Agir 2026: Weitere Sponsoren undeine Gastregion gesucht
Im September steht die KMU-Messe Agir 26 an. An der Generalversammlung von kmu Reinach gab das OK Einblick in den Planungsstand.

«Wenn der Vorstand einen guten Job macht, kommen die Mitglieder zahlreich», lobte Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser an der Generalversammlung vergangene Woche im WBZ Reinach. Die voll besetzten Tische und die diskussionslos angenommenen Traktanden bestätigten: Die Mitglieder von kmu Reinach sind zufrieden mit der Arbeit des Vorstandes.
Buser liess es sich in seiner kurzen Ansprache allerdings nicht nehmen, zu einer kurzen Tour durch die 16 Initiativen, die die Wirtschaftskammer im vergangenen Jahr eingereicht hatte, auszuholen. Einige dieser Initiativen seien als nicht rechtsgültig oder teilweise ungültig bezeichnet worden. Buser tat das mit den Worten ab: «Glauben Sie nicht alles, was in der Zeitung steht», und ging dazu über, unter den Gewerbetreibenden Werbung für ein politisches Amt zu machen.
Nächstes Jahr sind Wahlen, Kandidierende aus dem KMU-Umfeld seien sehr wichtig, betonte er und ergänzte, die Wirtschaftskammer biete sowohl für Gewerbevereine als auch für KMU Unterstützung.
Lobende Worte kamen auch von Gemeindepräsident Ferdinand Pulver (FDP). Er betonte in seiner Ansprache, Reinach wolle für KMU gute Rahmenbedingungen bieten. «Wir wollen den Dialog zwischen Gemeinde und Gewerbe fördern und gemeinsam an einem Strang ziehen», sagte er. Mit einem Anlass wie der Gewerbemesse Agir 2026 steige das Zusammengehörigkeitsgefühl in Reinach, so Pulver.
Die Generalversammlung stand denn auch klar im Zeichen der Agir. Die Gewerbeausstellung fand das letzte Mal im Jahr 2018 statt und soll in diesem Jahr den damaligen Besucherandrang von rund 30 000 Besuchenden gar überbieten.
Das Programm soll von 11. bis 13. September die Kraft der regionalen Wirtschaft aufzeigen. Passend zum Messe-motto «hoch hinaus» wartet die Agir mit einem Riesenrad als Tor zur Messe auf. Dieses könne auch von Firmen gemietet werden, erklärte Daniel Haldemann, im OK zuständig für Kommunikation und Grafik. Einzig eine Gastregion hat die Agir noch nicht: Daniela Vorpe, kmu-Reinach- und Agir-OK-Präsidentin, erklärte, die Suche gestalte sich noch etwas schwierig.
Die Jugend vermehrt im Fokus
Neu soll die Messe stärker auf den Nachwuchs zugeschnitten werden. Am Freitag sollen Schülerinnen und Schüler, die eine Lehrstelle suchen, die Möglichkeit erhalten, Unternehmen an der Agir besser kennen zu lernen. Der Vorteil sei, dass die Schülerinnen und Schüler am Samstag und Sonntag mit ihren Eltern noch einmal am Stand des Unternehmens vorbeikommen könnten. So entstehe ein Austausch, der für beide Seiten bereichernd sei, so Haldemann. Damit die Agir ein Erfolg wird, hat das OK vier Hauptsponsoren gewinnen können. Auch kmu Reinach selbst ist einer davon: 20 000 Franken investiert der Gewerbeverein – dank sparsamem Umgang mit den Finanzen in den vergangenen Jahren sei dies möglich, erklärte Kassier Daniel Pajer.
Insgesamt habe das OK rund 140 000 Franken an Spendengeldern budgetiert, rund 100 000 Franken seien bereits eingegangen, sagte Sponsoring-Chef Martin Ming. «Wer etwas beisteuern möchte, kann ein Gewerbe-Held werden»: Für 999 Franken werde der oder die Spenderin als Gewerbe-Held auf der Anzeige des Riesenrads gelistet.
Interessierte Unternehmen können sich für die Agir noch anmelden.


