Hände weg von toten Hasen!

Einerseits hat die Zahl der Feldhasen in Reinach zugenommen. Andererseits wurde in Dittingen ein Fall von Hasenpest nachge-wiesen. Besteht ein Zusammenhang?

Trotz nachgewiesener Hasenpest: Der regionale Feldhasenbestand entwickelt sich weiterhin erfreulich.  Foto: ZVG
Trotz nachgewiesener Hasenpest: Der regionale Feldhasenbestand entwickelt sich weiterhin erfreulich. Foto: ZVG

Axel Mannigel

Auch bei der letzten Zählung im März dieses Jahres zeigte sich, dass der Feldhase weiter auf dem Vormarsch ist. «In den Gebieten, wo ‹Hopp Hase› Massnahmen zur Förderung der Feldhasen umsetzt, steigen die Bestände kontinuierlich an», freut sich Nicolas Martinez, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei «Hopp Hase». Das Projekt läuft seit 2007 und setzt sich für die Existenz und Vermehrung von Feldhasen ein. «In benachbarten Gebieten ohne Massnahmen bleiben die Bestände stabil oder sinken sogar», so Martinez, obwohl die Ergebnisse der einzelnen Zählungen situationsbedingt schwanken. Aber: «Wir sehen in Reinach durchschnittlich 37 Prozent der vorhandenen Hasen und in Laufen 19 Prozent. Demnach wäre das Projektziel, 10 Hasen pro km2, in Reinach bereits 2011 und in Laufen 2014 erreicht worden.»

Nun ist allerdings bei einem in Dittingen tot aufgefundenen Feldhasen Tularämie (Hasenpest) nachgewiesen geworden. Die Krankheit überträgt sich in seltenen Fällen auf den Menschen, zeigt dort ein breites Spektrum an Symptomen, ist aber nicht tödlich. Besteht ein Zusammenhang zwischen der Zunahme an Feldhasen und dem Auftreten der Krankheit? «Die letzten Fälle von Hasenpest in der Nordwestschweiz traten 2012 in einem Jahr auf, in dem sich die Wühlmäuse stark vermehrten», erklärt Martinez. «Und in der Fachliteratur wird auf einen Zusammenhang zwischen Wühlmausdichte und dem Auftreten der Tularämie hingewiesen.» Dennoch: Hände weg von toten Hasen und lieber der Griff zum Schoggi-Pendant – sofern es Ostern überlebt hat.

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