Der Wakkerpreis hallt nach

Der Verein Birsstadt war zu Gast bei Selmoni in Münchenstein – passend zum Projekt Baukultur, mit dem sich die Birsstadt vermehrt beschäftigt hat.

Sensibilisierung: Im Rahmen des Projekts «Baukultur & Lebensraum» bietet der Verein Birsstadt gemeinsam mit dem Schweizer Heimatschutz Workshops für Schulen an. Foto: Christian Jaeggi / LUNAX

Sensibilisierung: Im Rahmen des Projekts «Baukultur & Lebensraum» bietet der Verein Birsstadt gemeinsam mit dem Schweizer Heimatschutz Workshops für Schulen an. Foto: Christian Jaeggi / LUNAX

Besondere Architektur: die Kuben im Innern des Selmoni-Hauptsitzes. Foto: ZVG

Besondere Architektur: die Kuben im Innern des Selmoni-Hauptsitzes. Foto: ZVG

«Wir sind heute zu Gast in einem Vorzeigebetrieb unserer Gemeinde», sagte die Münchensteiner Gemeindepräsidentin Jeanne Locher am Dienstagabend anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins Birsstadt, den sie ebenfalls präsidiert. Zu Besuch war der Verein dieses Jahr bei Selmoni, einem Elektrotechnikunternehmen, das vor rund fünf Jahren seinen Hauptsitz in die Agglomerationsgemeinde verlegt hat. Rund 600 Mitarbeitende werden hier beschäftigt. Auf 20000 Quadratmetern beherbergt der Bau an der Aliothstrasse Lagerhallen, Werkstätten sowie Büroräumlichkeiten. Beeindruckend am Bau ist das Atrium im Innern des Gebäudes – hier ragen unterschiedlichste Kuben ins Innere des Gebäudes –, Wendeltreppen geben dem Raum einen verspielten Charakter.

Die Wahl des Gastgeberortes passt zum Verein Birsstadt, der sich im vergangenen Jahr intensiv mit Baukultur auseinandergesetzt hat. Noch immer hallt der Wakkerpreis nach, mit dem die Birsstadt 2024 ausgezeichnet worden ist. Die Nachfrage an Folgeveranstaltungen sei gross, sagte Locher. «Das freut uns und zeigt wohl, dass wir auf einem guten Weg sind.»

In der Folge der Ehrung sei etwa das Projekt «Baukultur & Lebensraum» initiiert worden. Es soll die Bevölkerung für Fragen der Baukultur sensibilisieren, ein gemeinsames Verständnis für die Qualität des Lebensraums schaffen und die räumliche Entwicklung der Birsstadt langfristig sichern.

Daneben fanden Fachveranstaltungen wie etwa «Am Brennpunkt» im Münchensteiner Walzwerk statt, bei denen Arealentwicklungen, Baukultur und ökonomische Interessen diskutiert wurden. An Schulworkshops sollten Kinder im Rahmen des Projektes «Quartierforscher:innen» für die sie umgebende Baukultur sensibilisiert werden.

Gemeinsame Pläne, gemeinsame Sorgen

Die Birsstadt setzt sich in Projektgruppen auch mit einer übergeordneten Verkehrsplanung auseinander – dabei werden Ideen für Mobilitätslösungen in den zehn Gemeinden besprochen. Auch Klima- und Energiestrategien werden diskutiert – so startete etwa eine Solar- und Dämmoffensive bei den gemeindeeigenen Gebäuden. In diesem Bereich hinkten viele Gemeinden noch hinterher, liess Felix Berchten, Leiter der Arbeitsgruppe Energie-Region, verlauten.

Auch mit dem Naturraum an der Birs beschäftigt sich der Verein intensiv – ein Engagement, das sich offenbar auszahlt, ist die Birspark-Landschaft doch in diesem Jahr für den europäischen Landschaftspreis nominiert worden. Die Liste der Projekte liesse sich weiterführen. Locher erklärte: «Wir haben viel tolle Arbeit gesehen – eigentlich ist es unbestritten, dass es den Verein braucht. Und doch ist der Rückhalt in den Gemeinderäten nicht überall gleich gross.»

Viele Gemeinden müssten sparen und würden Wege suchen, wie sie dies auch bei der Birsstadt umsetzten könnten. «Wir arbeiten da an guten Lösungen für die Gemeinden», liess Locher verlauten.

Verein Birsstadt

Der Verein Birsstadt besteht aus den Gemeinden Aesch, Arlesheim, Birsfelden, Dornach, Duggingen, Grellingen, Münchenstein, Muttenz, Pfeffingen und Reinach. Er wurde 2018 geründet. Ziel des Vereins ist es, in der Zusammenarbeit die Kräfte der Gemeinden zu bündeln sowie gemeinsame Interessen zu vertreten und umzusetzen.

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