Regio-Fussball: Unterschiedliche Voraussetzungen für die Top-Teams

Am Wochenende starten auch die unteren Aktiv-Ligen in die neue Meisterschaft. Wir schauen auf die regionalen Top-Teams des SC Dornach, FC Aesch und FC Reinach.

Gute Aussichten? SC-Dornach-Trainer Arjan Peço will mit seinem Team wieder vorne mitspielen. Foto: Edgar Hänggi
Gute Aussichten? SC-Dornach-Trainer Arjan Peço will mit seinem Team wieder vorne mitspielen. Foto: Edgar Hänggi

SC Dornach: Zurück auf Naturrasen

In der interregionalen 2. Liga hätte Dornach in der drittletzten Runde mit einem Heimsieg gegen Thalwil den Kampf um den Aufstieg nochmals spannend machen können. Mit der Niederlage war dieses Thema erledigt, dennoch schaffte es Dornach auf Platz zwei. Gleich acht der 14 Teams in dieser Saison sind neu. Darunter die regionalen Old Boys und Kleinhüningen. «Diese Liga ist nicht einfach, denn du hast jede Saison viele neue Gegner, und das erschwert es einzuschätzen, was möglich sein wird», erklärt SCD-Trainer Arjan Peço, der seit der Rückrunde 2023/24 auf dem Gigersloch tätig ist. Sportchef Armin Ibraimi hat mit ihm wieder einige neue Leute ins Team geholt. «Ich hatte das Kernteam erstmals beim Testmatch gegen Winterthur zusammen.» Peço weiss, dass er Zeit braucht, diese aber nicht hat. «Wir möchten natürlich wieder vorne mitspielen. Ziele und Wünsche sind das eine, aber wir müssen selbst sehen, wo wir stehen. In ein paar Wochen kann ich dazu mehr sagen.»

Neu ist, dass Dornach wieder auf Naturrasen spielen wird, da der Platz im Gigersloch fertig ist. Saisonstart ist am Samstag zu Hause gegen den SC Binningen (16 Uhr).

FC Aesch: Spitzenplatz ist kein Selbstläufer

Der FC Aesch blickt auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück. Erstmals nach 50 Jahren gewann der Zweitligist wieder den Basler Cup und in der Meisterschaft fehlten am Ende drei Punkte zum ersten 2.-Liga-Titel. «Wenn man von zwei möglichen Titeln einen holt und in der Meisterschaft 64 Punkte erreicht, dann musst du zufrieden sein», sagt Trainer Dejan Rakitic. Aesch hat erneut einige Kaderveränderungen hinter sich. Aufregung entstand, nachdem in der Vorbereitung Abwehrchef Abdel Fahdy plötzlich zu den Old Boys wechselte. Dafür konnte man den Ex-OB-Spieler Abdoulhadri Sylla verpflichten. Von Aufsteiger Kleinhüningen kamen Ahcène Amrani und Mamadou Sylla, so dass die Defensive steht. Für Torhüter Srdan Lazic, neu Goalietrainer, kam Sven Bugmann aus Dornach. Unruhe entfachte der Wechselwille von Stürmer Christian Schmidt, der ebenfalls zu den Old Boys will. In diesem Fall streiten sich die Parteien, wo und allenfalls wann er spielen kann. «Wir haben keinen gelernten Stürmer mehr im Team. Klar sind viele Spieler mit Offensivqualitäten im Kader, aber es macht psychologisch etwas aus beim Gegner, wenn du einen Mann hast, der immer für Tore gut ist», sagt Rakitic.

Im Schweizer Cup schied Aesch gegen Erstligist Langenthal aus. Das, so der Trainer, hinterlasse mental keine Spuren. Man könne das einordnen. Er möchte mit seinem Team wieder vorne mitspielen, wehrt sich aber dagegen, dass man Aesch jede Saison zum Titelfavoriten macht. «Wieso? Andere Vereine bemühen sich auch darum, ein möglichst gutes Team auf die Beine zu stellen.» Aesch startet am Samstag auf dem Rankhof gegen Aufsteiger AS Timau (17 Uhr).

FC Reinach: Endlich nicht mehr zittern

Mit Edin Hadzihasanovic hat Reinach einen neuen Trainer und mit Joey Ridacker auch einen neuen Assistenten. Das Kader erfuhr einmal mehr viele Wechsel, wurde dabei stark verjüngt. «Wir hatten 10 Abgänge und 11 Zuzüge, da kann man sich vorstellen, was da an Arbeit zu erledigen ist, bis die Automatismen stimmen», so der Trainer.

Er ist sich bewusst, dass man mit den Top-Teams der Liga spielerisch nicht mithalten könne, «dafür haben wir im physischen Bereich viel investiert. Wir können dadurch einiges ausgleichen.» Sie müssten endlich das Image des Abstiegskandidaten loswerden, meint Hadzihasanovic. «Wenn du Verstärkungen suchst, sagen dir viele ab, denn die wollen vorne mitspielen.»

Luca Manieri ist mit 23 Jahren Captain des Teams. «Es verliessen uns immer wieder Leistungsträger und so kommt es, dass man als junger Spieler plötzlich Verantwortung übernehmen muss. Ich mach das gerne, weil ich jetzt auch sehe, dass wir viele junge Spieler haben, die wollen.» Manieri ist selbst ehrgeizig – «nur so zum Plausch muss ich nicht so viel Zeit investieren». Für ihn ist klar, wie man vorwärtskommen kann. «Wir müssen wieder eine Einheit werden und als starkes Team auftreten.» Manieri wie Hadzihasanovic hoffen, dass Reinach jetzt endlich aus dem «Tal des Zitterns» herausfindet. Reinach startete bereits am Mittwoch zu Hause gegen Amicitia Riehen in die Saison.

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