Leichtere Kost: «Ewigi Liebi» macht den Auftakt bei den Reinacher Filmtagen
Im August verwandelt sich der Platz vor dem Fiechtenschulhaus zum Open-Air-Kinosaal. Nun ist das Programm der Filmtage Reinach bekannt.

Die Reinacher Filmtage warten wiederholt mit einem interessanten Programm auf. Nach den «schweren» Filmen im letzten Jahr, wie «September 5» oder «Friedas Fall», ist nun leichtere Kost angesagt. Gestartet wird am 7. August mit einem Schweizer Film: «Ewigi Liebi». Der Streifen beruht auf dem bekannten Musical. In den Hauptrollen spielen Pasquale Aleardi, Susanne Kunz, Elena Flury und Luca Hänni.
Und wie gewohnt soll es an diesem Vorführtag eine Überraschung geben. Wer die Organisatoren der Filmtage kennt, weiss, dass sie immer noch etwas bieten, was über den Start und Stopp des Filmes hinausgeht. So gelang es, regelmässig Protagonisten und Stars einzuladen, die vor Ort Anekdoten über die Drehtage erzählen. Vor zwei Jahren etwa besuchte der Schweizer Schauspieler Beat Schlatter die Stadt vor der Stadt.
Doch noch lässt sich Alex Strohm nichts entlocken. Der Präsident der Filmtage Reinach lässt aber in einer Mitteilung gerne ein Bild vom Cast mit Regisseur Pierre Monnard zirkulieren, was darauf hindeutet, dass das OK mit ihnen im Gespräch sein dürfte.
Es folgt die Romanze «Reminders of Him – Für immer ein Teil von dir», eine Verfilmung der Bestseller-Autorin Colleen Hoover. Im Liebesfilm kehrt eine junge Frau in ihre Heimat zurück, um einen Neuanfang zu wagen.
Am dritten Tag wird «Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse» gezeigt. Ein Stellwerkmeister schaltete eine Weiche falsch, so kam eine S-Bahn aus der damaligen DDR plötzlich auf Westberliner Schienen daher. War das eine geplante Massenflucht oder wurde der Schalter aus Versehen falsch umgelegt?
Den Abschluss macht «Solo Mio» mit dem Hollywood-Star Kevin James in der Hauptrolle. Als er vor dem Altar von seiner Verlobten sitzen gelassen wird, entscheidet er sich, die Hochzeitsreise nach Italien trotzdem alleine anzutreten. Dort trifft er die lebensfrohe Italienerin Gia, die ihm eine neue Sichtweise auf sein Leben ermöglicht.
Optimierte Kulinarik und weiterhin keine Tickets
«Ja, wir optimieren die Kulinarik ein wenig», antwortet Strohm auf die Frage, ob es Änderungen an den Open-Air-Filmtagen geben werde. «Die Crew des Erlenhof Reinach sorgt sich auch in Zukunft um das leibliche Wohl», ergänzt er. Früher wurde teilweise selber gekocht, was bei grösserem Personenaufkommen nicht mehr zu bewerkstelligen ist. 1200 Leute wurden schon auf dem Schulhausplatz Fiechten gezählt. Die Vielfalt beim Essen werde aber sehr geschätzt, meint Strohm. Daher soll es auch weiterhin nicht nur Angebote für den grossen Hunger geben, sondern auch für den kleinen Hunger zwischendurch.
Die Organisatorinnen und Organisatoren macht nichts mehr nervös, ausser vielleicht der Blick auf die Wettervorhersagen. Denn bei schönem Wetter kommt deutlich mehr Publikum als bei Regen. Der würde wiederum auf die Kollekte durchschlagen. «Wir wollen es aber so belassen», sagt Strohm. Denn das gebietet die Tradition der Filmtage, die ursprünglich von den Kirchgemeinden Reinachs ins Leben gerufen wurden. Es soll auch zukünftig für Familien möglich sein, einen Kinoabend zu besuchen, auch wenn es das Familienbudget eigentlich nicht zulassen würde. Zudem würde ein Ticketverkauf andere Herausforderungen mit sich bringen.
Keine schwarze Null
Letztes Jahr kamen die Filmtage nicht auf eine schwarze Null, wie Strohm einräumt. Das könnte an der schweren Kost des Filmprogrammes gelegen haben. Trotzdem ist er über die zahlreichen Sponsoren sowie Helferinnen und Helfer froh. Dieses Jahr wird auch eine Schulklasse mithelfen, die sich für alle Fragen rund um eine Eventorganisation interessiert.
Bald werden auch wieder die Programmhefte im Schwimmbad und in den Geschäften Reinachs ausgelegt. Vielleicht steht dort ja mehr über die geplante Überraschung drin.
Reinacher Filmtage, Schulhaus Fiechten, 7. und 8. sowie 14. und 15. August.


