Einwohnerrat gibt grünes Licht für ein neues Kultur- und Begegnungszentrum

Am Montag sagte der Einwohnerrat Ja zur Umsetzung eines Kultur- und Begegnungszentrums an der Schulgasse 1 – sehr zur Freude der Trägerschaft.

Gemeinsam unter einem Dach: Heiner Leuthardt (Kultur in Reinach), Petra Kaderli (Arbeitsgruppen lebendiges Reinach, Mitte) und Vivian König (Familienzentrum Oase) freuen sich auf ihr neues Zuhause an der Schulgasse 1.  Foto: Axel Mannigel
Gemeinsam unter einem Dach: Heiner Leuthardt (Kultur in Reinach), Petra Kaderli (Arbeitsgruppen lebendiges Reinach, Mitte) und Vivian König (Familienzentrum Oase) freuen sich auf ihr neues Zuhause an der Schulgasse 1. Foto: Axel Mannigel

Axel Mannigel

Bis nach der Sitzungspause mussten die designierten Trägervereine – Arbeitsgruppen lebendiges Reinach (AGLR), Kultur in Reinach (KIR) und Familienzentrum Oase/Elternbildung Reinach – warten. Dann wurde «ihr» Traktandum, der Investitionskredit für das Kultur- und Begegnungszentrum (KUBEZ), diskutiert – und gut geheissen. Einstimmig genehmigte der Einwohnerrat den beantragten Kredit in Höhe von 2,6 Mio. Franken für Sanierung und Umbau inklusive der Unterkellerung des Ökonomiegebäudes. Natürlich hatte die Sachkommission Bau, Umwelt und Mobilität (BUM), an welche die Vorlage zusammen mit der Kommission Bevölkerungsdienste, Wirtschaft, Kultur (BWK) überwiesen worden war, nach Einsparmöglichkeiten gesucht. Doch konnte sie ausser dem Verzicht auf die geplanten Sonnenkollektoren keine finden. Zu strikt sind die Vorgaben des Denkmalschutzes sowie des Quartierplans Taunerquartier. Quasi symbolisch folgte der Einwohnerrat dem Zusatzantrag der BUM und strich die Solaranlage mit 16 zu 12 Stimmen und zwei Enthaltungen.

Synergiezentrum an zentraler Lage
Dieser Verzicht tut der Freude der Trägervereine jedoch keinen Abbruch. «Wir sind sehr glücklich über diesen Entscheid», so Vivian König, Co-Präsidentin der Oase. «Trotz der aktuellen Sparpolitik wurde und wird an uns geglaubt.» Auch Petra Kaderli, Präsidentin der AGLR, und Heiner Leuthardt, Präsident von KIR, sind froh und erleichtert: «Wir müssen ja unser bisheriges Domizil, das Freizythuus an der Brunngasse 4/6, verlassen», erklärt Leuthardt. Am neuen Ort freut die drei Vereinsvorsitzenden besonders die direkte Nähe zum Gemeinde- und Dorfzentrum, welche an der Schulgasse besser gegeben sei als an der Brunngasse.

Vor allem jedoch sehen die drei Vereine einer gemeinsamen Zukunft unter einem Dach entgegen: «Mit unseren jeweiligen Konzepten und Zielgruppen können wir optimal Synergien nutzen und einen Mehrwert für die Reinacher Bevölkerung generieren», so Kaderli. Wichtig sei, da sind sich alle einig, dass das Gesamtkonzept erweiterbar ist. Schon jetzt ist ein Raum für das Jugendhaus Palais Noir fix eingeplant.

Gartenbad und Konferenz Birsstadt
Während das Kultur- und Begegnungszentrum nun die verschiedenen Phasen eines Bauprojekts durchlaufen wird, stehen bei der Gemeinde noch weitere Projekte vor ihrer Umsetzung. Etwa die Sanierung des Gartenbads, die gemäss Vorlage des Gemeinderats mit 11,3 Mio. Franken veranschlagt ist. Zwar hat die BUM eine Reduktion der Kosten auf 8,4 Mio. Franken ausgearbeitet. Doch der Gemeinderat hält diese Rechnung für unrealistisch. Entschieden wird die Kreditvorlage erst bei der nächsten Sitzung am 27. April.

Konkreter wurde es bei der Verabschiedung der Statuten für den «Zweckverband Regionalkonferenz Birsstadt». Nach einem leidenschaftlichen Votum des Gemeindepräsidenten Urs Hintermann folgte der Einwohnerrat der Vorlage und beschloss die Statuten grossmehrheitlich. Weil jedoch zur genau gleichen Zeit in Münchenstein die Gemeindeversammlung auf das selbe Geschäft nicht eingetreten ist (vergleiche Seite 25 in dieser Ausgabe), ist das Projekt trotz des Reinacher Jas vorerst gescheitert.

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