«Innovation City» Reinach: Der Name ist Programm

Mit der Eröffnung des Reinacher Standorts von «Innovation City» erhält das Kägen-Areal ab ­August eine Brutstätte für Lifesciences- und Biotech-Unternehmen.

Setzen sich für das Projekt iCity ein: (v. l.) Andreas Meister (Vebego), Saskia Schenker (Arbeitgeberverband Region Basel), ­Martina Koch (UBS), Melchior Buchs (Gemeindepräsident Reinach), Markus Kindle (Verein Startup Academy), Robert Sum (Stan
Setzen sich für das Projekt iCity ein: (v. l.) Andreas Meister (Vebego), Saskia Schenker (Arbeitgeberverband Region Basel), ­Martina Koch (UBS), Melchior Buchs (Gemeindepräsident Reinach), Markus Kindle (Verein Startup Academy), Robert Sum (Standortförderung BL) und Giuseppe Santagada (Vebego). Foto: Julia Bütikofer/zVg

«Wer kannte vor Corona Biontech und Moderna?», fragte Andreas Meister, Head of Strategic Projects der Vebego Schweiz Holding AG am Networking-Event von iCity vergangene Woche die anwesenden Gäste. Eine rhetorische Frage, mit der Meister die Wichtigkeit von Innovation durch Start-ups und somit die Bedeutung des neuen Standorts von Innovation City auf dem Kägen-Areal unterstreichen wollte. Auf einer Fläche von über 10000 Quadratmetern hat das Unternehmen Vebego, das auf Immobilien- und Facility-Management-Leistungen spezialisiert ist, in Partnerschaft mit der UBS verschiedene Laboreinrichtungen und Coworking Spaces einrichten lassen, um jungen Unternehmen im Biotech- und Lifesciences-Bereich optimale Startbedingungen zu bieten.

Die Bedeutung des Lifesciences-Clusters rund um Basel für die Region sei gross, betonte auch Martina Koch von der UBS in ihrer Ansprache. «Ein Drittel der regionalen Wertschöpfung wird durch dieses Cluster generiert.» Es sei daher zentral, Innovation im Lifesciences-Bereich durch möglichst gute Rahmenbedingungen wie etwa den neuen Standort von Innovation City in Reinach zu fördern.

Treffpunkt für kreative Köpfe

Neben den Coworking Spaces und Laboreinrichtungen, die nach Meister im Moment besonders gefragt seien, bietet die iCity Reinach auch eine Kita direkt auf dem Gelände sowie ein Catering-Konzept. «Die iCity Reinach soll ein Treffpunkt sein, wo innovative Menschen sich kennen lernen, vernetzen und pushen können», erklärte Meister den Anwesenden die Idee von Vebego und UBS. Ziel sei es, eine Community von Gleichgesinnten zu bilden.

Die iCity Reinach richtet sich nicht exklusiv an junge Unternehmen. «Die flexiblen Angebote von iCity und vor allem der Pool an Talenten, die hier arbeiten werden, sind auch für etablierte Firmen des Lifesciences-Clusters Basel interessant», zeigte sich Meister überzeugt. Dem pflichtet Robert Sum, Verantwortlicher für die Unternehmenspflege im Bereich Lifesciences bei der Standortförderung Baselland, im Rahmen einer kleinen Podiumsdiskussion zur Nachhaltigkeit des Projekts bei. «Die iCity Reinach bietet die Möglichkeit, die Erfahrung der Arrivierten mit den Ideen der jungen Wilden zusammenzubringen.» Diese Kombination sei oftmals ein Schlüssel zum Erfolg.

iCity als wichtiger Schritt für die Vision «Kägen 2035»

Für die Gemeinde Reinach ist die iCity nach Gemeindepräsident Melchior Buchs «ein wichtiger Schritt Richtung Realisierung der Vision ‹Kägen 2035›». Der Gemeinderat stehe geschlossen hinter dem Projekt und sehe es als grosse Chance für den Wirtschaftsstandort Reinach. «Wir als Gemeinderat hoffen, dass wir das Projekt iCity gemeinsam mit der Vebego und der UBS zum Fliegen bringen können!»

Ob das gelingt, wird sich ab August zeigen, wenn erste Mieter und Mieterinnen den iCity-Standort in Reinach beziehen sollen. «Wir haben erste Zusagen», bestätigte Meister auf Nachfrage. Zudem sei man mit verschiedenen grösseren, potenziellen Kunden im Gespräch. Natürlich werde das Haus nicht von heute auf morgen voll sein, aber gerade angesichts der grossen Nachfrage nach kurzfristig nutzbaren und erschwinglichen Laboreinrichtungen in der Region Basel sei man seitens Vebego und UBS «davon überzeugt, dass die iCity in Reinach ein Erfolg wird».

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