Party, Swissness, Feuerwerk
Die 1.-August-Feier auf dem Weiermattparkplatz zog dank warmer Temperaturen rund 1000 Menschen an. Fazit: Swissness hat im Moment Hochkonjunktur.

Thomas Brunnschweiler
Nach einem herrlichen Sommertag zog es die Reinacherinnen und Reinacher zur Weiermatt. Gegen 20 Uhr füllten sich die Reihen der Festbänke und die Helfer an der Kasse und an den Verpflegungsständen hatten alle Hände voll zu tun. Für die kulinarischen Genüsse waren die Vereine zuständig: Frauenriege, Fussballklub, Männerchor, ökumenischer Ausländerverein und Turnverein. Nach dem Läuten der Kirchenglocken begrüsste Peter Spaar, der OK-Präsident des 1.-August-Komitees, die festfreudigen Menschen. Im offiziellen Teil spielte die Musikgesellschaft Konkordia Märsche und zum Schluss den Schweizerpsalm, zu dem der Grossteil der Festgemeinde sich erhob und mitsang.
Eher Desinteresse an Worten …
Der angekündigte Redner Claudio Circhetta, Chef des Schiedsrichterwesens, hatte sich krankheitshalber entschuldigen lassen. So musste Hans-Ulrich Zumbühl, Gemeinde-Vizepräsident von Reinach, einspringen. Wer eine programmatische Rede erwartet hatte, wurde enttäuscht. Zumbühl entwickelte die Idee, dass jede und jeder sich jetzt eine eigene 1.-August-Rede ausdenken könnte, und brachte dazu einen bunten Strauss an aktuellen Problemen. Leider war der Geräuschpegel bei dieser Ansprache hoch. Offenbar steht heute das Nachdenken über die Schweiz nicht mehr im Vordergrund. Die Swissness zeigte sich in anderen Dingen. Viele Kinder und Jugendliche trugen rote T-Shirts mit Schweizer Kreuz oder der Aufschrift «Switzerland». Während des offiziellen Teils vergnügten sich die Kinder unter Aufsicht der Jugendfeuerwehr bei Spielen auf dem Sportplatz. Simu & Simu, eine Mischung von Rock und Schwyzerörgeli-Musik, heizten dem Publikum tüchtig ein. Unterdessen loderte das 1.-August-Feuer, die Kinder machten sich in Begleitung einer Guggen-Perkussion-Gruppe zum Lampionumzug auf und nahmen anschliessend auf der Bühne den 1.-August-Weggen entgegen.
Begeisterung für Feuerwerk
Gegen 22.30 Uhr stieg die Spannung, viele begaben sich an die Böschung des Spielplatzes, um das Feuerwerk besser sehen zu können, das von Sponsoren bezahlt worden war. Die 5500 Franken waren gut investiert, denn die pyrotechnische Show vermochte die Anwesenden restlos zu begeistern. In einem Monat findet im Komitee eine Nachbesprechung statt, die zur Optimierung des Anlasses beitragen soll. Peter Spaar lobt den Einsatz der Feuerwehr, der Sicherheitsleute und der Sanität, die in den letzten Jahren keine grösseren Verletzungen zu behandeln hatte. Dankbar ist er auch dem Werkhof, der die gesamte Infrastruktur bereitstellte.


