Spartenpreis geht an Reinacher

Muhammed Kaltuk. Foto: zVg
Muhammed Kaltuk. Foto: zVg

Choreografie und Tanz

WOB. Der Spartenpreis Choreografie/Tanz des Kantons Basel-Landschaft geht an den Choreografen und Tänzer Muhammed Kaltuk, der in Basel geboren ist und heute in Reinach lebt. Muhammed Kaltuk begann seine tänzerische Laufbahn in der Hip-Hop- und Streetdance-Szene, bevor er im Alter von 25 Jahren eine Ausbildung an der Höheren Fachschule für zeitgenössischen und urbanen Bühnentanz in Zürich absolvierte. Seine Arbeiten zeichnen sich aus durch die Ver-bindung von Hip-Hop, zeitgenössischem Tanz und traditionellen Formen. Oft behandeln sie sozialkritische, politische und persönliche Themen, schreibt das Amt für Kultur, das den Preis vergibt, in seiner Würdigung.

Im Jahr 2017 gründete Kaltuk die Company MEK, die er bis heute leitet. Sie steht für Vielfalt, gesellschaftliche Positionierung und eine markante Bewegungssprache. Mit ihr war Kaltuk an renommierten Häusern wie der Kaserne Basel, der Dampfzentrale Bern, dem Düsseldorf Festival, dem Tanzhaus Zürich, dem Luzerner Theater, dem Theater St. Gallen, Gauthier Dance und dem Ballett Theater Basel zu Gast. Sein Solo «FivE» erhielt 2020 den Preis für die beste Choreografie beim Internationalen Solo Tanzfestival in Stuttgart. Neben Einladungen zu Gastspielen und Festivals in Europa sind seine Arbeiten auch in Afrika präsent, wo er gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften Wiederaufnahmen seiner Stücke zeigt. Ab der Spielzeit 2026/27 wird Kaltuk die Leitung der Tanzsparte am Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen übernehmen.

Der Spartenpreis Choreografie/Tanz des Kantons Basel-Landschaft ist mit 20000 Franken dotiert.

Weitere Preise gehen an Bernegger, Hendriksen und Schnider

Die öffentliche Preisverleihung fand am Mittwochabend in der Aula des Gymnasiums Oberwil statt. Weitere Preise wurden in der Sparte Musik vergeben. Ausgezeichnet neben Kaltuk wurden die Sängerin Nicole Bernegger, der Saxofonist Alex Hendriksen und die Harfenistin Vera Schnider. Regierungsrat Markus Eigenmann, Vorsteher der Bildungs‑, Kultur- und Sportdirektion, und Landratspräsident Reto Tschudin hoben in ihren Ansprachen die Bedeutung der ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler für die Kultur im Kanton und darüber hinaus hervor.

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