Sportsfreund seit Kindertagen

Seit vergangenem Herbst ist Jonas Grüter Präsident des Reinacher Sportvereins. Der junge Mann hat ambitionierte Pläne.

Kleine Sektionen stärken: Jonas Grüter ist zwar Unihockeyspieler, vertritt als Präsident aber die Interessen aller Sportarten im Verein.Foto: Caspar Reimer
Kleine Sektionen stärken: Jonas Grüter ist zwar Unihockeyspieler, vertritt als Präsident aber die Interessen aller Sportarten im Verein.Foto: Caspar Reimer

Jonas Grüter ist 27 Jahre alt, wohnt seit seinem ersten Lebensjahr in Reinach und wurde im vergangenen November zum Präsidenten des Reinacher Sportvereins gewählt. «Mein Ziel ist es, unser Angebot etwas bekannter zu machen und in allen Sektionen nachhaltige Strukturen zu schaffen, damit sie sich nicht auflösen», sagt Grüter gegenüber dem Wochenblatt. Die Sektion Unihockey, über welche er anno 2004 zum Verein gestossen ist, mache den grössten Teil des Angebotes aus. «Wir bieten aber auch Handball, Fitness, Polysport, Männerriege, Einradhockey oder Boule. Diese kleineren Sektionen möchten wir stärken.» Auch beim Neubau Schulhaus Surbaum möchte der Verein seine Interessen einbringen, schliesslich ist ein Teil des Angebots im Surbaum angesiedelt: «Für uns wäre es wichtig, dass die Turnhalle mit einem Catering-Bereich verbunden ist, wo sich zum Beispiel ein Imbiss zubereiten lässt.»

Strategisch vorausdenken

Grüter vertritt als Unihockeyspieler im Vorstand nicht einfach die Interessen seiner Sektion: «Wir müssen uns überlegen, was gut für den Reinacher Sportverein als Ganzes ist. Dazu werden wir uns Ziele setzen und Wege festlegen, wie diese zu erreichen sind.» In vier Jahren feiert der Verein sein 100-Jahr-Jubiläum: «Auch darüber, wie wir diesen Anlass begehen wollen, werden wir uns Gedanken machen.» Der junge Mann, der bei einem grossen Schweizer Unternehmen für Finanzen mitverantwortlich ist, denkt strategisch und plant voraus, was ihm etwa bei seinem anderen Engagement als Kantonsleiter der hiesigen Pfadi zugute kommt: «Die Pfadileiter werden sich überlegen müssen, welche Alternativen sie anbieten können, wenn etwa das Pfingst- oder das Sommerlager wegen Corona nicht stattfinden kann. Wir leben jetzt ein Jahr mit dem Virus und müssen uns entsprechend einrichten. Das ist besser, als darauf zu warten, welche Entscheidung bezüglich der Schutzmassnahmen getroffen wird», so Grüter. Auch der Betrieb im Sportverein ruht wegen Corona gänzlich: «Trotzdem zahlen die Mitglieder ihre Beiträge weiter. Das ist natürlich kein Dauerzustand.»

Wissen, wohin es geht

Seit Kindsbeinen ist der junge Mann mit dem Verein verbunden: «Ich habe hier fast zehn Jahre im Meisterschaftsbetrieb Unihockey gespielt», erzählt er. Wegen eines Sportunfalls musste er pausieren: «Zurück in den Meisterschaftsbetrieb wollte ich nicht mehr, spiele aber noch immer in unserer Unihockey-Plauschmannschaft.» Sport sei für ihn in erster Linie ein Ausgleich zum Alltag im Büro: «In meiner Freizeit gehe ich gerne wandern, gerade neulich war ich auf einer Schneewanderung. Ski fahren würde ich auch gerne, aber das ist im Moment keine gute Idee.» Sein Amt als Präsident nimmt der Reinacher sehr ernst. Aufhören will er erst dann, «wenn ich nicht mehr weiss, wohin ich den Verein hinbringen will». Weitere Informationen auf: www.reinachersv.ch

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