Fette Beats und harte Riffs

Das Musik-Openair DeciBL der Jugendkommission Reinach geht diesen Samstag auf dem Ernst Feigenwinter-Platz in die zweite Runde. Für ausgelassene Stimmung garantieren die Headliner Schwellheim und Amorph.

In Reinach auch am Start: Die Allschwiler Reggae-Big-Band Schwellheim garantiert am Open Air DeciBL für laute Töne.  Foto: ZVG
In Reinach auch am Start: Die Allschwiler Reggae-Big-Band Schwellheim garantiert am Open Air DeciBL für laute Töne. Foto: ZVG

Lukas Hausendorf

Die Assoziation mit Lärm ist von den Machern des Reinacher Open Airs DeciBL nicht ganz ungewollt. Laut wird es am Samstag auf dem Ernst Feigenwinter-Platz inmitten von Reinach bestimmt. Mit Schwellheim, Amorph, Violent Radio, Glaze und Trace + KB Combo, werden fünf Bands die Bühne stürmen, die die Vielfalt des regionalen Popnachwuchses besser nicht repräsentieren könnten. Wobei die Allschwiler Reggae-Big-Band Schwellheim bereits eine gestandene Live-Gruppe sind. Die zehn Mann starke Combo, die um 21 Uhr die Sonne ablösen wird, garantiert mit treibenden Ska-Beats und mitreissendem Reggae für beste Partystimmung auf dem Ernst Feigenwinter-Platz.

Melancholischer dafür der Sound der jungen und aufstrebenden Indie-Rocker Glaze, deren Sound sich stark an Joy Division, den britischen Wave-Helden der 80er-Jahre, orientiert und am DeciBL den passenden Soundtrack zum Sonnenuntergang liefert. Die Liestaler Gruppe hat ihren Platz am Open Air über den DeciBL-Band-Contest im vergangenen Januar ergattert, den sie mit sensationellen 118,7 Dezibel Publikumsapplaus gewannen. Als Zweitplatzierte an diesem Wettbewerb erspielten sich Trace + KB Combo ebenfalls einen Auftritt am DeciBL. Hinter der Formation verbirgt sich ein taufrischer Zusammenschluss verschiedener Rapper aus der Region.
Experimentelle Klänge beschert dem Publikum die Binninger Band Amorph, die elektronische Musik mit mal schwebenden, mal schmetternden Gitarren und eindringlichen Rhythmen verbindet. Das Schlussfeuerwerk am DeciBL zünden Violent Radio, die mit ihrem energiegeladenen Punkrock den Platz zum Erzittern bringen werden, bevor das Publikum bis zur nächsten Ausgabe des DeciBL in die Nacht entlassen wird.

Zukunft ungewiss
Die Jugendkommission Reinach, die das Festival 2008 aus der Taufe hob, möchte ihr Open Air gerne in einen Verein überführen, um die längerfristige Zukunft des Anlasses zu sichern. «Die Juko ist ja eigentlich keine Veranstaltungsorganisation», erklärt DeciBL-Präsident Moritz Weisskopf.
Die Rolle der Kommission liegt denn auch eher darin, Dinge ins Rollen zu bringen – wie bei Midnight Sports, das die Juko in Reinach initiierte und nun von einem eigenen Trägerverein geführt wird.
«Eine fliessende Übergabe in die Selbstständigkeit schwebt uns auch für das DeciBL vor», so der 23-Jährige. Interessierte – übrigens auch nicht Reinacher — seien herzlich willkommen. Auch ist nicht in Stein gemeisselt, dass das Open Air in Reinach bleiben wird. Der Ernst Feigenwinter-Platz wird wegen Bauvorhaben kleiner werden, zu klein. Die Reinacher würden es auf jeden Fall missen. «Die erste Ausgabe kam bei der Bevölkerung sehr gut an», sagt Weisskopf. Mehr DeciBL werden sich die Besucher des Festivals auch am Samstag wünschen – garantiert. 

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ww.decibl.ch

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