Reinach
07.08.2020

Pures Fussballvergnügen

Mit Leidenschaft dabei, trotz grosser Hitze: Szene vom Match Australien – Deutschland.  Foto: Axel Mannigel

Mit Leidenschaft dabei, trotz grosser Hitze: Szene vom Match Australien – Deutschland. Foto: Axel Mannigel

Vom 27. bis 31. Juli fand in Reinach das sommerliche Fussballcamp von MS Sports statt. 64 Kinder hatten eine Woche Ferienspass inklusive Mini-WM zum Abschluss.

Von: Axel Mannigel

Heisse 36 Grad im Schatten, nahezu vollständig blauer Himmel und ein Haufen gut gelaunter, intensiv aktiver Kids (es waren 63 Jungs und 1 Mädchen) – so präsentierte sich die Sportanlage Fiechten am vergangenen Freitagnachmittag. Die Endrunde der obligatorischen Mini-WM war gerade im Gange, und die Teams gaben alles, um am Schluss Turniersieger zu sein. Am Rand der Spielfelder versuchten Eltern ihre Kinder trotz der Temperaturen und der Woche in den Beinen nochmals zu Höchstleistungen zu bewegen. «Die allermeisten Kinder schlagen sich sehr gut», meint Campleiter Andreas Bieri. «Sie trinken viel, haben Sonnenschutz aufgetragen und halten sich im Schatten auf, wenn sie nicht spielen.» Und Mario Sager, Gründer und CEO von MS Sports, sagt: «Am Freitag war der heisseste Tag und wir haben am Morgen die Weisung herausgegeben, viele Trinkpausen einzuplanen, gleichwohl aber die Mini-WM durchzuführen. Sie ist schliesslich das Highlight der Woche.» Dies bestätigten die Jungs, die mit sehnsüchtigem Blick vor dem Tisch mit den Pokalen standen.


Kaum Einschränkungen im Spielbetrieb
Das Fussballcamp in Reinach war eines von etlichen Camps, die der in Rickenbach LU beheimatete Veranstalter MS Sports diesen Sommer durchgeführt hat und durchführt. Für Campleiter Andreas Bieri, der sonst Sport und Geschichte studiert, war es das vierte Camp, dass er praktisch nacheinander leitete. Er lacht: «Wir haben hier alle eine gute Zeit und es macht viel Spass, die Camps zu leiten.» Er ist als Freelancer bei MS Sports dabei und wird vom Veranstalter dort eingesetzt, wo es ihn braucht. «Manchmal gibt es den Fall, dass der Campleiter aus dem Ort kommt, in dem das Camp stattfindet, aber das ist relativ selten», so Mario Sager. Das hat auch mit den unterschiedlichen Ferienzeiten zu tun: «Von Frühling bis Herbst gibt es grundsätzlich zehn Wochen Ferien, wir sind aber wegen der Verschiebungen 25 Wochen im Einsatz.» In Bezug auf Covid-19 habe es wenig bis gar keine Einschränkungen gegeben, da es sich bei den Camps um Veranstaltungen unter 300 Personen handelt. «Die Kinder müssen symptomfrei kommen, wir führen Präsenzlisten und achten aufs Händewaschen, was wir aber schon immer getan haben», fasst Sager die Massnahmen zusammen.


Neue Freunde und gutes Essen
Auf dem Platz ging das Turnier inzwischen in die finale Phase. Als der Schlusspfiff ertönte, hatte sich bei den Älteren Argentinien mit 1:0 gegen Frankreich durchgesetzt, bei den Jüngeren konnte Australien mit 3:1 über Deutschland triumphieren. Bei der anschliessenden Siegerehrung mit Pokalen, Medaillen und Geschenken der Sponsoren wurden nicht nur diese Erfolge geehrt, sondern auch Leistungen während der Woche, etwa bei den Super Games am Mittwoch. Die Kinder waren begeistert: «Es war super! Mit den tollen Kollegen hatte ich viel Spass und perfekte Zusammenspiele. Wir haben alle rasiert», grinst Yuki (11) aus Arlesheim. Gian, ebenfalls elf und aus Therwil, lobt ausser den neuen Freunden noch das gute Essen. «Es war super, so viele Matches zu spielen. Ausserdem hatten wir ein gutes und faires Team», freut sich auch Loris (9). Glückliche Eltern schlossen nach Campende ihre Ronaldos, Dybalas und wie die Stars alle heissen, in ihre Arme und zusammen machten sie sich auf zu einer ordentlichen Abkühlung.