Galerien-Nacht: Der Dorfkern wird zur Kunstmeile

Zum 13. Mal findet am Wochenende die 2005 gegründete Galerien-Nacht im ReinacherOrtskern statt. Diesmal sind sogar zwei Galerien mehr dabei.

Bewährt: Das Konzept einer Reinacher Museumsnacht hat sich bis heute als erfolgreich erwiesen. Foto: Caspar Reimer / Archiv
Bewährt: Das Konzept einer Reinacher Museumsnacht hat sich bis heute als erfolgreich erwiesen. Foto: Caspar Reimer / Archiv

In Reinach ist wieder Galerien-Nacht: Insgesamt zwölf Künstlerinnen und Künstler zeigen in neun Galerien am Samstagabend ab 20 Uhr ihre Werke. Weil die 2005 gegründete Reinacher Variation der Museumsnacht seit 2009 nur alle zwei Jahre im Wechsel mit der Verkaufsausstellung «Kunst in Reinach» stattfindet, steigt der Anlass nicht zum 20., sondern zum 13. Mal.

«Die zunehmende Anzahl teilnehmender Künstlerinnen und Künstler zeigt, dass die Galerien-Nacht dem Bedürfnis nachkommt, Kunst in dieser speziellen Atmosphäre auszustellen und anzusehen», sagt Beda Flury, selbst Kunstschaffender und seit der ersten Ausgabe im Organisationskomitee mit dabei. Dieses setzt sich aus je einem Vertreter oder einer Vertreterin der teilnehmenden Galerien zusammen. «Das Ganze ist sehr lose organisiert. Wir treffen uns jeweils ein paarmal vor der Galerien-Nacht, um die Durchführung abzusprechen.»

Geschichte der Museumsnächte

Es war gegen Ende des letzten Jahrhunderts, als Museen im deutschsprachigen Raum damit begannen, ihre Tore fürs Publikum teilweise auch in der Nacht zu öffnen. Damit sollte ein jüngeres Publikum, welches ein anderes Freizeitverhalten pflegte, an Ausstellungen gelockt und das Interesse an Kunst geweckt werden. Die, wie es damals hiess, weltweit erste «Lange Nacht der Museen» fand 1997 in Berlin statt und bald folgten Städte wie Basel, wo der Museumsnacht mit 120 770 Eintritten während der Ausgabe dieses Jahres nach wie vor ein grosser Erfolg beschieden ist.

Auch Reinach sprang auf diesen nächtlichen Ausstellungszug auf: Am 26. November 2005 fand zum ersten Mal die Galerien-Nacht statt. In der Stadt vor der Stadt ist es nicht ein einzelnes Museum, sondern der ganze Dorfkern, der sich in eine Kunstausstellung verwandelt. «Es ist ein besonderes Erlebnis, durch die nächtlichen Gassen zu flanieren und die Ausstellungen zu besuchen», sagt Flury. Die Galerien-Nacht legt Wert darauf, sich von «Kunst in Reinach» abzugrenzen: «Diese konzentriert sich auf ein Haus und ist von der Gemeinde initiiert. Die Galerien-Nacht ist breiter angelegt und will ausserdem den Dorfkern beleben.» Und: In den Galerien gibt es jeweils auch ein kleines kulinarisches Häppchen.

Eröffnung im Gemeindehaus

Für Besucherinnen und Besucher empfiehlt es sich, der Eröffnung am Samstag um 18.45 Uhr im Gemeindehaus beizuwohnen: «Alle Künstlerinnen und Künstler sind dort mit einem ihrer Werke präsent und werden vorgestellt», so Flury. Die Eröffnung wird mit einer Begrüssung durch Gemeinderätin Christine Dollinger (SP) und einer musikalischen Einlage umrahmt – selbstverständlich wird auch ein Apéro nicht fehlen. Wer sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr nach draussen begeben mag, darf die Galerien am Sonntagnachmittag von 14 bis 17 Uhr besuchen.

13. Galerien-Nacht Reinach; Samstag, 15. November: 18.45 Uhr, Vernissage im Gemeindehaus; 20 bis 23 Uhr sowie Sonntag, 16. November, 14 bis 17 Uhr, Betrieb in den teilnehmenden Reinacher Galerien.

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