Open-Air-Filmtage auf Kuschelkurs
Am Freitag beehrten Luca Hänni, Susanne Kunz und Elena Flury die Open-Air-Filmtage mit ihrem Besuch. Auch das zweite Wochenende steht im Zeichen von Spass und Herzschmerz.

Nach den anspruchsvolleren Filmen im vergangenen Jahr hatten die Open-Air-Filmtage Reinach für diese Ausgabe leichtere Kost versprochen. Dies löste man gleich für den Auftakt am vergangenen Freitag faustdick ein: Eine Voraussetzung nämlich, um «Ewigi Liebi – der Film» des Regisseurs Pierre Monnard – bekannt durch «Platzspitzbaby» aus dem Jahr 2020 – geniessen zu können, war die Fähigkeit, ein gewisses widerspenstiges Empfinden auszuschalten und sich schwelgend dem hinzugeben, was da auf der Leinwand dargeboten wurde: eine traditionelle Liebesgeschichte schlichtester Rezeptur und aufgepeppt mit etwas Queerness, eine Zeitreise-Story à la «Zurück in die Zukunft» und insgesamt zwölf helvetische Pop-Hits der letzten 30 Jahre – von «Alperose» (Polo Hofer) über «I hätt no viu blöder ta» (Gölä) oder «I schänke dir mis Härz» (Züri West) bis natürlich «Ewigi Liäbi» (Mash).
Stars: Locker und publikumsnah
Höhepunkt des Abends war aber nicht der Film als solcher, sondern der Auftritt der drei Stargäste: In einem BMW wurden Sänger Luca Hänni, Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Susanne Kunz sowie Schauspielerin Elena Flury unter grossem Beifall des Publikums vor die Leinwand gefahren. Die drei stellten sich locker und publikumsnah den Fragen von Alex Strohm, OK-Präsident der Filmtage. Dieser wollte von Hänni etwa wissen, wie er es anstelle, dass er immer so locker und entspannt wirke. «Mein Bruder sagt, es sei eine Stärke vom mir, ganz im Moment zu leben. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich alles etwas locker nehme.» Susanne Kunz, die zwischen 2008 und 2019 die SRF-Quizshow «1 gegen 100» moderierte, gab auf der Leinwand wohl die reifste schauspielerische Leistung ab und sorgte mit ihrem Schmiss für Lacher im Publikum. Am Freitag sagte sie: «Wie der Film zeigt, möchte ich jungen Menschen raten, auf ihr Herz zu hören. Selbst dann, wenn die Eltern vielleicht etwas anderes sagen.»
Ausgezeichnete DDR-Komödie
Nach dem US-amerikanischen Liebesdrama «Reminders of Him» am vergangenen Samstag geht es nun morgen Freitag mit der Komödie «Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse» des deutschen Regisseurs und Drehbuchschreibers Wolfgang Becker weiter. Dieser erlangte durch seine Tragikomödie «Good Bye, Lenin!» (2003) grosse Bekanntheit. Auch sein aktueller Film spielt in Berlin und handelt von einem finanziell bedrängten Videothekenbesitzer, der von einem Journalisten zu einem DDR-Fluchthelfer und damit zum Helden stilisiert wird. Becker verstarb nur zwei Monate nach dem Dreh im Dezember 2024. Die Postproduktion fand nach seinem Tod statt. 2026 wurde ihm für den Film posthum der Ernst-Lubitsch-Preis zuerkannt, welcher jährlich die «beste komödiantische Leistung» auszeichnet.
Den Abschluss macht am Samstag – wieder ganz im Zeichen des Wohlfühlfilms – die US-amerikanische Lovestory «Solo Mio» der beiden Brüder Chuck und Dan Kinnane, vor allem bekannt für ihre Sportkomödie «Home Team» aus dem Jahr 2022. Ihr aktueller Film erzählt vom gutmütigen Matt (Kevin James), der vor der Hochzeit von seiner Verlobten sitzen gelassen wird und die Hochzeitsreise nach Italien allein antritt. Der Trip nach Europa ist eine Reise zu sich selbst und in die Arme einer lieben, lebensfrohen Italienerin, die ihm Mut macht.
Open-Air-Filmtage Reinach; Fr, 14. August: «Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse»; Sa, 15. August: «Solo Mio»; jeweils 21 Uhr, Eintritt frei, Bar & Essen ab 18.30 Uhr. www.filmtage-reinach.ch
Mitmachen und Gewinnen
WOB. Das Wochenblatt verlost als Medienpartner exklusiv 2× 2 Menüs plus Getränk für Freitagabend, 14. August, oder Samstagabend, 15. August.
Mitmachen ist ganz leicht: Einfach ein E‑Mail mit dem Vermerk «Filmtage» senden an: wob.wettbewerb@chmedia.ch
Name und Telefonnummer nicht vergessen!
Teilnahmeschluss ist Freitag, 14. August, 11 Uhr. Die Gewinner werden per E‑Mail benachrichtigt. Viel Glück!


