Im Bezirk Arlesheim entstehen die meisten neuen Wohnungen
Das Bauvolumen erreicht im Kanton Baselland mit 2,5 Milliarden Franken einen neuen Höchststand. Die Hälfte aller neuen Wohnungen entstand in vier Gemeinden.

Das stete Wachstum geht weiter: Seit 2017 nimmt das Bauvolumen im Baselbiet Jahr für Jahr zu. Im vergangenen Jahr erreichten die Bauaufträge mit 2,5 Milliarden Franken einen neuen Höchststand. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 4,8 Prozent, wobei die Inflation nicht berücksichtigt ist. Die drei wichtigsten Erkenntnisse aus der Baustatistik:
Das Gewerbe investiert kräftig
Der private Wohnungsbau bleibt mit 1,3 Milliarden Franken der stärkste Sektor für die Baselbieter Baubranche. Dies, obwohl die Investitionen in neuen Wohnraum 2025 um 95 Millionen Franken zurückgingen. Dass im vergangenen Jahr schweizweit so viele neue Wohnungen bewilligt wurden wie seit 2018 nicht mehr, wird sich im Baselbiet erst dieses Jahr bemerkbar machen. Die Bücher der Baufirmen sind voll, und gemäss Prognosen des Kantons werden im laufenden Jahr über 1,6 Milliarden Franken in den privaten Wohnungsbau fliessen.
Für den neuen Höchststand bei den Bauinvestitionen sorgten 2025 vor allem neue Gewerbebauten (+24% / 515 Mio. Franken). Auch die öffentliche Hand investierte im Hochbau (+23% / 314 Mio. Franken) und im Tiefbau (+32% / 141 Mio. Franken) mehr als noch im Vorjahr.
Knapp 1800 neue Wohnungen
Trotz tieferer Investitionen im Wohnungsbau kamen mehr neue Wohnungen auf den Markt als noch im Vorjahr. Dies ist auf Umbauprojekte zurückzuführen, welche für zusätzliche 228 Wohneinheiten sorgten – ein Hinweis auf mehr zirkuläres und verdichtetes Bauen. Die Zahl der neu gebauten Wohnungen blieb mit 1653 Einheiten nahezu gleich. Besonders stark nahm die Zahl der 1-Zimmer-Wohnungen (doppelt so viele wie im Vorjahr) und der 2-Zimmer-Wohnungen zu.
Trotz Wohnungswachstum nahm im Baselbiet die Leerwohnungsziffer ab. Erstmals seit 2017 sind weniger als 1000 Wohnungen als unbewohnt gemeldet. Somit liegt die Leerwohnungsziffer bei bloss 0,6 Prozent – sogar tiefer als in Basel-Stadt (0,8 Prozent).
In der Basler Agglo brummt der Bau
Die meisten neuen Wohnungen entstehen wenig überraschend in der Basler Agglomeration. Oder genauer gesagt: in vier Gemeinden des Bezirks Arlesheim. Über die Hälfte aller neuen Wohnungen im Kanton wurden in Reinach (346), Münchenstein (193), Muttenz (169) und Aesch (132) gebaut. Überdurchschnittlich viele neue Wohnungen entstanden letztes Jahr ausserdem im Bezirk Laufen (139 / +39%). Das Unterbaselbiet ist nicht nur im Sektor der Wohnbauten am stärksten von den Bautätigkeiten betroffen. Der Bezirk Arlesheim kam 2025 auf ein Bauvolumen von 1,3 Milliarden Franken. Das sind rund 52 Prozent des gesamten kantonalen Bauvolumens.


