Orientalisches Märchen
Die Theatergruppe Reinach lädt Jung und Alt zum traditionellen Märli-Theater. Dieses Jahr wird es mit «Aladdin und die Wunderlampe» orientalisch.

Guido Herklotz
Herbstzeit ist Theaterzeit. Für die Theatergruppe Reinach begannen nach den Sommerferien die Proben für das alljährliche Märli-Theater. Nach dem grossen Erfolg des «Dschungelbuchs» im letzten Jahr, studierten die Schauspielerinnen und Schauspieler diesmal eine orientalische Aufführung ein: «Aladdin und die Wunderlampe» feierte am vergangenen Sonntagnachmittag in der Weiermatthalle Premiere. Die Dialektfassung schrieb Volksschauspieler und Regisseur Erich Vock – auch bekannt als «Ricola»-Mann in Werbespots.
Kleider à la «Dolce Caravana»
Rund 250 Gäste, Kinder mit ihren Grosseltern und Eltern, tauchten für zwei Stunden in die Märchenwelt ein und verfolgten die Geschichte von Aladdin, der sich unsterblich in Prinzessin Badrulbudur verliebte. Doch wie kann Aladdin die im Reichtum lebende, schöne Frau nur von sich überzeugen? Lampengeist Dschinn kann da und dort ein wenig mithelfen und besorgt Aladdin unter anderem auch die passende Ausrüstung. Kleider à la «Dolce Caravana» wie es Dschinn sagt. Aber auch der böse Zauberer rechnet sich bei der Prinzessin noch Chancen aus.
«Die Kinder erwartet ein spannendes Stück und die Erwachsene können sich wieder ein wenig in die Kindheit zurückversetzen», sagt Erwin Schmidt, Präsident der Theatergruppe Reinach. Für den erfahrenen Schauspieler ist jede Vorstellung anders: «Es unterscheidet sich, ob die Kinder mit ihren Eltern oder ob Schulklassen im Saal sitzen. Je nach Stück und Figuren lebt eine Klasse richtig lautstark mit, da muss man auf der Bühne ein wenig flexibel sein und improvisieren können», so Schmidt weiter. Allgemein gesehen stellen die Macher eine Veränderung in der Kultur der Märli-Theater fest: Georges H. Wolf, der erneut für die Theatergruppe Reinach Regie führt: «Durch die neuen Medien sind Kinder ein wenig ungeduldiger geworden. Ich kann es nur allen empfehlen ins Theater zu gehen, denn das ist echt und live, man ist viel näher dran als am TV.»
Benefiz-Abend
Und live mit dabei waren auch Mara (6) und Olivia (7). «Am besten gefiel uns Prinzessin Badrulbudur, weil sie so wunderschön ist, schwärmen die Mädchen. Und die beiden Mamis Alice Brodbeck und Patrizia Gemperle schätzen «das Herzblut und Engagement der Theatergruppe Reinach». Ob es Aladdin gelingt, die Prinzessin für sich zu gewinnen, kann Jung und Alt noch bis Samstag 17. Dezember herausfinden. Zudem findet am Freitag, 2. Dezember, eine Benefiz-Aufführung für die «Stiftung Theodora – Clowns für unsere Kinder im Spital» statt. Die Spieldaten sind im Internet ersichtlich.
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