Mit neun neuen Spielerinnen: So sieht das Kader von Sm’Aesch für die Saison 2026/27 aus

Sm’Aesch-Pfeffingen hat nach der Saison nicht weniger als neun Spielerinnen ausgetauscht. Sämtliche Ausländerinnen verliessen den Dritten der abgelaufenen NLA-Saison. Jetzt steht fest, wie sie ersetzt werden.

Neue Trainerin: Melanie Cina begann bei der Kaderzusammenstellung fast bei null. Foto: zVg/Fabio Back
Neue Trainerin: Melanie Cina begann bei der Kaderzusammenstellung fast bei null. Foto: zVg/Fabio Back

Die Liberas Livia Saladin und Romina Schnyder und die Angreiferinnen Meret Aarden und Anouk Locher sind die vier Verbliebenen. Der Rest des Kaders von Sm’Aesch-Pfeffingen wird ausgetauscht. Der Umbruch, der im NLA-Volleyball jeden Sommer an der Tagesordnung steht, ist in diesem Jahr beim Dritten der abgelaufenen Spielzeit besonders gross.

Das liegt daran, dass mit Madlaina Matter und Mita Uiato zwei verdiente Spielerinnen ihre Karriere ebenso beendeten wie Passeuse Mia Lüthi. Von den noch aktiven Ausländerinnen bleibt aus unterschiedlichen Gründen keine eine weitere Saison bei Sm’Aesch. Dazu kommt, dass die beiden Schweizer Ergänzungsspielerinnen Noelle Schenker und Magda Kneubühler mit der Hoffnung auf mehr Spielzeit zu Ligakonkurrent Düdingen wechselten.

Die neue Trainerin Melanie Cina und Sportchef Marco Back begannen bei der Kaderzusammenstellung somit fast bei null. Nach dem Rückzug von Präsident und Geldgeber Matthias Preiswerk steht auch ein um etwa 150000 Franken gekürztes Budget von rund 750000 Franken zur Verfügung.

Nationalspielerinnen, Meisterinnen und alte Bekannte

Im Zuspiel setzt Sm’Aesch auf die 22-jährige, aber bereits reichlich erfahrene kanadische Nationalspielerin Justine Kolody, die an der University of Alberta für fünf Jahre die Offensive organisierte. Nach Stressfrakturen und einer beidseitigen Beinoperation kämpfte sie sich zurück und wurde 2025 Canada-West-All-Star. Als Back-up kommt die 22-jährige Anna Chiara Gasser aus Düdingen nach Aesch. Ebenfalls aus Kanada kommt mit Angreiferin Lauryn Hovey eine weitere Nationalspielerin. Die 21-Jährige war am College in Bowling Green eine Teamstütze und wagt jetzt wie auch Nati-Teamkollegin Kolody erstmals den Schritt nach Europa. Mit der 23-jährigen Jade Demps kommt zudem eine Amerikanerin nach Aesch, die 2021 mit Wisconsin den College-Titel gewann. Demps wechselt nach einem Jahr in Finnland, wo sie Topskorerin war, in die Schweiz. Mit Amélie Lengweiler (von Neuchâtel UC) und Diana Sacher (von Düdingen) konnte Sm’Aesch zudem zwei Schweizerinnen mit Potenzial verpflichten, die in der Vorsaison bei direkten Konkurrenten spielten. Dazu kommen die beiden Eigengewächse Meret Aarden und Anouk Locher, die bereits im Vorjahr Pink trugen. Vor allem auf Neonationalspielerin Aarden setzen die Verantwortlichen grosse Hoffnungen.

Viel Konkurrenz im Mittelblock

Für die Position der Mittelblockerin hat Sm’Aesch gleich drei Ausländerinnen verpflichtet. Damit stehen in der kommenden Saison, die am zweiten Oktoberwochenende mit einem Gastspiel bei Ex-Coach Timo Lippuner und Aufsteiger Aarau beginnt, sechs Ausländerinnen bei Sm’Aesch unter Vertrag. Das ist eine mehr als noch in der Vorsaison. Mit 1,93 Metern ist die 22-jährige Niederländerin Emily Silderhuis die grösste Spielerin im Kader. Sie gewann 2026 mit Apollo 8 den Titel in der Heimat und sammelte zuvor mit Zwolle bereits Europacup-Erfahrung. Einen Wettbewerb, den Sm’Aesch nach einem Jahr Abstinenz im Herbst wieder in Angriff nehmen wird.

Mit ihrer Landsfrau Mae de Graaf spielte Silderhuis bereits in Zwolle vor zwei Jahren eine Saison zusammen. Jetzt treffen sich beide im Löhrenacker wieder. Ebenfalls um einen Platz in der Startformation bewirbt sich die 24-jährige Schwedin Hedda Broberg. Die Nationalspielerin gewann in der Heimat mit Örebro bereits die Meisterschaft.

Mit einem Titelgewinn liebäugelt man auch nach wie vor in Aesch.

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