Leben, lieben und lachen

Am nächsten Freitag findet im Heimatmuseum Reinach die Vernissage zur Kunstausstellung von Laura Chaplin, der Enkelin des berühmten Komikers Charlie Chaplin, statt.

Der Malerei verfallen: Laura Chaplin hat die Kreativität ihres berühmten Grossvaters geerbt und lässt ihr auf der Öl- der Filmleinwand freien Lauf.  Foto: ZVG
Der Malerei verfallen: Laura Chaplin hat die Kreativität ihres berühmten Grossvaters geerbt und lässt ihr auf der Öl- der Filmleinwand freien Lauf. Foto: ZVG

Wer kennt ihn nicht, denn Mann mit Stöcklein, Melone und Schnurrbart, der es auf über 350 Filmrollen brachte und weltweit viele Menschen zum Lachen brachte und bringt? Die Enkelin von Charlie Chaplin (1889–1977), Laura Chaplin, kam 1987 auf die Welt und verbrachte ihre Kindheit im Haus am Genfer See, das Chaplin gekauft hatte. Das kreative Erbe zeigte sich bei Laura bereits sehr früh. Von Kindsbeinen an wollte sie Künstlerin werden, malte viel und verkaufte ihre Bilder an Gäste, die zu Besuch kamen. Als Laura zu einer attraktiven jungen Frau heranwuchs, verdiente sie bereits mit 13 Jahren ihr eigenes Geld als Model. Nach dem Studium in Mode und Design in Lausanne widmete sie sich vorwiegend der Malerei. Ihre Bilder wurden international ausgestellt. Gleichzeitig engagierte sie sich als Botschafterin bei «Moi pour toit», einer Non-Profit-Organisation, die sich für Strassenkinder in Kolumbien einsetzt. Dabei hat sie schon Malkurse für Kinder organisiert und sie dabei zum Lachen gebracht. Den Humor hat die blonde Pferdeliebhaberin definitiv von ihrem Grossvater geerbt. Charlie Chaplin brachte die Welt mit seinen Filmen zum Lachen, Laura möchte mit ihren Bildern und ihrem sozialen Engagement dieselbe Botschaft in die Welt hinaus tragen.


Sprungbrett nach Asien

Am nächsten Freitag kommt Laura Chaplin nach Reinach, um ihre Werke zu zeigen. «Einfach leben, lieben & lachen» lautet der Titel der Ausstellung. Strippenzieher hinter dieser aussergewöhnlichen Ausstellung ist das Schweiz-China-KMU-Zentrum, welches seinen Sitz in Reinach hat. «Ich bin selber Reinacher und habe eine Verbindung mit dem Heimatmuseum. Da wir Laura nächstes Jahr nach China bringen wollen, ist das wie ein erster Sprung nach Asien. Ihr Grossvater ist in China sehr bekannt und populär. Deshalb sind wir daran, entsprechende Galerien zu finden», erklärt Jens Schindelholz, Geschäftsführer des Schweiz-China-KMU- Zentrum. Die chinesische Botschaft werde mit ihrem Kulturattaché an der Vernissage vertreten sein. Laura habe er als ausgesprochen unkomplizierte Person kennen gelernt, berichtet Schindelholz weiter. «Sie ist eine tolle junge Frau ohne Starallüren. Auf unsere Anfrage für die Ausstellung hat sie sofort zugesagt. Deshalb passt das auch gut nach Reinach.»


Charlie lebt in ihrer Kunst weiter

Lauras Bilder sind einerseits eine Hommage an ihren Grossvater. In vielen Darstellungen lässt sie Chaplin wieder aufleben. Ihre Werke umfassen zudem Tierdarstellungen – vor allem Pferde und Zebras werden abgebildet – sowie Frauenakte. «Reinach ist wunderschön und ich mag das Museum. Ich denke, meine Bilder haben ihren Platz gefunden und freue mich auf diese Ausstellung und dass ich die Menschen in der Region begrüssen darf. Ich hoffe, es wird ein echter Erfolg.»

Die Vernissage findet am 10. Mai ab 19 Uhr im Heimatmuseum in Reinach statt. Die Ausstellung dauert bis zum 26. Mai und ist an den Wochenenden jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am 10., 11., 25. und 26. Mai ist Laura Chaplin persönlich anwesend.

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