Einwohnerrat gibt grünes Licht für Ausbau der Sportanlage Fiechten

Erstmals nach dem Lockdown fand der Einwohnerrat am Montag wieder zusammen. Dabei wurden zwei gewichtige Entscheide gefällt.

Mehr Fussball: Hier am südlichen Rand der Sportzone Fiechten soll voraussichtlich bis Sommer 2021 ein neues Kunstrasenfeld mit Beleuchtung und Sitzgelegenheiten gebaut werden. Foto: Martin Staub
Mehr Fussball: Hier am südlichen Rand der Sportzone Fiechten soll voraussichtlich bis Sommer 2021 ein neues Kunstrasenfeld mit Beleuchtung und Sitzgelegenheiten gebaut werden. Foto: Martin Staub

Trotz der schwierigen finanziellen Lage Reinachs, die sich als Folge der Corona-Krise noch verschärfen dürfte, genehmigte der Einwohnerrat für den Neubau eines Kunstrasenfeldes in der Sportzone Fiechten einen Kredit über 2,3 Millionen Franken. Damit kann der FC Reinach pünktlich zu seinem 100-jährigen Jubiläum im kommenden Jahr seine Trainings- und Spielaktivität vollständig in die Sportzone Fiechten verlegen.

Die Nutzung des in die Jahre gekommenen Spielfeldes am alten Standort Einschlag ist damit Geschichte. Zwar legte der Gemeinderat dem Parlament die Möglichkeit einer Sanierung des bestehenden Feldes am Einschlag vor, empfahl jedoch — etwa auch aus logistischen Gründen — die Verlegung des dritten Spielfeldes in die Sportzone Fiechten. «In der momentanen Situation Geld für ein Fussballfeld zu sprechen, mag nicht opportun erscheinen», so SP-Einwohnerrat Markus Maag. Doch hätte man «gerade während der Krise gespürt, wie wichtig Teamsportarten, die gemeinsames Erleben fördern, sind.» Der FC Reinach könne eine «effizientere Juniorenförderung betreiben», wenn alle Mannschaften am selben Ort trainieren würden, so Roland Ming, Vereinspräsident FC Reinach, in einer Stellungnahme.


Finanzielle Beteiligung
Da das neue Spielfeld hauptsächlich dem FC Reinach zugute kommen wird, wurden im Einwohnerrat Stimmen laut, die eine finanzielle Beteiligung des Vereins einforderten, etwa durch die Erhöhung des Mitgliederbeitrages: «Dies ist in der einen oder anderen Form durchaus denkbar. Im Rahmen der Verhandlungen zum neuen Leistungsvertrag mit dem FC Reinach werden wir das besprechen», so die zuständige Gemeinderätin Christine Dollinger (SP) gegenüber dem Wochenblatt.

Im Vorfeld dieser zweiten Bauetappe im Fiechten wurden auch Bedenken bezüglich des Schutzes der umliegenden Natur geäussert. Dollinger dazu: «Der Abstand vom Zaun zum Wald beträgt 16 bis 17 Meter. Zudem hat der Zaun unten einen Spalt für Kleintiere wie Igel und Mäuse. Der Naturschutz wurde von Anfang an in die Planung einbezogen.» Der Baustart im Fiechten ist für kommenden Winter vorgesehen. Ein Bezug wäre auf die Vorrunde im Sommer 2021 möglich.

Provider-Entscheid
Nun ist es definitiv: Die Improware AG wird ab Januar 2021 der neue Provider des Reinacher Kabelnetzes. Der Einwohnerrat ist damit der Empfehlung des Gemeinderates gefolgt, den Zuschlag für die in Pratteln ansässige Firma zu genehmigen. Damit ist die InterGGA als Provider aus dem Spiel. Weiter nahm der Einwohnerrat die Orientierungen des Gemeinderates bezüglich Submissionsverfahren Netzverkauf zur Kenntnis. «Wir prüfen die offenen Fragen in strategischer und finanzieller Hinsicht und werden im Herbst dem Einwohnerrat eine Vorlage unterbreiten», so BDP-Gemeinderätin Doris Vögeli zum Wochenblatt. Auch die Improware AG ist als möglicher Käufer des Netzes im Spiel. Bis diesbezüglich ein Entscheid gefällt wird, fliesst noch viel Wasser die Birs hinunter – ein Verkauf wäre frühestens 2023 möglich.

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