Sekundarschule: Kurz vor dem nächsten Tanztriumph

Die Tanzgruppe «No Boys Allowed» der Sekundarschule Bachmatten qualifizierte sich zum fünften Mal in Folge für das Finale des School Dance Award Nordwestschweiz in Bern.

No Boys Allowed: Die Tänzerinnen mit ihren Trainerinnen Pahnita Sigg, Anna Gengotti, Merilen Juric (sitzend, v. l.) Foto: Tobias Gfeller
No Boys Allowed: Die Tänzerinnen mit ihren Trainerinnen Pahnita Sigg, Anna Gengotti, Merilen Juric (sitzend, v. l.) Foto: Tobias Gfeller

Tobias Gfeller

Die Energie in der Turnhalle Bachmatten II beim Training am Dienstagmittag war förmlich spürbar. Die 13 Sekundarschülerinnen tanzten zum wiederholten Male die rund vierminütige Choreografie durch. Die rasanten Tanzschritte und die fröhlichen Gesichter steckten schnell an, mit der Musik kurz mal mitzuwippen. Das Trainerinnen-Trio Merilen Juric, Anna Gengotti und Pahnita Sigg gaben immer wieder Kommandos und heizten lautstark ein. Denn bereits am nächsten Samstag muss alles perfekt sitzen.

Beim grossen Showdown in Bern soll der Titel beim School Dance Award Nordwestschweiz verteidigt werden. Für den Final qualifiziert haben sich die Reinacher Tänzerinnen Ende Februar in Lausen als eine von drei Schultanzgruppen aus dem Kanton Baselland. Die Konkurrenz in Bern stammt aus den Kantonen Basel-Stadt, Solothurn, Aargau und Bern.

Die Choreografie als bunter Mix
Noch sitzt nicht alles so, wie sich dies das Trainerteam wünscht. «Die Arme sind noch nicht ganz optimal und der Ausdruck im Gesicht, der sehr wichtig ist, passt noch nicht ganz», erklärt die 15-jährige Anna. Doch dieser komme auf der Bühne meistens von alleine. «Man gibt beim Wettkampf noch einen Tick mehr als im Training. Dann kommt noch der Adrenalinkick dazu, man feuert sich an, es kommt mehr Power, was sich insgesamt positiv auf die Ausstrahlung auswirkt», bestätigt die 17-jährige Merilen. Es müsse alles ganz leicht aussehen, als wäre man nicht angestrengt.

Bis man diese Perfektion erreicht, braucht es Monate der Vorbereitung. «Im September begannen wir mit der diesjährigen Tanzgruppe», sagt die 18-jährige Pahnita. Im Herbst erfolgt jeweils das Casting. Dabei tanzen rund dreissig Schülerinnen eine Stunde lang bei den drei Trainerinnen vor. Bei der oftmals sehr schweren Entscheidung achten sie auf das Bewegungstalent, das Rhythmusgefühl und vor allem auf den sichtlichen Spass beim Tanzen. Aufgrund der Beschränkung auf die Altersklassen der Sekundarschulen findet alljährlich eine Rotation statt.

Dies ist auch immer der Zeitpunkt für eine neue Choreografie, welche von den drei Trainerinnen stammt, sagt Merilen nicht ohne Stolz. «Zuerst wählen wir die Musik und dann denken wir uns passende Tanzbewegungen dazu aus», so die leidenschaftliche Tänzerin. Dieses Jahr ist es ein Mix aus Hip-Hop, New Style, Tatting, Trap und House. Beim Finale in Bern zählen die Reinacher Sekundarschülerinnen zu den Favoritinnen. Die Hauptgegnerinnen werden wahrscheinlich aus Birsfelden stammen; sie landeten beim Qualifikationsturnier in Lausen punktgleich auf dem ersten Platz.

Reinach eine Tanzhochburg
Die drei jungen Trainerinnen haben zusammen 24 Jahre Tanzerfahrung. Alle tanzen sie im New Dance Center (NDC) in Reinach. Merilen und Anna tanzten beide schon bei «No Boys Allowed». Generell sei Reinach eine Tanzhochburg, sagen sie einhellig. Die jahrelangen Erfolge beim School Dance Award seien daher nicht zufällig.

Die Unterstützung der Sekundarschule Bachmatten und der Eltern sei ein weiterer Faktor, betont auch Lehrerin Jacqueline Gentner, die Initiantin der Tanzgruppe im Rahmen des freiwilligen Schulsports. «Die Schule hat zum Beispiel die Outfits bezahlt und ein Vater stellte grosse Spiegel für das Training zur Verfügung.» In zwei Tagen wird sich zeigen, ob sich der monatelange Aufwand gelohnt hat und ob Reinach für ein weiteres Jahr die Nordwestschweizer Tanzhochburg bleibt.

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