Von der klassischen Pflege bis zur noblen Residenz

Am kommenden Wochenende öffnet Senevita die neue Altersresidenz Birsgarten auf dem ehemaligen Stöcklin-Areal in Reinach für die Öffentlichkeit. Die Nachfrage nach Wohnungen ist gross.

Einblick: ein Zimmer im neuen Pflegeheim. Foto: ZVG
Einblick: ein Zimmer im neuen Pflegeheim. Foto: ZVG

Wenige Tage vor dem Einzug der ersten Bewohnerinnen und Bewohner am 19. Januar wird emsig geputzt, die letzten Testläufe durchgeführt und die Abläufe in der Küche erprobt. Mit Senevita eröffnet der nach der Übernahme durch Tertianum schweizweit grösste Anbieter von Altersresidenzen ein neues Haus im Birseck. Die Nähe zur Birs, der grüne Innenhof und die grüne Umgebung gaben der Altersresidenz den Namen «Birsgarten». Die 126 Meter lange Altersresidenz befindet sich am Bruggrain gerade noch auf Reinacher Boden. Die unmittelbare geografische Nähe zu den Gemeinden Aesch, Arlesheim und Dornach sorge für ein grosses Einzugsgebiet, betont Geschäftsführer Christian Schüpbach. «Wir spüren, dass hier in der Region ein grosses Bedürfnis nach Pflegebetten und Wohnungen mit Betreuung und Dienstleistungen besteht.»

Noch vor der offiziellen Eröffnung konnte Senevita 45 Verträge für die 52 1,5- und 2,5‑Zimmer-Wohnungen mit Betreuung und Dienstleistungen abschliessen. Der Betreiber ging ursprünglich davon aus, dass es bis zur vollen Auslastung des Hauses drei Jahre dauern würde. «Das werden wir definitiv unterschreiten. Eine solche Belegung hat es in der Geschichte von Senevita noch nie gegeben», sagt Schüpbach. Der Geschäftsführer der Altersresidenz Birsgarten glaubt nicht, dass sich die Betreiberinnen und Betreiber von Pflegeheimen im Birseck gegenseitig Bewohnerinnen und Bewohner wegnehmen werden, im Gegenteil: «Die demografische Entwicklung bedeutet eindeutig, dass es in Zukunft mehr Angebote im Alter brauchen wird.»

Grosse Bandbreite an Zimmern und Preisen

Angebote im Bereich betreutes Wohnen stossen gemäss Schüpbach auf eine steigende Nachfrage. Doch gerade da sind viele Gemeinden noch immer ungenügend aufgestellt. Zum betreuten Wohnen im Senevita Birsgarten gehören unter anderem ein 24‑Stunden-Notfalldienst, Spitex-Leistungen, ein wöchentlicher Reinigungsdienst und ein tägliches Dreigang-Mittagessen. Für die 88 Pflegezimmer hat Senevita mit den Gemeinden Reinach, Aesch und Duggingen Leistungsvereinbarungen abgeschlossen. Die speziell eingerichtete Demenzabteilung mit eigenem Garten bietet 22 Pflegebetten.

Senevita mit Hauptsitz in Muri (BE) betreibt schweizweit 40 Altersresidenzen. Doch warum nennt Senevita seine Häuser Residenzen und nicht Pflegeheime, was automatisch einen hochwertigeren und gefühlsmässig teureren Eindruck hinterlässt? «Senevita ist offen für alle. Wir werden im Birsgarten ein Zuhause mit familiärem Ambiente bieten», versichert Schüpbach. Senevita betreibe wenige Häuser im höheren Preissegment. Der Begriff «Altersresidenz» stamme von der Breite des Angebots, von der klassischen Alterspflege bis zum gehobenen Wohnen im Alter, erklärt Schüpbach.

Mit «Viel mehr als ein Altersheim» bewirbt Senevita die neue Altersresidenz in Reinach. Auch im Birsgarten ist die Bandbreite des Angebots und entsprechend der Preise gross. Im Bereich Pflege richte sich die Senevita Birsgarten nach den gesetzlichen Vorgaben im Kanton Baselland. Die 1,5-Zimmer-Wohnungen kosten inklusive Dienstleistungen und Nebenkosten zwischen 2650 und 4290 Franken pro Monat. Die Bandbreite für 2,5-Zimmer-Wohnungen reicht von monatlich 2930 bis 5220 Franken.

Fast ein Heimspiel für den Geschäftsführer

Die Senevita Birsgarten möchte die Nähe zur unmittelbaren Nachbarschaft pflegen, betont Schüpbach. Gerade das öffentliche Restaurant mit grosszügigen Öffnungszeiten soll zu einem Kontaktpunkt zur Bevölkerung werden. Für Schüpbach ist der neue Arbeitsplatz auch ein Heimkommen. Zuvor hat der Arlesheimer während sieben Jahren gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Natascha Bönicke die Senevita Sonnenpark in Pratteln geführt. Auch Bönicke arbeitet künftig im Birsgarten.

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