Was schlüpft aus dem Ei?

Das diesjährige Theaterstück im Park im Grünen in Münchenstein verspricht Urzeit-Spannung.

Interaktiv: Für einmal gehen Zuschauerraum und Theaterbühne ineinander über.  Foto: Bea Asper
Interaktiv: Für einmal gehen Zuschauerraum und Theaterbühne ineinander über. Foto: Bea Asper

Bea Asper

Wow, war das toll», sagte der kleine Junge seiner Mama und erkundigte sich nach dem nächsten Aufführungsdatum. «Das Geheimnis vom Dino-Ei» fesselte sie alle – auch wenn mitten in die Aufführung ein Wolkenbruch platzt. Die Schauspieler vom Theater Arlecchino wollten wegen des Gewitters eine kleine Pause dazwischenschalten, doch die Kinder wollten keineswegs ins Trockene, sondern das Geheimnis vom Dino-Ei lüften. So blieben sie auf den Felsbänken sitzen und warteten im Regen auf die Fortsetzung des Schauspiels aus der Steinzeit. Und die Schauspieler enttäuschten die Kinder nicht. Sie liessen sich das Nass nicht anmerken und steckten alle Anwesenden an mit ihrer Euphorie für das Freilicht-Theaterspiel. «Hey, pung, dung und tschüss», sang man im Chor zur Begrüssung und klopfte sich auf die Beine und die Brust. Und als später die Schauspieler die Kinder baten, mitzuhelfen bei der Suche nach Dino-Eiern, sprangen diese von ihren Plätzen und standen den Steinzeit-Menschen sofort bei.

Höhlenbewohner und Dinosaurier
Und natürlich fanden die vielen, eifrig suchenden Kinderaugen alle Dino-Eier. Damit war die Bedingung der Schamanin Neandra erfüllt und Steinle, die Tochter des fröhlichen Höhlenbewohners Gwäggi, bekam das ihr durch List entwendete gigantische Ei des seltenen Focosaurus zurück. Steinle hoffte, dass ein Dino-Baby ausschlüpfen würde, das Feuer spucken kann. Was sie und die Kinder dann aber antrafen, als die Eischale aufzuspringen begann, soll hier nicht verraten werden. Das kann man bis 17. August täglich in der Arena in Münchenstein im Park im Grünen erfahren – jeweils um 15 und um 17 Uhr (ausser 1. August).

Das Theater Arlecchino spielt ein Märchen aus der Zeit, als die Menschen noch Felle trugen, in Höhlen wohnten und Dinosaurier durch Wälder und Felder streiften – wenn auch diese Ausgangslage auf paläontologisch wackligen Füssen steht. Und es ist die Geschichte zweier Freunde und einer mutigen Tochter. Unter der Regie von Tanja Horisberger spielen Cynthia Mira, Dieter Probst, Reinhard Stehle und alternierend Silvio Fumagalli und Miriam Cohn. Sie wissen nur zu genau, dass Kindertheater kein Kinderspiel ist. Offenbar beherrschen sie die Kunst, Kinder und Erwachsene begeistern zu können – erst recht bei schlechtem Wetter. Die Aufführungen sind gratis.

Weitere Artikel zu «Münchenstein», die sie interessieren könnten

Führungswechsel: Aloisia Dauer gibt die Leitung der Musikschule auf Ende dieses Schuljahres ab. Foto: zvg
Münchenstein10.06.2026

Leitungswechsel an der Musikschule

Nach dreieinhalb Jahren gibt Aloisia Dauer die Leitung der Musikschule Münchenstein ab. Auf sie folgt der Trompeter Jens Bracher.
Verziert: Aufziehen kann man den Microlino nicht – aber laden muss man ihn oft. Foto: Fabian Schwarzenbach
Münchenstein03.06.2026

Ein Haufen kunterbunter Knutschkugeln

Zum 4. Internationalen Microlino-Treffen versammelten sich die kleinen Wagen in Münchenstein.
Berg-und-Tal-Fahrt: Im Werk von Mateo Maté fährt ein Zug vorbei an Schlagzeilen und Meldungen.Foto: zVg/Kunsthaus BL
Münchenstein27.05.2026

Per Zug durch die Medienlandschaft

Bei dieser Berg-und-Tal-Fahrt laden acht Kunstschaffende aus aller Welt zur Reise durch ihre «mémoires voyageuses». Die Ausstellung des Kunsthauses Baselland…