Viertelstundentakt soll schon früher kommen
Verkehr
fam. Heute Donnerstag wird bestätigt, was das Wochenblatt bereits im April berichtete: Der Viertelstundentakt auf der Strecke Basel–Aesch wird ab 2028 eingeführt. Die beiden Basel, der Kanton Solothurn und die SBB haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Das Birstal profitiert damit früher als geplant von temporär mehr Zügen zwischen Basel und Aesch. Zuvor war eine Einführung nach 2035 geplant.
Eine zwingende Voraussetzung dafür ist die Inbetriebnahme des Wendegleises in Aesch. Dieses ermöglicht es, dass zusätzliche Züge wenden können, ohne andere Züge zu blockieren.
Das Wendegleis Aesch sei gemäss Angaben der SBB in der Projektierung weit fortgeschritten und befinde sich im Plangenehmigungsverfahren. Die Kostenprognose belaufe sich auf 13 Millionen Franken. Der Baustart ist für Anfang 2028 vorgesehen. Die termingerechte Umsetzung hänge jedoch von Faktoren wie Einsprachen und Beschwerden, verfügbaren Mitteln im Bahninfrastrukturfonds des Bundes und Entscheiden von Bund und Politik zur Vorlage «Verkehr ’45» ab.
Teil des Projekts sei zudem eine Optimierung der Signalanlage zwischen Aesch und Münchenstein, eine sogenannte Zugfolgezeitverkürzung. Sie erlaube, dass sich die Züge dort in kür-zeren Abständen folgen können, und ermögliche so einen stabileren und pünktlicheren Takt.
Einen Wermutstropfen gibt es: Der Viertelstundentakt soll nur bis 2034 eingeführt und dann wieder pausiert werden. Grund dafür ist der Baustart des Bahnausbauprojekts «Basel SBB West». Aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten wird die Kapazität im Bahnhof Basel SBB eingeschränkt sein. Deshalb muss während der Bauphase der ganztägige Viertelstundentakt Basel–Aesch nach heutigem Planungsstand für mehrere Jahre pausiert werden. Er soll nach der Bauphase wieder aufgenommen werden.


