Augen auf und teilen!

Der Reinacher Preis 2017 geht an die Hilfsorganisation «Be aware and share». Es ist ein starkes Zeichen für die Flüchtlingshilfe. Zudem wurden zahlreiche Einzelpersonen und Institutionen geehrt.

Hochverdiente Preisträger: Gründer Bastian Seelhofer (2. v. l.) und Mitarbeitende von «Be aware and share» dürfen sich über den Reinacher Preis 2017 freuen.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Hochverdiente Preisträger: Gründer Bastian Seelhofer (2. v. l.) und Mitarbeitende von «Be aware and share» dürfen sich über den Reinacher Preis 2017 freuen. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Am letzten Freitagabend war der Gemeindesaal gut besetzt, als Gemeindepräsident Urs Hintermann bei der Verleihung des Reinacher Preises 2017 das Publikum begrüsste. Zunächst wurden alle bei der Auszeichnung von 25 Jubilaren und Ehrengästen auf die Folter gespannt, zumal die Laudatorinnen und Laudatoren sich nicht immer an ihre Redezeit hielten und zu anekdotischer Breite neigten. Umrahmt war der feierlich gestaltete Anlass durch die hintergründigen Lieder des Cantautore Tonino Castiglione. Nach der Pause, die zur Verpflegung genutzt wurde, kam Urs Hintermann zur Hauptlaudatio. Der diesjährige Reinacher Preis geht an die erst 2015 ins Leben gerufene Hilfsorganisation «Be aware and share»
(BAAS), salopp übersetzt: «Augen auf und teilen!»

Engagierte Jugend
Die Initiative zu diesem Projekt ging von Bastian Seelhofer aus, der bei der Gemeinde Reinach als Sozialpädagoge seine Ausbildung gemacht hat. 2015 wollte er aus innerem Antrieb Kleider an Notleidende nach Kroatien bringen. Am Ende waren es 13 Menschen und 6 Busse, die Hilfsgüter lieferten. Nach dem Engagement auf dem Balkan folgte eine Rekognoszierungsfahrt auf die Insel Chios, wo damals jede Nacht bis zu 1000 Menschen ankamen. In Chios entstand im April 2016 eine erste Schule, der ein Jugendzentrum und eine Sekundarschule folgten. «Wir bleiben auf Chios, so lange es uns hier braucht», sagt Seelhofer, «danach geht vielleicht eine Gruppe nach Samos, Athen oder Izmir.» Das eindrückliche, effiziente Hilfswerk, in dem auch einige junge Erwachsene aus Reinach mitwirken, kann durch Patenschaften und Spenden unterstützt werden.

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