Vielfältig, innovativ, naturnah – der «neue» Jenzer

Mehr als nur ein Fleisch-Fachgeschäft: Geschäftsleiter Christoph Jenzer feierte am Samstag mit einem grossen Fest die Wiedereröffnung der Reinacher Filiale. Foto: Tobias Gfeller
Mehr als nur ein Fleisch-Fachgeschäft: Geschäftsleiter Christoph Jenzer feierte am Samstag mit einem grossen Fest die Wiedereröffnung der Reinacher Filiale. Foto: Tobias Gfeller

«Wow, super, wunderbar, ein Bijou!» Die ersten Besucher am Samstagmorgen kamen aus dem Schwärmen nicht mehr raus. «Es ist ähnlich wie vorher. Und schon da fühlte man sich wohl. Und das ist ja das Wichtigste», lobte die Reinacher Stammkundin Margrit Bolsinger die neue Jenzer-Filiale.


Erdbeeren, Delikatessen, Wein, Pasta

Nicht alle lokalen Detaillisten investieren so stark und zukunftsorientiert wie die Metzgerei Jenzer. «Eine solche Investition muss durchdacht sein, da sie für die kommenden 20 Jahre bestehen soll», sagt Geschäftsleiter Christoph Jenzer. Das Fachgeschäft in Reinach ist nun die modernste Filiale der Metzgerei Jenzer und wohl auch der ganzen Schweiz. Die Festlichkeiten am Samstag zeigten eindrücklich, dass aus dem reinen Fleischfachgeschäft ein Unternehmen mit einem sehr breiten Sortiment geworden ist. 14 Lieferanten aus der erweiterten Region boten den zahlreichen Besuchern Köstlichkeiten zum Probieren und Kaufen an. Ob die Erdbeeren aus Bottmingen, Ruths Delikatessen aus Allmendingen, der Simmendinger Wein aus Münchenstein oder Kamalis Pasta aus Reinach – das Angebot entliess keinen Magen hungrig nach Hause.
Das Kerngeschäft bleibt selbstredend das Fleisch. Das Buffet im neuen Geschäft scheint dabei endlos. Von der Decke hinunter hängt der saftige Schinken. An der Wand gegenüber das reichhaltige Weinangebot, wobei alle Winzer aus der Region stammen. Daneben steht eine Bar mit Hockern, an der sich gemütlich die gebratene Wurst geniessen lässt. Denn wie schon im Provisorium auf der gegenüberliegenden Strassenseite gibts bei Jenzer in Reinach auch im Neubau gebratene Fleischwaren zum Sofortverzehr. «Wenn jemand eine Pizza will, geht er zum Italiener. Will er einen Kebab, geht er zum Türken. Möchte er eine Wurst, so geht er nun zum Jenzer in Reinach.» 70 Angestellte, darunter 7 Lernende, arbeiten mittlerweile bei der Metzgerei. Trotz der vielen Büroarbeit ist Christoph Jenzer noch immer ein bekanntes Gesicht im Laden. Viele Hände darf er an diesem Tag schütteln.

Alle beglückwünschen ihn zum gelungenen Umbau. Dieser wurde wieder vom Architekten Benedikt Wyss geplant. «Die Linie ist in allen Filialen die gleiche. Es geht aber um Details, die man mit der Zeit verbessern muss», sagt Jenzer. Das Reinacher Fachgeschäft verbraucht rund 30 Prozent weniger Energie. Die Abwärme wird im ganzen Haus wiederverwendet. Zusammen mit der benachbarten Bäckerei Kübler sorgt er so für das gesamte Warmwasser des Hauses. Das Buffet ist aus Stein, der Boden aus natürlichem Holz. «Die natürlichen Materialien unterstreichen die Wertigkeit der verkauften Produkte», findet Christoph Jenzer.


Wissen, woher die Produkte kommen

Und dies wissen die Kunden zu schätzen. «Es ist toll, dass in der Region noch investiert wird. Beim Jenzer weiss man noch, woher die Produkte kommen, und zu den Angestellten, die einen sehr zuvorkommend bedienen, hat man doch eine direkte persönliche Beziehung», schwärmt Jacqueline Bieri aus Therwil, die extra für die Wiedereröffnung nach Reinach kam. Die neue Metzgerei Jenzer ist zusammen mit der Bäckerei Kübler ein gelungenes Schmuckstück der neuen Hauptstrasse. Weitere dürfen folgen.

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