Zunahme von Diebstählen: Die Behörden reagieren

Zusätzliche Patrouillen sowie eine Informations- und Aufklärungsveranstaltung sollen das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung steigern.

Hier ein kleiner Einbruch in ein Haus oder dort der Diebstahl eines Mobiltelefons aus dem Rucksack einer Passantin: Aktuell werden in Aesch auch oft aus Autos Wertgegenstände gestohlen, weil das Fahrzeug nicht verschlossen oder ein Fenster aufgehebelt wird. In Aesch soll die Sicherheitslage angespannt sein, glaubt man Aussagen in den sozialen Medien.

Auch Meldungen zu Einbrüchen waren in letzter Zeit in den Medien der ­Region gefühlt öfters zu lesen oder zu hören als früher. Und tatsächlich ist eine leichte Steigerung zu verzeichnen, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt. Niederschwellige Delikte oder Kleindelikte im Vermögensbereich haben zugenommen. Allerdings nicht nur in Aesch, sondern auch in anderen Kantonsteilen, wie neben der Gemeinde auch der Baselbieter Polizeisprecher Adrian Gaugler bestätigt.

Im Vergleichszeitraum zwischen den ersten beiden Halbjahren 2022 und 2023 konnte kantonsweit eine mässige Steigerung der Fallzahlen festgestellt werden. «Signifikant gestiegen sind die Fallzahlen im Bereich Diebstahl ab oder aus Fahrzeugen. Dieser Trend trifft auch auf die Gemeinden Aesch und Arlesheim zu. Aber nicht nur im Baselbiet ist diese ­Entwicklung feststellbar, auch weitere Kantone in der Nordwestschweiz sind davon betroffen», präzisiert Gaugler.

Mehr Patrouillen beim Dorfplatz

Darunter leidet insbesondere das subjektive Sicherheitsgefühl, vor allem natürlich der Geschädigten. Das schlägt sich schlussendlich auch auf die Stimmung im Dorf nieder. Letzten Dienstag haben die Baselbieter Polizei und der Aescher Gemeinderat deshalb die Sicherheitslage diskutiert und Massnahmen beschlos-sen: So wird die Patrouillentätigkeit der Sicherheitsdienste verstärkt. Bis zum 1. September werden donnerstags und freitags in den frühen Abendstunden zusätzliche Patrouillen unterwegs sein. Damit wurde ein privates Sicherheitsunternehmen beauftragt. In erster Linie sollen die Sicherheitsleute die angespannte ­Situation rund um den Aescher Dorfplatz sowie an weiteren Orten verbessern. ­Dabei geht es um Sicherheitsbedenken, die in die Kategorie «Ruhe und Ordnung» eingeteilt werden können, also vor allem Lärmbelästigungen, Littering oder Verstösse gegen Aufenthaltsverbote.

Nichts auf dem Silbertablett servieren

Für Diebstähle, Einbrüche und Überfälle ist nach wie vor die Kantonspolizei zuständig. Doch was sollen Beobachter oder Zeuginnen machen, wenn sie etwas Verdächtiges mitbekommen? «Unbedingt sofort via 112 oder 117 die Polizei rufen», bittet Gaugler. Nur so könne die Polizei umgehend entsprechende Massnahmen ergreifen. Das sei ein zentraler Punkt, betont er. Ganz wichtig sind auch vorbeugende Massnahmen.

Mit ein paar kleinen Kniffen und Verhaltensweisen kann ein Diebstahl verhindert oder der Täterschaft weisgemacht werden, dass ein Delikt nicht lohnenswert ist. «Lassen Sie keine Wertgegenstände im Auto zurück», bittet der Polizeisprecher in der aktuellen Situation. Gerade Ausweise, Mobiltelefone, Bank- oder Kreditkarten oder Hausschlüssel sind eine beliebte Beute. Weiter fordert Gaugler die Automobilisten auf, immer (auch in Einstellhallen und Garagen) sämtliche Fenster und Türen zu schliessen. Das gilt ebenso für das Schiebedach. «Auch der Kofferraum ist kein sicherer Ort zur Aufbewahrung von Wertgegenständen», ergänzt er.

Weitere Tipps werden der Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung nach den Schulsommerferien gegeben. Dabei informiert die Gemeinde zusammen mit der Polizei Basel-Landschaft über die aktuelle Situation. Wachsam sein und die Präventionstipps der Polizei und von ­Sicherheitsfachstellen beachten gilt gerade jetzt in der Ferienzeit.

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