Neue Ära für die Musikschule

Mit einem Richtfestfeierten die Gemeinde Reinach, Planer und die Handwerker die Fertigstellung des Richtbaus der neuen Musikschule im ehemaligen Obrist-Haus an der Römerstrasse.

Musikalische Eröffnung: Das Akkordeon-Ensemble der Musikschule Reinach sorgte am Richtfest für die passende Geräuschkulisse.Foto: Tobias Gfeller
Musikalische Eröffnung: Das Akkordeon-Ensemble der Musikschule Reinach sorgte am Richtfest für die passende Geräuschkulisse.Foto: Tobias Gfeller

Schon von weit her ist das farbig geschmückte Tännlein auf dem Dach des früheren Bürogebäudes der Firma Obrist zu sehen. Die Tanne als Zeichen der Aufrichte eines neuen oder renovierten Gebäudes ist vor allem für die beteiligten Handwerker ein wichtiges Symbol. Beim neuen Musikschulzentrum an der Römerstrasse steht das Tännlein auch für einen langersehnten Aufbruch in der musikalischen Ausbildung in Reinach. Mit dem Haus der Musik zieht die Gemeinde die auf mehrere Standorte verteilte Musikschule an einem Standort zusammen. Für die Lehrpersonen, vor allem aber für die Schülerinnen und Schüler ist das neue Haus der Musik ein grosser Mehrwert.

Natürlich spielte Musik beim Richtfest am Mittwoch vergangener Woche eine zentrale Rolle. Doch das Akkordeon-Ensemble der Musikschule Reinach hatte im Festzelt gegen die emsig geführten Gespräche einen schweren Stand. Wer genau hinhörte, realisierte, welch grossartige und inspirierende Arbeit an der Musikschule Reinach geleistet wird und was entstehen kann, wenn junge und ältere Musikerinnen und Musiker zusammen harmonieren. Feierlicher Höhepunkt des Richtfests war der Zimmermannsspruch eines Zimmermanns auf dem Dach neben dem Tännlein. Mit einer Prise Humor und drei Gläsern Wein wünschte er den Verantwortlichen und Kindern mit dem neuen «Zuhause» viel Glück, Erfolg und vor allem Freude.

«Es kommt etwas Tolles auf uns zu»

Philipp Löffel, Projektleiter Burckhardt Entwicklungen AG, dankte in seiner Ansprache zuerst den beteiligten Handwerkern, die bei jeder Witterung drinnen und draussen für die pünktliche Fertigstellung gearbeitet hätten. Die Bauarbeiten seien glücklicherweise ohne gravierende Unfälle abgelaufen.

Fabian Möller, Präsident des Musikschulrats, dankte seinerseits den Stimmbürgerinnen und Steuerzahlern, die das Haus der Musik ermöglicht haben. «Wir sind uns der Verpflichtung bewusst, die das neue Haus der Musik mit sich bringt.» Möller erinnerte daran, dass es mehrere Anläufe brauchte, bis die Musikschule einen adäquaten Standort erhielt. Es gebe schon viele Ideen, wie das Haus neben dem klassischen Unterricht auch noch genutzt werden könne, verriet Möller. Der Musikschulratspräsident nannte als Beispiele einen Mittagstisch und Bandräume, die vermietet werden könnten. «Es kommt etwas Tolles auf uns zu», frohlockte Möller.

Umzug in einem halben Jahr

Ein spezieller Moment war das Richtfest auch für die seit Jahren für das Ressort Bildung verantwortliche Gemeinderätin Béatrix von Sury (Die Mitte). «Was lange währt, wird endlich gut», brachte sie die wichtige Etappe auf dem Weg zum Haus der Musik auf den Punkt. Am Ursprung des neuen Musikschulzentrums steht eine vor 21 Jahren von der Stimmbevölkerung deutlich angenommene Volksinitiative. «Wir haben 20 Jahre lang darauf gewartet. Entsprechend ist dies heute ein Freudentag», strahlte von Sury. Auch bei den Verantwortlichen der Musikschule sei die Vorfreude auf das Haus der Musik zu spüren, verriet die verantwortliche Gemeinderätin. Anfang 2026 übergeben Burckhardt Entwicklungen als verantwortliche Planer das Gebäude der Gemeinde für die Inneneinrichtung. Bereits in sechs Monaten soll der eigentliche Umzug beginnen. Die ersten Unterrichtseinheiten finden auf Beginn des Schuljahres 2026/2027 statt.

Von Sury sprach von einer «neuen Ära» für die Musikschule Reinach. «Für Reinach ist das zentral gelegene Obrist-Haus ein Glücksfall. Es ist von grosser Bedeutung für eine so grosse und renommierte Musikschule, dass sie einen einzigen Standort hat. Es ist ja auch ein Bild, das eine Musikschule damit abgibt.»

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