Mit Daniela Grieder sicher die Banngrenzen entlang

Erstmals führte Daniela Grieder beim Banntag die Ganztagesrotte an. Sie meisterte die Aufgabe souverän, ohne dabei von Nachbargemeinden Land zu «erobern».

Mittagshalt der Tagesrotte: Die Konkordia-Buben sorgten mit ihrem Spiel über dem Reinacher Rebberg für gute Laune.  Foto: Heiner Lauthardt
Mittagshalt der Tagesrotte: Die Konkordia-Buben sorgten mit ihrem Spiel über dem Reinacher Rebberg für gute Laune. Foto: Heiner Lauthardt

Heiner Leuthardt

Weit über 100 Personen fanden sich am Auffahrtsmorgen beim Tierpark ein, trotz dem grau verhangenen Himmel, der nichts Gutes anzukünden schien. Glücklicherweise kam es anders und die Sonne begleitete zwischendurch die Banntägler, auch jene, die am frühen Nachmittag starteten. «Der Banntag, bei dem die Grenzen abgeschritten werden, ist bei uns, wie bei vielen anderen Gemeinden, ein grosses Familienfest», erklärte Peter Meier, Präsident der Bürgergemeinde. Zu diesem lud er alle ein. Das Abschreiten der Gemeindegrenze setzte er auch in einen grösseren Zusammenhang, «weil Grenzen unsere Gefühle ansprechen, wie etwa bei der Wiedervereinigungsdebatte. Oft stossen Menschen aber auch an die Grenzen ihres eigenen Handelns.» Grenzen prägten ebenso unser Leben, wobei es nicht immer einfach sei, sich an diese zu halten.

Appell an unsere Verantwortung
Die Grenzen des Reinacher Banns einzuhalten, das war die Aufgabe der frisch gewählten Bürgerrätin Daniela Grieder. Sie hat das Ressort Kultur von Vreni Schultheiss übernommen. Als Kulturverantwortliche kommt ihr die Aufgabe zu, die Ganztagesrotte anzuführen. Auf die Frage, ob sie nervös sei, meinte sie mit schelmischem Lachen: «Ich habe gut geschlafen. Es ist eine Aufgabe, die ich zu lösen habe und die lösbar ist.» Und los ging sie, begleitet von ihrem Mann Urs. Ihnen folgte eine grosse Schar von Banntäglern. Dank Daniela Grieder blieben alle auch auf dem rechten Weg!

Dieser führte wie immer durch das Kägenquartier, zum Neuhof und zum Schlatthof, wo ein Zwischenhalt angesagt war. Danach ging es zum Rastplatz des Leuwaldes, wo die traditionelle Besinnungsfeier stattfand. Die katholische Theologin Josiane Nüscheler zitierte dabei aus einer Indianerrede, in der mit viel Weitblick auf die Beziehung des Menschen zur Natur, der Mutter Erde und dem Himmel hingewiesen wird. «An keinem Tag, wie an Christi Himmelfahrt, ist sie derart zutreffend.» Aus dem Buch der Weisheit las Pfarrerin Florence Develey die Zeilen, die klarmachen, dass Gott uns alle Macht für das Leben auf Erden gegeben habe. «Gott setzt uns einen Rahmen, zeigt uns den Weg und beschützt uns.» Zugleich übertrage er uns auch die Verantwortung für das irdische Leben.

Wie die ökumenische Feier bereicherten die Konkordia-Buben den Mittagshalt auch auf dem Rebberg, bevor sie sich auf der Banntagswiese zu ihrer «Konkordia» gesellten. Die Banntägler wiederum zogen über das Bruderholz zur Banntagswiese, wo sich alle zum gemütlichen Ausklang einfanden. Peter Meier begrüsste hier die Vertreter der E. E. Zunft zu Schiffleuten, den Meister Franz Haerri und den Irtenmeister Peter Thommen sowie den Burgermeister von Eggerberg, Reinhard Wasmer, und den Vizeburgermeister Dionys Zimmermann. Sie übergaben Peter Meier eine Bildcollage vom letztjährigen Jubiläumsfest in Eggerberg.

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