Einblick in über 200 Berufe

Von A wie Anlagenführer bis Z wie Zahntechnikerin: Jugendliche, die vor der Berufswahl stehen, haben die Qual der Wahl von über 200 Lehrberufen. Wie soll man sich da entscheiden? Damit künftige Lehrlinge sich ein besseres Bild über ihre Berufsmöglichkeiten machen können, organisiert die Wirtschaftskammer zum 14. Mal die Baselbieter Berufsschau.

Vom 15. bis zum 19. November erhalten Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 an über 80 Ständen Einblicke in ihren Wunschberuf. Der Anlass findet in der St. Jakobshalle statt und wird durch den Kanton und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation gefördert.

Auf der Website können Interessierte nach Berufen suchen und finden einen Überblick, welche Standnummer der gewählte Lehrberuf hat. An den Stationen gibt es wichtige Infos, es können zudem praktische Aufgaben unter Anleitung ausprobiert werden. «Wir bieten auch Praxis an, so kann man zum Beispiel bei der Metzgerin Würste herstellen oder beim Maurer eine Mauer bauen», sagt Marc Scherrer, der stellvertretende Direktor der Wirtschaftskammer Baselland.

In Konkurrenz zur akademischen Ausbildung

Bei den präsentierten Berufen handelt es sich um Grundausbildungen, die mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder dem Eidgenössischen Berufsattest (EBA) abgeschlossen werden. Eine EBA-Lehre dauert zwei Jahre und kann nach der Sekundarschule Stufe A absolviert werden; für die drei- oder vierjährige EFZ-Lehre ist meistens ein Schulabschluss auf Niveau Sek E nötig. Wer eine EBA-Lehre abgeschlossen hat, kann danach eine verkürzte, zweijährige EFZ-Ausbildung absolvieren. Nach Lehrabschluss gibt es die Möglichkeit, an einer höheren Fachschule zu studieren oder die Berufsmatur zu erlangen, die ein Studium an einer Fachhochschule ermöglicht. Für manche Jugendliche ist eine Lehre jedoch nicht erste Wahl, sie möchten stattdessen das Gymnasium besuchen und später studieren. Um jungen Menschen die Berufsbildung schmackhaft zu machen, unternimmt die Wirtschaftskammer einiges; neben der Berufsschau gibt es unter anderem auch Besuche in den Sekundarschulen, auf allen drei Niveaus (A, E und P).

In der St. Jakobshalle werden zwischen 20 000 und 30 000 Schüler, Lehrerinnen, Eltern und weitere Interessierte erwartet. Die Berufsschau findet alle zwei Jahre statt. Bei der Wirtschaftskammer erhofft man sich, dass die Jugendlichen eine Vorstellung der Berufsbilder erhalten und motiviert werden, sich für eine Lehre zu bewerben. (Livia Kläui)

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Wird abgerissen: Im Jahr 2019 war die Villa noch in bestem Zustand, wie Aufnahmen zeigen. Foto: Thomas Dix
Region06.05.2026

Anthroposophische Gesellschaft bezieht erstmals Stellung zur Villa Kaelin

Das Goetheanum meldet sich in der Denkmalschutzdebatte zu Wort. Trotzdem dürfte der Abbruch der Villa in Arlesheim bald erfolgen.
Jurist und Schriftsteller: Peter Noll. Foto: Ullstein Bild – RDB
Region06.05.2026

Ein früh abgebrochenes Leben

Zum 100. Geburtstag von Jurist und Schriftsteller Peter Noll (1926–1982) aus Arlesheim.
Sensibilisierung: Im Rahmen des Projekts «Baukultur & Lebensraum» bietet der Verein Birsstadt gemeinsam mit dem Schweizer Heimatschutz Workshops für Schulen an. Foto: Christian Jaeggi / LUNAX
Region29.04.2026

Der Wakkerpreis hallt nach

Der Verein Birsstadt war zu Gast bei Selmoni in Münchenstein – passend zum Projekt Baukultur, mit dem sich die Birsstadt vermehrt beschäftigt hat.