Der Tango bringt die Taktverdichtung
Ein neues Tram und die anstehende Taktverdichtung auf den Linien 10 und 17 sind Grund genug für viele Festakte. Der Auftakt zum Tangotaufen-Marathon im Birseck findet am Samstag in Reinach statt.

Lukas Hausendorf
Tango total bei der Baselland Transport AG, sogar die Telefonwarteschlaufe überbrückt die Wartezeit mit den Klängen des Bandoneons. Die Freude über das neue Tram des Ostschweizer Herstellers Stadler Rail ist gross. Nicht nur wird damit altes Rollmaterial ersetzt und der Fahrkomfort gesteigert, dank acht zusätzlicher Tramzüge kann auch endlich – nach zehnjähriger Vorbereitung – die Taktverdichtung auf den Linien 10 und 17 realisiert werden.
Die Auslieferung der ersten 19 der total 37 bestellten Fahrzeuge an die BLT feiert das Transportunternehmen mit einem Festmarathon in allen Gemeinden, die ihrem Streckennetz angeschlossen sind. Jede dieser Gemeinden erhält ihren eigenen Tango. Der Auftakt der Feierlichkeiten im Birseck findet am Samstag in Reinach statt. Beim Gemeindehaus wird um 17 Uhr eine festlich beleuchtete Tango-Town mit Zelten, Verpflegungsstand und Attraktionen stehen.
Der Höhepunkt des Abends wird die spektakulär inszenierte Einfahrt des festlich beleuchteten Tangotrams sein, das von Mountainbike Europameisterin Katrin Leumann mit einer grossen Flasche Champagner auf den Namen Reinach getauft wird. Dieser Festakt dauert indes nur kurz. «Für eine lange Rede bleibt keine Zeit, schliesslich muss das Tram wieder weiterfahren», scherzt Gemeindepräsident Urs Hintermann. Für eine ganz kurze Ansprache werde es dennoch reichen, sagt er. Die Zeremonie wird sich in Münchenstein am 11., in Arlesheim am 18. November, in Dornach am 2. und zuletzt am 9. Dezember in Aesch jeweils ab 18 Uhr wiederholen. «Wir wollen den Tango mit der Bevölkerung feiern, schliesslich wird dieses Tram die nächsten 30 bis 40 Jahre das Bild des öffentlichen Verkehrs prägen», erklärt BLT-Direktor Andreas Büttiker.
Die Taktverdichtung auf das Siebeneinhalb-Minuten-Intervall zu Stosszeiten auf den Linien 10 und 17 schafft für die Fahrgäste einen Mehrwert in mehrfacher Hinsicht. Durch die Kapazitätsvergrösserung wird nicht nur dem seit Jahren anhaltenden Fahrgastwachstum Rechnung getragen. «Auch die Anbindung an den Bus ist viel besser», weist Andreas Büttiker auf die funktionale Leistungssteigerung hin. Das kommt besonders der Verkehrsdrehscheibe Dornach-Arlesheim zugute, wo das Umsteigen zwischen Tram, Bahn und Bus per Fahrplanwechsel am 11. Dezember noch flüssiger wird.


