«Die Musik bleibt mein Schwerpunkt»

Der Berner Musiker Luca Hänni feierte mit «Ewigi Liebi – der Film» sein Schauspieldebüt. Am Freitag ist er mit dem Erfolgsfilm zu Gast an den Reinacher Filmtagen.

Ungewohnte Rolle: Luca Hänni trat im Kinofilm «Ewigi Liebi» erstmals als Schauspieler vor die Kamera. Foto: zvg / DCM
Ungewohnte Rolle: Luca Hänni trat im Kinofilm «Ewigi Liebi» erstmals als Schauspieler vor die Kamera. Foto: zvg / DCM

Luca Hänni, Sie spielen in «Ewigi Liebi – der Film» die Hauptrolle des Daneli. Welche Gefühle verbinden Sie mit Ihrer Rolle und dem Film, der im vergangenen Februar Premiere feierte?

Luca Hänni: Ich habe wahnsinnig tolle Erinnerungen an die Dreharbeiten. Es war Aufregung pur. Ich habe das Projekt sehr an mich herangelassen, auch thematisch. Es war nach den Dreharbeiten nicht ganz einfach, wieder aus dem Projekt herauszukommen. Ich brauchte zwei Wochen, um wieder richtig im Leben anzukommen. Ich musste ins Projekt hineintauchen, weil ich so etwas ja noch nie gemacht hatte. Ich musste es in dieser kurzen Zeit richtig leben.

Sie sind primär Musiker, man kennt Sie aber auch als Tänzer und Moderator. Wie kam es überhaupt zum Schauspieldebüt?

Ich hatte nicht im Kopf, auch noch Schauspieler zu sein. Als die Anfrage kam, wussten die Verantwortlichen, dass ich so etwas zuvor noch nie gemacht hatte. Die ganze Besetzung der Rollen war sehr auf Typen ausgelegt. Die Rolle des Daneli aus Trub im Emmental passte einfach gut zu mir. Sie meinten, ich würde das schaffen. Ich hatte dieses Gefühl auch. Ich bin immer sehr offen und traue mir viel zu. Dann muss es irgendwie passieren. Bis anhin bin ich mit dieser Strategie recht gut gefahren. Es war für mich spannend, in diese für mich neue Kinowelt hineinzutauchen.

Wie ist es Ihnen gelungen, sich in die Rolle und das neue Genre hineinzuarbeiten?

Ich wurde vom Regisseur sehr gut betreut. Ich habe auch viel mit den anderen Schauspielern gesprochen. Das Wichtigste für mich war, die Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen. Ich konnte mich mit der Rolle identifizieren, obwohl ich nicht ganz so ländlich aufgewachsen bin wie Daneli.

Musiker, Tänzer, Moderator und jetzt auch noch Schauspieler – wer ist Luca Hänni als Künstler wirklich?

Die Musik bleibt mein Schwerpunkt und mein Dach. In Kürze erscheinen von mir auch neue Songs. Im Herbst moderiere ich ein Varieté. Mir macht es unheimlich Spass, Teil von solchen Shows zu sein und im Team zu agieren. Dann kommen wieder Konzerte. Es wird mir sicher nicht langweilig. Zu Hause bin ich ja noch Papi. Ich kann mir auch weitere Filmprojekte vorstellen. Sie müssten projektmässig sein. Jedes Jahr einen Film wäre etwas viel.

Die Gefahr des Verzettelns sehen Sie nicht?

Ich mache halt vieles gerne. Die zentrale Frage lautet, was man von Luca Hänni bekommt, wenn er dabei ist. Die Leute können sich sicher sein, dass sie unterhalten werden und dass es Qualität hat. Ob das im Film ist, an einer Abendvorstellung oder bei der Musik – das ist der rote Faden, der sich durchzieht. Ich möchte mich nicht auf etwas Einzelnes festlegen.

Sie kennen grosse Musikshows wie den ESC, eigene Konzerte, Fernsehsendungen wie «DSDS» oder «Let’s Dance» und seit diesem Jahr auch Open-Air-Kinos wie am Freitag in Reinach – wie erleben Sie diese Auftritte?

Ich geniesse das sehr, auch weil ich direkt die Reaktionen der Menschen auf den Film ablesen kann. Ich bin nah bei den Leuten und kann ihnen etwas erzählen. Ich freue mich sehr auf den Besuch in Reinach.

Was kann das Publikum in Reinach neben dem Film erwarten?

Ich versuche, den Leuten einen Einblick in die Dreharbeiten zu gewähren, und werde natürlich Fragen beantworten. Es wird sehr nahbar sein. Ich bin überzeugt, dass das eine coole und gemütliche Geschichte wird.

 

Reinacher Filmtage, «Ewigi Liebi – der Film»: Freitag, 7. August, Filmstart 21 Uhr, Arealöffnung 18.30 Uhr. Anzahl Plätze beschränkt, Eintritt frei. Die weiteren Stargäste neben Luca Hänni sind Susanne Kunz und Elena Flury.

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