Wasserolympiade: Feucht-fröhlicher Wettkampf für Gross und Klein im Schwimmbad Arlesheim
Die Wasserolympiade von Aquarius startete vergangenes Wochenende in Arlesheim. Bei dem Event treten Familien und Teams in Wasserspielen gegeneinander an.
Es herrscht viel Betrieb am Sonntagnachmittag im runden Nichtschwimmerbecken im Schwimmbad Arlesheim. Das liegt einerseits am heissen Wetter, aber andererseits sind auch Olympische Spiele angesagt. Die Wasserolympiade macht Station im und am Becken und fordert Jung und Alt in verschiedenen Disziplinen heraus. Zuerst tanzen sich die Kinder und Eltern warm und kühlen sich im Wasser gleichzeitig mit Spritzern ab. Dann wird das Becken für die erste Herausforderung geräumt. «Da drüben hat es auch noch Wasser», meint Moderatorin Jessica charmant zu einem einzelnen Kind, das nur planschen will.
Die ersten zwei Teams machen sich im Wasser bereit. Der Teamkapitän trägt eine Froschmütze und ist so für alle zu erkennen. Beide Teams halten je ein Tuch auf der Wasseroberfläche, auf dem je ein grosser Plastikball balanciert werden muss. Damit geht es quer durchs Becken, ohne den Ball abzuwerfen. Ein Vater zeigt vollen Einsatz und zieht seinen Sprössling hinterher, sodass das Team vorne liegt. Auch beim zweiten Spiel arbeiten die Erwachsenen zur Freude der Kinder. Das Becken ist mittlerweile mit verschieden grossen Gummienten gefüllt worden. Auf einem Schlauchboot mit nur einem Ruder müssen die Teammitglieder so viele Entchen wie möglich einsammeln. Die gefangenen Quietschenten fliegen anschliessend zu einem weiteren Teammitglied am Beckenrand, das die Entchen mit einer übergrossen Hose fangen muss. Das nächste Spiel geht tiefer: Jedes Team erhält einen aufblasbaren Oktopus und muss nach verschiedenen Gegenständen tauchen. Aber nur die gerade angesagten Objekte geben auch Punkte.
Aufgedrehte Kinderfinden es «cool»
Ein Junge in einem viel zu grossen dunkelroten Überziehleibchen wird gefragt, wie er denn die Wasserspiele finde. «Cool», hört man ihn noch sagen, bevor er weiterflitzt und mit einem satten Sprung ins Becken fliegt. Sein Team ist gleichzeitig aufgerufen worden, sich bereitzuhalten. Die Kinder sind zu aufgedreht, um mehr als einen Satz zu sagen, und die Eltern sind einfach begeistert, weil der Nachwuchs im Element ist.
Organisatorin und «Erfinderin» Prisca Wiederkehr meint in einer ruhigen Minute, dass sie viele Leute erwartet habe, aber: «Dieser Andrang ist ein Erfolgserlebnis.» 17 Teams, bei denen meist sechs bis acht Personen, darunter auch kleine Kinder, dabei waren, hatten noch nie mitgemacht.
Wiederkehr startete als Hochbauzeichnerin in ihr Berufsleben. Doch statt nur im Büro zu sitzen und Pläne zu zeichnen, wollte sie noch etwas anderes machen und begann eine Ausbildung im Eventmarketing. Als Abschlussarbeit musste sie einen Event komplett durchplanen. Da sie schon immer gerne im und am Wasser war, kam ihr die Idee dazu. Es blieb aber nicht nur bei der schulischen Theorie auf Papier: Wiederkehr setze ihren Plan um und er wurde ein Erfolg. Kinder und Eltern bestürmten sie, das doch weiterzuführen. Also organisierte sie ein einmaliges Crowdfunding und konnte auch Sponsoren gewinnen.
Gestartet ist sie mit sieben Olympiaden im ersten Jahr. 2026 werden bereits 20 absolviert. «Der Event ist kostenlos und es können ganze Familien mitmachen», erklärt sie ihr Erfolgsgeheimnis. Auch die Gartenbäder unterstützen die Wasserolympiade. Denn es ist eine Win-win-Situation. Es läuft etwas und zieht Leute an. «Im Allgemeinen machen wir positive Erfahrungen», sagt Wiederkehr. Sie und eine ihrer Mitarbeiterinnen haben auch die Bademeisterausbildung absolviert. So ist für die Sicherheit gesorgt, auch wenn Eltern die Verantwortung für ihre Kinder tragen. Doch die Spiele sind so geschaffen, dass sie problemlos von Jung und Alt absolviert werden können.
Die Wasserolympiade macht diesen Sommer auch Halt in den Gartenbädern Aesch, Dornach und Reinach. Weitere Infos finden Sie auf www.aquarius-events.ch.






