Reinach sportlicher machen
Die Gemeinde Reinach nimmt ihre Bewegungsplätze unter die Lupe und will mit konzeptioneller Arbeit die Sportmöglichkeiten verbessern. Wo und wie, liegt an den Einwohnern.

Bea Asper
Die Reinacher Einwohner und Vereinsmitglieder sind gefordert. Sie können die Weichen in Richtung Sportparadies stellen. Der Gemeinderat hat eine Bedürfnisabklärung lanciert. Bis Ende Dezember können zum Thema Sport und Bewegung per Internet oder Papier Meinungen kundgetan und Verbesserungsvorschläge eingereicht werden. Der Wunsch nach einem Hallenbad kann ebenso nochmals vorgebracht werden wie der Ausbau bestehender Anlagen sowie die Nutzung der grossen Turnhalle der ISB. Der Fussballclub wird die Gelegenheit nutzen und den Bedarf eines zweiten Kunstrasens anmelden – so herauszuhören an der Informationsveranstaltung zum Gemeindesportanlagenkonzept (GESAK), die am vergangenen Donnerstag für die Bevölkerung im Gemeindesaal stattfand.
Wie Projektteam-Leiter Stefan Haller ausführte, geht es nicht nur um die grossen Investitionen, sondern auch um kleinere Förderungsmassnahmen in den einzelnen Quartieren mit der Schaffung oder Verbesserung von Spiel- und Pausenplätzen. Diese, so betonte Haller, seien längstens nicht mehr den Kleinen vorbehalten, sondern würden mit jeweiliger Ausstattung neuster Geräte auch die ältere Generation zu Bewegung, Spiel und Spass einladen.
Schlussbericht bis Mai 2012
Für die Erarbeitung des Sportanlagenkonzepts, das der Gemeinderat im Auftrag des Einwohnerrates in Angriff genommen hat, wurden zwei Fachkräfte aus dem Bereich Sport-Planing beauftragt – Heinrich Hafner von der BHP Raumplan AG und Martin Strupler von der Strupler Sport Consulting. Wo in Reinach welche Investitionen getätigt werden, wird sich aber am Engagement jedes Einzelnen messen und später in der Frage der Finanzierbarkeit entscheiden. Parallel zur Bedarfsabklärung erstellt das Projekt-Team eine Bestandesaufnahme und macht sich Gedanken zur Vernetzung.
Bis Ende Mai werden dann Strategie, Ziele und Massnahmen erarbeitet, die von den Planern mit einem Schlussbericht und einer Infoveranstaltung im August 2012 vorgestellt werden. Damit das Projekt schliesslich umgesetzt werden kann, muss – je nach Investitionshöhe – die jeweilige politische Hürde genommen werden, also vom Einwohnerrat oder vom Volk genehmigt werden.


