Mit Putzen die Hemmschwelle für Littering senken

Nachdem der neue Weiher am Rande der Reinacher Heide am 22. Juni der Bevölkerung übergeben wurde, geht es nun darum, ihn und die Umgebung sauber zu halten.

Im Einsatz für die Natur: Marco Agostini vom Verein Suuberewald.  Foto: Axel Mannigel
Im Einsatz für die Natur: Marco Agostini vom Verein Suuberewald. Foto: Axel Mannigel

Schön liegt er da, der neue Weiher am ehemaligen Standort der ARA Birs. Weitläufig gestaltet mit Wasser, Kies und — noch spärlichen — Pflanzen lädt er Mensch und Tier zur Erholung ein. Aus diesem Grund ist der Weiher in einen vorderen Bereich für die Bevölkerung und einen hinteren als Refugium für die Tiere zweigeteilt. Eine Pyramide erlaubt eine Beobachtung der Tiere aus Distanz. Noch ist die Anlage neu — Spaziergänger betrachten interessiert die Weiherlandschaft. Doch bald schon wird der Weiher ganz in der Birspark-Landschaft integriert sein und von der Bevölkerung der umliegenden Gemeinden genutzt werden. Aber wo Menschen sind, gibt es auch Müll und Verunreinigung. Gemeinsam mit dem Verein Suuberewald will die Gemeinde Reinach genau diesem Aspekt von Anfang an begegnen und die Landschaft abfallfrei halten.


Tickende Zeitbomben
«Unser Name ist zwar Suuberewald, aber wir putzen nicht nur Wälder, sondern überall in der Natur, wo wir Abfall sehen», so Marco Agostini, Präsident des Vereins. Zusammen mit Vizepräsident Lucio Sansano hat er Suuberewald im März 2019 gegründet. Seither, aber auch schon vorher, sammelt er mit Gleichgesinnten Müll und Abfall und befreit so die Natur von möglichen Zeitbomben. Agostini: «Ein Zigarettenstummel verunreinigt ungefähr 40 Liter Wasser und vom sich zersetzenden Plastik wissen wir gar nicht, was das für Folgen haben wird.»

Von Anfang an hat Suuberewald die Raumpatenschaft für den Weiher übernommen, was bedeutet, dass sich Agostini und seine Mitstreitenden darum kümmern, dass die Weiherlandschaft abfallfrei bleibt. «In der letzten Woche waren Lucio und ich ein paar Mal hier, noch ist die Situation sehr erfreulich», bilanziert Agostini. Wenn etwas neu sei, dauere es immer eine Weile, bis es wieder verschmutzt werde, meint der Umweltschützer. Bei einem Rundgang über die Weiherlandschaft findet er wenig und was er findet, sei teilweise hingeweht worden. «Wir werden die Situation im Auge behalten und freuen uns über weitere Mitstreiter.» Wenn es eine grosse Gruppe werde, die sich um den Weiher kümmern will, sei es sinnvoll, auch die Sitzstufen und den dazugehörigen Birsabschnitt dazuzunehmen.


Hemmschwelle senken
Eine andere Möglichkeit des Einsatzes ist der über die IG saubere Umwelt (IGSU), auch dort können Raumpatenschaften übernommen werden. Im Gegensatz zum lokalen Verein Suuberewald, der in Pfeffingen sein Domizil hat, ist die IGSU überregional. Allen Bemühungen gemein ist die Erkenntnis, dass durch regelmässiges Aufräumen die Hemmschwelle steigt, Abfall liegen zu lassen.

 
Weitere Informationen und Kontakt: www.suuberewald.com, 079 353 08 91 oder evelyn.lenzin@reinach-bl.ch

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