Bürgerjournalismus macht Spass!

Der journalistische Grundkurs richtet sich an Personen, die in ihren Vereinen, Gemeinden und Organisationen Kommunikationsaufgaben haben. Interessierte können sich ab sofort für den Kurs anmelden.

Kursleitung: Frank Lorenz (Reformierter Pfarrer in Reinach, gelernter Journalist) und Thomas Kramer (Chefredaktor «Wochenblatt») geben Laien an vier Samstagmorgen (Mai/Juni) weiter, worauf es bei journalistischen Texten und beim Fotografieren für
Kursleitung: Frank Lorenz (Reformierter Pfarrer in Reinach, gelernter Journalist) und Thomas Kramer (Chefredaktor «Wochenblatt») geben Laien an vier Samstagmorgen (Mai/Juni) weiter, worauf es bei journalistischen Texten und beim Fotografieren für eine Zeitung und das Internet ankommt. Foto: Frank Lorenz

Frank Lorenz / Thomas Kramer

Wer schreibt eigentlich immer im «Wochenblatt» und wie kommen die dazu? Wie machen die das? Wie fällt denen das ein und wie schreiben die das hin? Eigentlich hab ich schon immer mal rausfinden wollen, ob ich auch dort schreiben könnte. Die Begabung hätte ich. Und ich schreibe gern. Bin auch gut vernetzt in meiner Gemeinde. Und ich kriege viel mit, weil ich viel herumkomme, mich vielseitig engagiere oder einfach durch meine Familienarbeit viele Kontakte habe. Übrigens kann ich auch nicht schlecht fotografieren.»

Wer so oder ähnlich denkt, ist ein potenzieller Lokaljournalist, eine potenzielle Lokaljournalistin. Und von denen und mit denen leben die lokalen und regionalen Druckerzeugnisse und auch die lokalen Webseiten und Social-Media-Plattformen. Niemand mehr würde diese Zeitung lesen, hörte man hier nicht von den Dingen, die uns lokal angehen. Und damit ist nicht nur der offizielle Informationsblock der politischen Gemeinden mit Bauvorhaben und Kehrichtabfuhr gemeint. Nein: Genauso interessant sind jene Dinge, die sich in unserem direkten Lebensraum abspielen, oder die wir füreinander vorbereiten und durchführen.

Interessant sind die Meinungen der Miteinwohner unserer Gemeinden, sicher auch der Nachbargemeinden. Interessant ist auch die Meinungsverschiedenheit und wie sie in diesem Blatt ausgetragen werden. Und wichtig sind jene Beiträge, die das wiedergeben. Und jene, die das in einen grösseren Zusammenhang setzen und erklären. Die auch mal den Blickwinkel ändern. Die Vereine, die Institutionen, die Kirchgemeinden und Verbände sind in der öffentlichen Wahrnehmung so präsent, wie die Leute, die für diese schreiben und deren Artikel.

Win-Win-Situation

Darum bietet im Mai und Juni dieses Jahres das «Wochenblatt» zusammen mit der Reformierten Kirchgemeinde Reinach einen vierteiligen Grundkurs an für alle, die gern schreiben, und gern auch gelesen werden. Dieser richtet sich an Menschen, die in ihren Vereinen, Gemeinden und Organisationen Kommunikationsaufgaben haben, aber auch an Menschen, die sich vielleicht auch mal in Zukunft im «Wochenblatt» lesen wollen.

Der «Wochenblatt»-Chefredaktor Thomas Kramer und der gelernte Journalist Frank Lorenz, reformierter Pfarrer in Reinach, verantworten und leiten diesen Kurs gemeinsam. Diese überraschende Zusammenarbeit liegt wohl daran, dass sie beide Medienmanagement als Nachdiplomausbildung hatten und so Win-Win-Situationen erkennen: Das «Wochenblatt» und auch die Reinacher reformierte Kolumne, das «Kirchenfenster», gewinnt neue Schreibende, interessierte und begabte Laien können anwendungsorientiert ihre Kenntnisse erweitern, und alle «Wochenblatt»-Lesende bekommen jeden Donnerstag in ihrem Blatt schlicht noch mehr Lesegenuss.

Übrigens haben auch die grossen Blätter und Verlage die Bedeutung der Beteiligung der Lesenden entdeckt: Der «Blick» und «20 Minuten» bietet die Möglichkeit, per SMS, MMS, E-Mail oder Telefon als Reporter tätig zu werden. Die deutsche «Bild»-Zeitung stellt Presseausweise für Leser-Reporter aus. Der Hamburger «Stern» initiierte eine Bild-Agentur für Amateurfotografen. Die Medienwissenschaftler nennen diese Entwicklung «Bürgerjournalismus» und vergleichen diesen mit dem aus dem Internet bekannten «Blogs».

Jetzt anmelden!

Der Grundkurs, den Lorenz und Kramer anbieten, ist als Pilotprojekt zu verstehen. Vielleicht stösst eine solch niederschwellige Qualifizierung von Freiwilligen auf Interesse. Der Kurs findet in vier Teilen, jeweils an einem Samstagvormittag statt: Am 18. Mai, 25. Mai, 1. Juni und 15. Juni. In der Pause zwischen dem 3. und 4. Block erhalten die Teilnehmenden kleinere Schreibaufgaben, die am 15. Juni besprochen werden und bei entsprechender Eignung im «Kirchenfenster» bzw. im «Wochenblatt» publiziert werden. Zeit und Ort sind 9 bis 12 Uhr im Kirchgemeindehaus Mischeli. Mitzubringen ist jeweils nur Schreibzeug und viel Motivation.

Anmelden kann man sich ab sofort per E-Mail: <link mail>kurs@wochenblatt.ch. Für den Kurs zahlen Sie 300 Franken inkl. Dokumentation, Getränken und Pausenverpflegung. Alle, die sich für einen Verein, eine Organisation oder Institution im Einzugsgebiet engagieren, erhalten eine Reduktion von 150 Franken. Bitte Nachweis bei der Anmeldung beifügen. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt auf 25 Personen.

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