Katholiken feierten in Arlesheim den Zusammenschluss

Im Beisein von Bischof Felix Gmür inaugurierten die Kirchgemeinden im Dom ihren neuen Pastoralraum Birstal.

Beim Gottesdienst: (v. l.) Daniel Fischler, Alois Schuler, Thomas Wittkowski, Bischof Felix Gmür (M.) und der neue Leiter des Pastoralraums Birstal, Felix Terrier (ganz rechts).  Foto: Bea Asper
Beim Gottesdienst: (v. l.) Daniel Fischler, Alois Schuler, Thomas Wittkowski, Bischof Felix Gmür (M.) und der neue Leiter des Pastoralraums Birstal, Felix Terrier (ganz rechts). Foto: Bea Asper

Es war eine Zumutung, aber auch ein Vertrauensbeweis», sagte der Aescher Pfarrer Felix Terrier letzten Samstag im Arlesheimer Dom an die Adresse von Bischof Felix Gmür. Drei Jahre, nachdem das Bistum Basel die Pfarreien Münchenstein, Arlesheim, Reinach, Dornach, Gempen, Hochwald, Aesch, Pfeffingen und Duggingen aufgefordert hatte, sich zu vereinen, feierte man nun zusammen mit dem Bischof die Errichtung des Pastoralraums Birstal für 19 000 Katholiken. Terrier hatte sich damals der Aufgabe angenommen und das Projekt angeführt und sprach von einer grossen Herausforderung, die man letztlich aber gemeinsam gemeistert habe. In anderen Regionen stocken die Verhandlungen noch.

Gmür zeigte sich erfreut darüber, dass von Münchenstein bis Hochwald, sogar kantonsübergreifend die Zusammenarbeitsverträge nach dreijähriger Projektarbeit unterschrieben werden konnten und die Birstaler bereit seien für die Zukunft. Er las aus der Bibel und erinnerte in seiner Predigt an das Gebot der Vergebung und der Versöhnung. Nicht siebenmal soll man vergeben, sondern siebzigmal siebenmal, sagte er und räumte ein, sich bewusst zu sein, wie schwierig dies sei, gerade in den Fragen von heute, wenn zum Beispiel der Partner ausgespannt werde. Antworten auf Fragen zu geben und die Herausforderungen von heute und morgen zu meistern, im Bewusstsein, nicht alleine zu sein, dies seien Ziele des Pastoralraums Birstal.

So hatte das Bistum Basel erklärt, es wolle die Pfarreien zusammenführen, «um die Zusammenarbeit zu fördern und neue Möglichkeiten und Horizonte zu erschliessen, wie die katholische Kirche die Menschen besser erreicht.»


Es ist gut, Vertrauen zu haben

Am Festgottesdienst vom Samstag lag die Betonung denn im «wir»: Jeder der 400 Gottesdienstbesucher hatte eine einzelne Orgelpfeife erhalten und zusammen spielte man die Melodie des Taizé-Liedes «Bonum est confidere» (Es ist gut, Vertrauen zu haben). Felix Terrier als Leiter des neuen Pastoralraums schlüpfte in die Rolle des Dirigenten und zeigte auf die Töne, welche auf einem grossen Plakat verschieden farbig markiert waren. Gross war seine Freude über das aktive Mitwirken und den daraus entstehenden wunderschönen Klang.

Weitere fröhliche Taizé-Lieder verschönerten die Stimmung des Festgottesdienstes. Der französische Pilgerort Taizé ist bekannt für seine Versöhnungskirche und seine Gemeinschaft, die jedes Jahr tausende, überwiegend junge Menschen aus aller Welt anzieht.

Nebst der Symbolik beschwor man mit Worten den Gemeinschaftssinn. Vertreter der Kirchgemeinden traten ans Mikrofon und lasen vor aus dem gemeinsam erarbeiteten Strategiepapier. Man wünscht sich eine rege Beteiligung, volle Kirchen zu den Gottesdiensten und vor allem auch wieder das Interesse der jungen Bevölkerung gewinnen zu können. Man sei offen für neue Wege und dafür, dass jeder einzelne sich mit seinen persönlichen Tönen einbringen könne. Und beim feierlichen Apéro auf dem Domplatz wurden dann bereits Kontakte geknüpft und Ideen entwickelt.

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