Das New York Café rockte und tanzte zum Geburtstag

Das New York Café feierte am Wochenende sein 20-jähriges Bestehen. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben: Inhaber Christian Steg ist kein bisschen müde.

Haben sich ganz dem American Way of Life verschrieben (v. l.). Ingemarie, Daniel und Christian Steg vor der Freiheitsstatue am Eingang des New York Cafés.
Haben sich ganz dem American Way of Life verschrieben (v. l.). Ingemarie, Daniel und Christian Steg vor der Freiheitsstatue am Eingang des New York Cafés.

Das halbe Laufental war hier!», freut sich Christian Steg, Inhaber und Mitbegründer des New York Cafés. Am vergangenen Wochenende feierte das ganz im amerikanischen Stil eingerichtete Lokal im Kägen sein 20-jähriges Bestehen. Von Freitag bis und mit Sonntag erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches, rockiges Unterhaltungsprogramm und es durften XXL-Hotdogs, Burger verschiedenster Art und andere Leckereien genossen werden. Christian und Ingemarie Steg sind stets darum bemüht, der Kundschaft etwas Neues und Ausgefallenes zu bieten – dabei sind die Zeiten nicht einfach: «In den ersten Jahren war unser Lokal immer rappelvoll mit jungen Leuten und DJs legten auf. Heute sind wir eine Mischung aus Speiserestaurant und Pub.» Zudem sind die Ansprüche an die Wirte gestiegen: «Das Ausgehen muss heutzutage ein Erlebnis sein», so Steg. Zudem muss sich das Lokal gegen die Konkurrenz aus der Stadt und dem grenznahen Ausland behaupten: «Die Jungen sind durch die gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmittel mobiler und gehen eher nach Basel oder Zürich in den Ausgang.»


Kein einziger Tag geschlossen!

Christian Steg führt und betreibt das New York Café, das eigentlich ein Restaurant mit grosser Gartenwirtschaft und integriertem Billard-Center ist, zusammen mit seiner Frau Ingemarie. Auch ihre beiden Kinder Sabrina und Daniel dürfen ab und an im Betrieb mithelfen. Vor knapp 20 Jahren gründete der gelernte Papiertechnologe mit zwei Kollegen das Café. Er war zuvor schon ein paar Jahre als Wirt tätig, wollte dann aber etwas Ausgefallenes, Modernes machen: «In meiner Jugendzeit ging jeder zweite Jugendliche in die USA. Es war das begehrteste Reiseziel», sagt Christian Steg. Auch er sei einige Male dort gewesen. So hatte er sich entschlossen, ein Lokal nach US-Vorbild aufzuziehen. Rund zehn Jahre nach der Gründung löste Stegs Ehefrau Ingemarie seine beiden Mitgründer ab und nun leiten die beiden das Café und 18 Mitarbeiter.

Während all der Jahre hatte das Restaurant keinen einzigen Tag geschlossen, selbst Sanierungsarbeiten wurden in die Nacht verschoben, um die Gäste bedienen zu können. Christian Stegs Freude an seinem Lokal ist ansteckend, auch wenn sich die Zeiten geändert haben. Der Amerika-Hype sei heute vorbei: «Die Jungen gehen nach Südostasien oder in die Karibik. Die USA hat nicht mehr diesen hohen Stellenwert.» Trotzdem möchte Steg weiterhin den US-Touch lebendig halten.


Bekannt für gute Burger

Das New York Café erfreue sich insbesondere bei Motorradfahrern grosser Beliebtheit: «In diesen Kreisen hat sich herumgesprochen, dass es hier sehr gute und günstige Burger gibt», sagt Steg. So treffen sich etwa die Mitglieder des Biker-Clubs HOG, die immer am 6. Dezember am «Harley Niggi-Näggi» als verkleidete Nikolause durch Basel düsen, einmal die Woche im Lokal. Zudem finden englischsprachige Kunden aus den umliegenden Firmen hier «ein Stück Heimat.» Die Freude der Stegs an ihrem Lokal strahlt offenbar auch auf seine Kinder aus: «Wenn sie möchten, dürfen sie später bei uns einsteigen.»

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