Grosses Theater um das liebe Geld

Morgen Freitag feiert mit «Funny Money» eine neue Produktion der Schemeli Bühne Premiere. Dabei spielt die Theatergruppe getreu dem Motto: «Humor mit etwas Tiefgang».

Geschockt: Bringen die zwei Millionen Franken, die Heinz (links) gefunden hat, dem Ehepaar Glück oder Unglück? Foto: Caspar Reimer
Geschockt: Bringen die zwei Millionen Franken, die Heinz (links) gefunden hat, dem Ehepaar Glück oder Unglück? Foto: Caspar Reimer

«Wer von uns hat nicht schon darüber gegrübelt, was er machen würde, gewänne er im Lotto?», fragt Philipp Kunz, der in «Funny Money», dem neusten Stück der Schemeli Bühne, die Hauptrolle spielt. In der Komödie, die morgen Freitag im Hofmattsaal in Münchenstein Premiere feiert, verwechselt Protagonist Heinz Binder auf dem Nachhauseweg von seiner Arbeit einen Aktenkoffer und kommt dadurch auf einen Schlag zu Reichtum. Spontan beschliesst er, mit seiner Frau und dem Geld das Weite zu suchen, doch das erweist sich schwierig: Polizei und Gäste, die er eigentlich zu einem Geburtstag eingeladen hatte, hindern ihn daran, das Haus zu verlassen. Es beginnt eine Geschichte mit haarsträubenden Erklärungen und einem immer grösseren Chaos. Das Stück stammt aus der Feder des britischen Komödienautors Ray Cooney und sei bereits im vergangenen Jahr in die enge Auswahl der Stückwahlkommission gekommen, wie Kunz berichtet. Nachdem 2025 der modifizierte Klassiker «Charleys Tante reloaded» aufgeführt worden war, habe man auf «Funny Money» zurückgreifen können. «Wir mussten kein Stückwahlprozedere durchführen», so Kunz. Wie bereits im letzten Jahr sitzt auch diesmal Carolin Pfäffli auf dem Regiestuhl.

«Es ist für mich die bisher grösste Herausforderung»

Vier Frauen und vier Männer sind im neuen Stück auf der Bühne zu sehen. «Aktuell sind wir ein Ensemble, das sich gut eingespielt hat», sagt Kunz. Er fügt aber hinzu: «Wir suchen Nachwuchs.» Zwar verlange das Einüben eines Stücks dem Einzelnen einiges ab, doch der Lohn, ein Theater vor Publikum aufführen zu dürfen, sei gross. «Wenn man dem Theaterspielen einmal erlegen ist, lässt es einen nicht mehr los», sagt er. In diesem Stück habe er rund 400 Einsätze, wobei ein solcher aus einem einzigen Wort oder aus hundert Wörtern bestehen kann. Kunz hat bereits in der Produktion «Der nackte Wahnsinn» aus 2017 und «Wie wär’s mit Tee?» im Jahr 2020 die Hauptrolle gespielt, doch: «Es ist für mich die bisher grösste Herausforderung.» Er tue sich schwer damit, Texte auswendig zu lernen: «Ich muss die Texte mit der Kulisse sowie Abläufen verbinden können. Nur so kann ich mir den Text merken.»

Kunz war langjähriges Vorstandsmitglied und auch schon Präsident des Vereins Schemeli Bühne. Aktuell ist er für die Kommunikation und das Ticketing zuständig. Auch dass die Theatergruppe, eigentlich ein Reinacher Verein, seit 2024 im Hofmattsaal in Münchenstein spielt, ist Kunz zu verdanken. «Der Aufwand für das Herrichten der Weiermatthalle in Reinach zu einem Theatersaal wurde uns zu aufwendig. So haben wir hier eine gute Alternative gefunden.» Die Schemeli Bühne gibt es seit 1984. «Wir bieten Unterhaltung, aber das auf einem gewissen Niveau. Das ist wohl das, was uns auszeichnet», sagt der 59-Jährige.

«Funny Money»: Freitag, 8. Mai, 20 Uhr (Premiere), Samstag, 9. Mai, 20 Uhr; Sonntag, 10. Mai, 14 Uhr; weitere Vorstellungen bis und mit 23. Mai, jeweils Donnerstag bis Samstag um 20 Uhr, Sonntag um 14 Uhr. Hofmattsaal, Münchenstein. Tickets und weitere Infos: www.schemeli.ch.

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