«Mein Antrieb: die Bilder in meinem Kopf»

«Die Ideen? Habe ich einfach immer und überall.» Markus Alexander Metz ist Agile Coach, Visual Facilitator und Cartoonist.

Kreativer Kopf: Markus Alexander Metz in seinem Element. Foto: Marianne Vetter
Kreativer Kopf: Markus Alexander Metz in seinem Element. Foto: Marianne Vetter

Zeichnen, Illustrieren und Karikieren sind seine Passion. Nicht nur beruflich. Mit seinem Erstlingswerk «Klimaheuchler» realisierte Markus Alexander Metz aus Reinach seinen Jugendtraum vom ersten eigenen Comic.

Metz bevorzugt die breite Palette. Es gibt kaum etwas, mit dem er sich nicht auseinandersetzt. «Mich inspiriert grundsätzlich alles, ob beim Einkaufen, vorm Fernseher oder in der Natur.» Dabei bedient sich Metz verschiedener Situationen oder Gegebenheiten. Betrachtet diese dann aus einem anderen Blickwinkel heraus, überzeichnet, verzerrt oder wandelt ins Gegenteil um. Zu seinem Repertoire gehören auch aktuelle Themen wie Umwelt oder die «schonungslose Abrechnung mit dem Coronavirus und seinen Schöpfern». Mit seinen humoristisch-satirischen Ausflügen hält er der Gesellschaft den Spiegel vor.

Eine Karikatur zeigt Fehler und Schwächen auf und übt nicht zuletzt Kritik am Menschsein. «Sie sollte aufrütteln und berühren», so Metz. «Ob ein Cartoon Lacher, nichtssagendes Kopfschütteln oder gar Wut auslöst, kommt oftmals auf den Standpunkt des Betrachters an. Und natürlich ist Humor immer individuell.» Und er fügt lachend an: «Was meinen Humor betrifft, sehe ich mich immer noch in der Findungsphase.»

Es ist die Kombination aus Bild, Text und Charakteren, die seine Karikaturen zum Leben erwecken. Dabei nutzt Metz die Vorteile des digitalen Zeichnens. Stift und Papier hat er dennoch nie zur Seite gelegt.

«Stillstand ist tödlich»

Metz brennt für sein Metier. Stillstand gibt es nicht. Die Gedanken fliessen, die Ideen sprudeln. «Das lässt sich nicht abstellen, selbst wenn ich es wollte. Ich muss mich kreativ austoben können.»

Comics gehören schon seit frühester Jugend zu seinem Leben. Zweifellos eine frühkindliche Inspirationsquelle. Seine Sammlung LTBs (Lustige Taschenbücher von Walt Disney) beläuft sich mittlerweile auf über 300 Exemplare. Von Tim und Struppi besitzt er alle Ausgaben und natürlich fehlen in seinem Bücherregal auch Asterix und Obelix nicht.

«Erfüllung ist mein innerer Treiber»

Erfolg ist für Metz harte, leidenschaftliche Arbeit. Architekturstudium, Informatikstudium, Meditationsausbildung – um nur einige seiner beruflichen Stationen zu nennen. Als Visual Facilitator leitet er Workshops in Firmen. Auch hier ist der Stift sein Transportmittel, mit dem er die Teilnehmer in ihrer Lösungsfindung begleitet. «Bilder eignen sich hervorragend zur Wissensvermittlung und dienen als visuelles Hilfsmittel, um komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und zu veranschaulichen. Deshalb ist es mir wichtig, Mitarbeiter in der Kunst der Visualisierung zu schulen.» Das werde viel zu wenig genutzt, so seine Erfahrung.

Sein Credo: Den Leser, sein Gegenüber, über das Visuelle einzufangen, Synergien zu nutzen und vor allem immer wieder dazuzulernen. «Die Frage, die ich mir stelle, lautet immer: Was kann ich drauflegen, damit es noch besser wird.»

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