Region
18.01.2023

In Münchenstein und Arlesheim wird besonders gezittert

Wahlplakate, wo das Auge hinfällt: ein gewohntes Bild während der Wahlen im Kanton Baselland. Foto: Martin Graf

Wahlplakate, wo das Auge hinfällt: ein gewohntes Bild während der Wahlen im Kanton Baselland. Foto: Martin Graf

Aufgrund des wegfallenden Sitzes versprechen die Landratswahlen im Wahlkreis Münchenstein besondere Spannung. Eine Spur Zusatz­nervosität ist spürbar.

Von: Tobias Gfeller

Es werden Dreikönigskuchen und Fastenwähen verteilt, an Standaktionen möglichst viele Passantinnen und Passanten angesprochen und auf Social Media herrscht wieder Hochbetrieb – im Baselbiet stehen am 12. Februar Regierungs- und Landratswahlen an.

In den beiden Birsecker Wahlkreisen Reinach und Münchenstein sind insgesamt 16 Sitze im Landrat zu besetzen. Das ist einer weniger als noch vor vier Jahren. Der Wahlkreis Münchenstein, zu dem auch Arlesheim gehört, musste einen seiner zuvor sieben Sitze an einen anderen Wahlkreis abgeben.

Die Mandate werden gemäss Anzahl Stimmberechtigte in den Wahlkreisen ermittelt. Die Landratswahlen im Wahlkreis Münchenstein versprechen deshalb besondere Spannung. Mindestens eine Partei wird einen Sitz verlieren. Druck und Anspannung sind dieses Mal etwas grösser als sonst. «Es kann auch mich treffen. Deshalb gebe ich erst recht alles», sagt der Münchensteiner SP-Landrat Adil Koller. Die Gespräche mit den Menschen geben dem ehemaligen Kantonalpräsidenten ein gutes Gefühl. Ähnlich tönt es bei der FDP, die wie die SP im Wahlkreis Münchenstein aktuell doppelt im Landrat vertreten ist. «Uns ist bewusst, dass wir um den zweiten Sitz kämpfen müssen», meint der Arlesheimer Landrat Balz Stückelberger. «Mit dem wegfallenden Sitz kommt zusätzlich Spannung auf und es regt an, entsprechend Wahlkampf zu betreiben.»

Die Mitte mit Kandidaten aus Reinach und Binningen

Während die SP vor allem in Münchenstein stark ist, besitzt die FDP in Arlesheim eine starke Hausmacht. Die Zugpferde, die auch als Bisherige wieder antreten, heissen bei der SP Miriam Locher und Adil Koller, bei der FDP Christine Frey und Balz Stückelberger. Bei den Grünen tritt der ehemalige Arlesheimer Gemeindepräsident und heutige Landrat Karl-Heinz Zeller wieder an. Er verdrängte vor vier Jahren den Münchensteiner Gemeinderat Daniel Altermatt von der GLP.

Bei der Mitte, die vor vier Jahren noch unter dem Namen CVP antrat, will der Arlesheimer Markus Dudler seinen Sitz verteidigen. Er kritisiert, dass die Anzahl Landratsmandate nicht anhand der Einwohnerzahl, sondern anhand der Anzahl Stimmberechtigter auf die Wahlkreise verteilt wird.

Auf der Liste der Mitte fällt auf, dass zwei Personen kandidieren, die weder in Münchenstein noch in Arlesheim wohnen. Diese seien von der kantonalen Jungpartei vorgeschlagen worden, verrät Markus Dudler. Er wolle dies nicht überbewerten, sagt aber auch, dass Kandidierende, die in den jeweiligen Gemeinden verankert sind, wohl mehr Stimmen holen würden. Gar ohne den «Bisherigenbonus» tritt die SVP im Wahlkreis Münchenstein an. Peter Brodbeck scheidet nach sechzehn Jahren aus dem Landrat aus. Es ist davon auszugehen, dass die Volkspartei mit ihrer Basis die nötigen rund sechzehn Prozent holt, um den Sitz zu verteidigen.

Verschiebungen innerhalb der Wahlregion?

Doch im komplexen Wahlsystem in Baselland reicht es nicht, nur im eigenen Wahlkreis die nötigen Stimmen zu holen. Zusammen mit den Wahlkreisen Muttenz, Laufen und Reinach bildet der Wahlkreis Münchenstein die Wahlregion 2 mit zwanzig Gemeinden und rund 65 000 Stimmberechtigten. Innerhalb der Parteien kann es nach Stimmanteilen zu Verschiebungen zwischen den Wahlkreisen kommen. In gewissen Wahlkreisen gibt es bei einzelnen Parteien seit vielen Jahren ein regelrechtes «Hin und Her».

Der Wahlkreis Reinach, zu dem auch die Gemeinden Aesch und Pfeffingen gehören, hat wie vor vier Jahren zehn Sitze. 2019 schafften überraschend der Pfeffinger Marco Agostini für die Grünen und Christina Wicker-Hägeli für die GLP den Sprung neu ins Kantonsparlament. Auf der Strecke blieb Marie-Therese Müller. Sie politisierte damals für die BDP. Dieses Mal kandidiert sie für die Mitte. Auch Paul Wenger (SVP) schaffte damals die Wiederwahl nicht. Der ehemalige Reinacher Gemeinderat tritt auch dieses Mal wieder an.

Bis auf Bianca Maag-Streit von der SP treten sämtliche Bisherige im Wahlkreis Reinach wieder an. Aktuell sind die SP, Grünen, FDP und SVP je doppelt vertreten. Die Mitte kommt mit der Reinacher Gemeinderätin Béatrix von Sury genauso auf einen Sitz wie eben die Grünliberalen mit Christina Wicker-Hägeli. Am meisten zittern müssen wohl Marco Agostini und Katrin Joos von den Grünen. Die «grüne Welle» vor vier Jahren sorgte 2019 auch im Birseck für enorme grüne Zugewinne. Gemäss nationalen Umfragen müssen sie in diesem Jahr aber mit Verlusten rechnen. Fällt der zweite Sitz der Grünen tatsächlich wieder weg, ist das Rennen um diesen völlig offen.

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