstationen und ein vielfältigeres Angebot», erklärt Strohm. Auch kleinere Snacks, die frisch vor Ort zubereitet werden, sind im Angebot. Damit sollen bei einem grossen Ansturm die Wartezeiten verkürzt und Foodwaste verhindert werden. Strohm sagt, das Essen habe nun mehr «Streetfood-Charakter».

Strohm freut sich auf die bevorstehenden Filmabende am 8. und 9. sowie am 15. und 16. August – und hofft auf gutes Wetter. Dieses sei bei einem Open-Air-Kino entscheidend für den Erfolg. Zwar sei man finanziell auch dank Sponsoren gut aufgestellt; da der Eintritt kostenlos ist, sind die Filmtage aber auf die Konsumation der Gäste angewiesen. «Mehrere verregnete Jahre können wir uns nicht leisten», erklärt Strohm.

Er blicke aber optimistisch in die Zukunft: «Open-Air-Kinos boomen, das sieht man in der ganzen Schweiz.» Trotzdem steigen die Kosten jedes Jahr. Dies auszugleichen, bleibe eine Herausforderung. Und auch um den Nachwuchs sei es gut bestellt. «Wir haben dieses Jahr zwei neue, junge Personen im Vorstand», sagt Strohm. Diese bringen auch frischen Wind und neue Ideen ein, das sei wichtig: «Wir gehen immer wieder neue Wege.» Auch darum gibt es die Filmtage bereits seit 30 Jahren. Und damit soll noch lange nicht Schluss sein.

Mitmachen und gewinnen!

 

Das Wochenblatt verlost als Medienpartner exklusiv 5 × 2 Menüs plus Getränk für den Eröffnungsabend der Filmtage Reinach am 8. August.

Mitmachen ist ganz leicht: Einfach ein E-Mail mit dem Vermerk «Filmtage» senden an wettbewerbe@wochenblatt.ch.Name und Telefonnummer nicht vergessen!Teilnahmeschluss ist Freitag, 8. August, 11 Uhr.Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.

Viel Glück!

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