Von Reinach, für Reinach

Mit neuen Sitzgelegenheiten machen die Gemeinde und das Organisations­komitee im Gartenbad auf das grosse Jubiläumsfest zu 850 Jahren Reinach aufmerksam.

Bequeme, umfunktionierte Paletten: (v. l.) Gemeindepräsident Melchior Buchs, Reto Sütterlin und Christine Dollinger weihen die neuen Sitzwürfel im Gartenbad ein. Foto: Claudia Schreiber, CS Creative Services (OK-Mitglied Marketing)
Bequeme, umfunktionierte Paletten: (v. l.) Gemeindepräsident Melchior Buchs, Reto Sütterlin und Christine Dollinger weihen die neuen Sitzwürfel im Gartenbad ein. Foto: Claudia Schreiber, CS Creative Services (OK-Mitglied Marketing)

Verhältnismässig wenig Kosten, dafür umso mehr Fantasie – so lassen sich die neuen Sitzgelegenheiten im Gartenbad zusammenfassen. Weil zuletzt immer öfter reklamiert wurde, dass es im Gartenbad zu wenig Sitzgelegenheiten hätte, improvisierte die Gemeinde. «Palette mit Stoff umwickeln und ein Kissen drauf», beschreibt Gemeindepräsident Melchior Buchs (FDP) die neuen Sitzgelegenheiten, die er gleich selber mit Gemeinderatskollegin Christine Dollinger (SP) und Reto Sütterlin, Betriebsleiter des Gartenbads, eingeweiht und getestet hat. Gemäss ersten Eindrücken seien sie nicht nur optisch gelungen, sondern auch bequem.

Die Gemeinde hat die neuen Sitzgelegenheiten gleich dazu genutzt, um auf das Jubiläumsfest 850 Jahre Reinach Mitte September 2024 aufmerksam zu machen. Auf den Sitzen sind feiernde Menschen, das Gemeindezentrum und der Ernst Feigenwinter Platz zu sehen. In diesem Perimeter wird das «Rynach Fescht» auch stattfinden. Es sei dies als Symbol gedacht, wie und wo sich Reinach vom alten Dorf zur Stadt entwickelt hat, erklärt Buchs, der auch als Organisationspräsident des Fests fungiert. Wie auf den neuen Sitzen im Gartenbad zu sehen ist, wurde ein Verein gegründet, dem man beitreten kann. Mit dem Vereinsnamen «366 × 850 Joor Rynach» soll im Schaltjahr 2024 darauf aufmerksam gemacht werden, dass jeder Tag irgendwie auch Jubiläum ist. Das Festjahr beginnt mit einem grösseren Neujahrsapéro in der Weiermatthalle. Normalerweise findet dieser im Gemeindesaal statt.

Reinach überall spüren und sehen

Das Organisationskomitee sei mit den Planungen für das Fest im Zeitplan, das Programm stehe in groben Zügen, versichert Melchior Buchs. Zu Beginn seien die lokalen Vereine noch zurückhaltend gewesen, was ihr Mitwirken betrifft. «Es war spürbar, dass sich die Vereine ein klares Bekenntnis von der Gemeinde zum Fest wünschen, dass sie auch vorangeht.» Das habe die Gemeinde auch signalisiert und umgesetzt. Seitdem seien auch viele Vereine mit an Bord. Dem Organisationskomitee ist es wichtig, dass es ein Fest von Reinach für Reinach wird. Sämtliche Bereiche von Reinach sollen eine Plattform erhalten und in irgendeiner Form gezeigt werden. Das soll auf dem ganzen Festperimeter spür- und sichtbar sein.

«Sind Reinacher Vereine beteiligt, kommen dank ihrem Netzwerk auch automatisch mehr Reinacherinnen und Reinacher», ist Melchior Buchs überzeugt. Neben einem umfassenden kulinarischen Angebot soll es auch Darbietungen geben. Der Grossteil davon werde von lokalen Gruppen stammen. «Natürlich laden wir auch Acts aus der Region ein», versichert Buchs. Auf die ganz grossen Namen, wie sie Therwil im vergangenen Jahr mit DJ Antoine hatte, werde bewusst verzichtet. «Natürlich würde es uns freuen, wenn auch Besucherinnen und Besucher von ausserhalb Reinachs ans Fest kämen. Die grossen Massen möchten wir aber bewusst nicht.»

Bis Ende Juli müssen die Aktivitäten stehen

Dass es ein Fest primär für die Reinacher Bevölkerung werden soll, hängt auch mit einem Legat zusammen, das die Gemeinde von einer Privatperson erhalten hat. Vorgabe war, dass mit dem Geld etwas für Reinach unternommen wird. «Das wollen wir mit dem Fest für die Reinacher Bevölkerung umsetzen», sagt Gemeindepräsident Melchior Buchs. Das Organisationskomitee will bis Ende Juli das Konzept mit den Aktivitäten beisammenhaben. Denn schon Mitte August muss das OK mit dem Budget im Gemeinderat bestehen.

www.850-joor-ryna.ch

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