«Zeitgemässer denn je»
Vom 11. bis zum 13. September kehrt die KMU-Messe AGIR auf dem Schulareal Fiechten mit 115 Ausstellerfirmen und einem vielfältigen Rahmenprogramm zurück. Auch das Wochenblatt ist mit einem Stand dabei.

Das Organisationskomitee der Ausstellung Gewerbe und Industrie Reinach – kurz AGIR – will «hoch hinaus». So lautet das Motto der ersten KMU-Messe in Reinach seit acht Jahren. Aufgrund der Coronapandemie und des Stadtfests im Rahmen des 850-Jahr-Jubiläums der Gemeinde Reinach entschied sich der Gewerbeverein KMU Reinach für eine Verschiebung ins Jahr 2026. Mit dem Motto «hoch hinaus» möchten die Verantwortlichen ein klares Signal senden. «Rund um und auch in der Schweiz knorzt es überall ein wenig. Mit der AGIR wollen wir ein positives Zeichen setzen», betont Adrian Billerbeck, im Organisationskomitee zuständig für das Ressort Bau. «Man darf träumen und gross denken», ergänzt Daniel Haldemann, verantwortlich für das Ressort Kommunikation und Lehrberufe.
Wortwörtlich hoch hinaus können die Besucherinnen und Besucher an der AGIR mit dem 38 Meter hohen Riesenrad «White Wheel». Damit das Highlight der Messe preislich für alle erschwinglich ist, kostet die Fahrt dank der Sympathiepartnerin Bürgergemeinde Reinach nur gerade 5 Franken. «Das Riesenrad geht über das Schulhaus hinaus und bietet so einen wunderbaren Weitblick über Reinach hinaus», frohlockt Haldemann.
Braucht es die AGIR überhaupt noch?
Obwohl acht Jahre seit der letzten Durchführung der AGIR vergangen sind, hält das Organisationskomitee am bewährten Grundkonzept fest. «Es wird wiederum eine Kombination aus Gewerbeausstellung, Unterhaltung und Kulinarik», beschreibt OK-Präsidentin Daniela Vorpe. Der Geselligkeit wird auch dieses Jahr viel Raum geboten: auf der Eventbühne mit Musik, Tanz und vielfältigen Showelementen und dem Foodcourt mit den Foodtrucks, die von regionalen Akteuren und Vereinen betrieben werden.
Man habe sich in den vergangenen Jahren durchaus Überlegungen dahingehend gemacht, ob eine KMU-Messe im Zeitalter der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz noch immer zeitgemäss ist, verrät Vorpe. Auch aus Rückmeldungen und Wünschen der Betriebe sei aber klar geworden, dass ein physisches direktes Zusammenkommen von Firmen, Kundinnen und Kunden und potenziellen Lehrlingen noch immer gefragt ist. Für die OK-Präsidentin ist klar: «Der persönliche Kontakt ist zeitgemässer denn je.»
Alle Standplätze vermietet
Dass die AGIR als physische KMU-Messe noch immer gefragt ist, zeigen die Anmeldezahlen: Mit 115 Firmen sind alle verfügbaren Standplätze vergeben. Festgestellt hat das OK, dass die Betriebe spontaner entscheiden, ob sie teilnehmen wollen oder nicht. Auch kam es früher zu Abmeldungen, was bisher nicht der Fall war. Neben der finanziellen Situation der Betriebe stelle die Präsenz von Mitarbeitenden vor Ort über drei Tage eine Herausforderung dar. «Man muss als Firma gleichzeitig den ordentlichen Geschäftsbetrieb aufrechterhalten», gibt Billerbeck zu bedenken. Die Ausstellerfirmen kommen mehrheitlich aus Reinach und den umliegenden Gemeinden. Die Gemeinde Reinach als Standortpartnerin leistet eine wichtige Unterstützung mit dem Einsatz ihrer Werkhof-Mitarbeiter. Dennoch habe die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde auch bei der AGIR 26 dazu geführt, dass die Unterstützung, die in der Vergangenheit geleistet werden konnte, wesentlich reduziert werden musste. Das OK musste dadurch zusätzliche Sponsoren suchen.
Berufsmesse zum Start
Neu integriert in die AGIR wurde eine Berufsmesse. Am Freitagnachmittag sind neunte Klassen eingeladen. So können Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach einer Lehrstelle mit Betrieben, die Lehrstellen anbieten, in Kontakt treten. Das sei der ausdrückliche Wunsch von Lehrpersonen gewesen, sagt Haldemann. «Das Bedürfnis ist beidseitig. Auch die Betriebe schätzen den direkten Dialog mit potenziellen Lehrlingen.» Anmeldungen von Schulklassen für die Berufsmesse reichten bis ins Leimental und nach Basel.
Mit 115 Ausstellerfirmen, Riesenrad, Hüpfburg, Kinderschminken und einem vielfältigen kulinarischen und kulturellen Angebot auf dem Schulhausplatz und auf der Eventbühne erhofft sich das Organisationskomitee ein Programm, das viele Interessen abdeckt und alle Generationen anspricht.


