Der etwas andere Dorfplatz feiert Geburtstag

Am 15. Juni findet das Mischeli-Sommerfest statt. Anlass ist das zehnjäh- rige Bestehen des Kirch­­- gemeindezentrums.

Stellen das Mischeli-Sommerfest auf die Beine: (v.  l.) Franziska van Bürck, Vreni Kuntner, Sylvia Wolfelsperger, Hanno Elsässer, Daniel van Bürck, Florence Develey und Philipp Zoller. Foto: ZVG

Mit dem 2014 eröffneten Gemeindezentrum der Reformierten Kirche hat sich das Areal um die Mischeli-Kirche zu einem Quartiertreffpunkt, vielleicht sogar zu einem Dorfplatz für Reinach Nord entwickelt – Generationenpark, offene Jugendarbeit, altersgerechtes Wohnen, Gastronomie, Kultur und Kirche beleben den Ort gemeinsam. Um das zu feiern, laden die Reformierte Kirche und der Quartierverein Reinach Nord am 15. Juni zum Mischeli-Sommerfest ein. «Es ist ein Fest für alle Generationen», sagt OK-Präsident und Vizepräsident der Kirchenpflege, Hanno Elsässer. Dabei gleicht das Areal vom Morgen bis am Abend ­einer Vergnügungswiese: Ab 10 Uhr lädt der Sommermarkt des Quartiervereins zum Bummeln und Stöbern ein, es locken Angebote für Kinder wie Spiel- und Schminkstände oder Bullriding, und ab 15 Uhr werden die Spiele der Fussball-EM in einem Public Viewing übertragen. Musikalisch werden die Basler Schotte Clique und die Liveband Wake Up für Stimmung sorgen. Um das kulinarische Angebot sind Freiwillige rund um die Kirchgemeinde besorgt. «Mit Festen wie diesem soll unser Zentrum als ein Ort der Vernetzung weiter belebt werden. So können wir unseren Teil dazu beitragen, dass die Gesellschaft nicht noch weiter auseinanderdriftet.»

Mit Preis ausgezeichnet

Als das alte Kirchgemeindehaus den Bedürfnissen nicht mehr genügte und ein Neubau vorgesehen war, wurde die Gelegenheit genutzt, um das ganze Gelände neu zu entwickeln. Die Planung dafür geht bis in die 1990er-Jahre zurück. «Man wollte ein offenes Haus, ein Begegnungszentrum bauen», sagt Kirchenpflegepräsident Daniel van Bürck. 2013 fand die Aufrichte des Neubaus statt – nur wenige Tage bevor der 50. Geburtstag der Kirche gefeiert wurde. Gab die Kirche dem Quartier seit einem halben Jahrhundert ein Gesicht, haben Gemeindezentrum und der Kirchplatz zusammen mit der Aufwertung von Grün- und Freifläche dem Quartier zu einem identitätsstiftenden Zentrum verholfen. «Das Kirchgemeindehaus ist zusammen mit der Kirche im Jahr 2019 mit dem Baselbieter Heimatschutzpreis ausgezeichnet worden», so van Bürck. Laut Heimatschutz «steht die neue Bebauung für gute Baukultur im Baselbiet und setzt damit einen Kontrapunkt zu vielen Renditeüberbauungen im Kanton».

Zwei weitere Gebäude auf dem öst­lichen Teil des Grundstücks enthalten 28 Seniorenwohnungen der Genossenschaft Aumatt. Die Umgebung der Kirche hat sich seit ihrer Planung und Errichtung 1963 durch den Architekten Ernst Gisel also stark gewandelt, stand diese damals doch auf der grünen Wiese ausserhalb des Dorfes.

Alltagskirche und traditionelle Sonntagskirche

Heute beherbergt das Kirchgemeindezentrum das Jugendcafi Paradiso, das Bistro Glöggli sowie Räume für Yoga, Gymnastik, Kurse und Sitzungen. «Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, sowohl traditionelle Sonntagskirche wie auch Alltagskirche zu sein», sagt Pfarrerin Florence Develey, zuständig für Kinder- und Jugendarbeit. Das «Fördern von Gemeinschaft» liege der Kirchgemeinde besonders am Herzen. Das Sommerfest am 15. Juni wird seinen Teil dazu beitragen.

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