Musikalische «Tour de Suisse»

Bei ihrem Jahreskonzert überzeugte die Musikgesellschaft Konkordia mit einem einheimischen musikalischen Programm. Im Blasorchester der Musikschule Reinach brillierte Nicola Schweizer als Horn-Solist.

Beachtliches Horn-Solo mit heiklen Läufen: Nicola Schweizer vom Blasorchester der Musikschule Reinach.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Beachtliches Horn-Solo mit heiklen Läufen: Nicola Schweizer vom Blasorchester der Musikschule Reinach. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Verglichen mit den letzten Jahren war «Tour de Suisse» eines der überzeugendsten Programme der MG Konkordia. Zu hören waren diese und das Blasorchester der Musikschule Reinach am Freitag und Samstag in der Weiermatthalle.

Zunächst spielte das Blasorchester der Musikschule unter dem Dirigat von Matthias Kümin ein abwechslungsreiches Programm, zuerst die Titelmelodie von «Game of Thrones». Im «Thema und Variationen» von Albert Lortzing spielte der bereits in der Kategorie «Ensemble Horn Mini» zweifach ausgezeichnete Nicola Schweizer mit schönem Ansatz, kräftiger Intonation und virtuosen Läufen den Solopart. «Stratosphere», die dramatische Vertonung des Stratosphärensprungs von Felix Baumgartner, ist – wie Programmmusik im Allgemeinen – Geschmackssache. Authentischer wirkte «Summon the Spirits» («Geisterbeschwörung»), ein reines Perkussionsstück in japanischer Manier, das auch Kampfschreie enthält. Simon Grieder, Adrian Schär, Sandro Del Sonno und Olivier Wanzenried bestachen durch eine rhythmisch saubere Interpretation. Mit der Titelmelodie des Films «Mission Impossible» und dem mit viel Groove gespielten neckischen «Soul Bossa Nova» von Quincy Jones ernteten die Jungen viel Applaus.

Hausgemachtes Programm vom Feinsten

Nach dem Baselbieter Lied und den vereinsinternen Ehrungen, bei denen Hans Ramseyer und Ruedi Meury nach 50 Aktivjahren die Urkunde eines Kantonalen Ehrenveteranen erhielten, hob Ueli Kipfer den Taktstock zum Konzert der MG Konkordia. Für einmal blieben die Hollywood-Filmballaden aussen vor, was dem Gesamteindruck zugute kam. Bereits in Hans-Peter Blasers «Up to Date» wusste die Blasmusik mit einem satten, kompakten Klang, guten rhythmischen Wechseln und Marimbaklängen zu gefallen. Die effektvolle, strahlende «Festmusik der Stadt Uster» von Mario Bürki, in der Anklänge an ein «Starwars»-Motiv stecken, leitete über zu der «Fanfare du Printemps» des Priesters und Komponisten Joseph Bovet und zum romantischen Klanggemälde «A Moléson», das wie auch «S’ isch äbe-n-e Mönsch uf Ärde» von Lukas Mayr dirigiert wurde. Das Arrangement des wohl schönsten und traurigsten Schweizer Volksliedes sorgte gar für einen Hühnerhauteffekt.

Lüpfiger ging es in «Ufem Bürgestock» von Emil Wallimann zu, bei dem Luc Humair und Valentin Baumann die Solo-Klarinetten spielten. Schliesslich rundeten das fast sinfonische «Preludio Ticino» von Stephan Jaeggi und der abwechslungsreiche Marsch «Bellinzona» das Programm ab. Zusammen mit dem Blasorchester der Musikschule liess sich die Konkordia nochmals mit dem kongenialen Arrangement von Mani Matters «Dr Sidi Abdel» und mit Mario Bürkis schmissigem «Rock the Future» hören. Am 7. Mai um 14 Uhr wird die Musikgesellschaft Konkordia übrigens im Rahmen der Salzburger Festspiele der Blasmusik auf dem Domplatz in Salzburg auftreten.

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