Spielen ist jetzt auch bei Regen möglich

Die Gemeinde und die beiden Münchensteiner Fussballvereine feierten am Samstag die Eröffnung der Sportanlage Au.

Frisches Grün für Münchenstein: (v. l.) Philipp Moser (ehem. Vorstandsmitglied des FC Münchenstein), Jeanne Locher (Gemeindepräsidentin), Serdal Aktas (Präsident SC Münchenstein) und Daniel Geiser (Platzwart) auf der neuen Sportanlage. Foto: To
Frisches Grün für Münchenstein: (v. l.) Philipp Moser (ehem. Vorstandsmitglied des FC Münchenstein), Jeanne Locher (Gemeindepräsidentin), Serdal Aktas (Präsident SC Münchenstein) und Daniel Geiser (Platzwart) auf der neuen Sportanlage. Foto: Tobias Gfeller

Gespielt wird darauf zwar schon seit Juni, offiziell eröffnet wurden die neuen Fussballplätze und das Garderobengebäude auf der Sportanlage Au aber erst am vergangenen Samstag. Die Gemeinde lud zu einem Rundgang über die Anlage, auf der an fünf Posten Informationstafeln aufgestellt waren. Für das leibliche Wohl vom Grill waren die Fussballer des SC Münchenstein besorgt. Auf dem neuen Kunstrasenfeld lief parallel zur Eröffnungsfeier ein Juniorenmatch.

Vollste Zufriedenheit strahlte Daniel Geiser aus. Seit 35 Jahren ist er Platzwart der Sportanlage Au. «Die Anlage wurde ‹gewaltig›. Es ist toll und zweckmässig geworden.» Er nehme bei den Fussballern eine ganz andere Stimmung wahr, berichtete Geiser. «Seit die neuen Plätze offen sind, gehen die Spieler mit einer ganz anderen Vorfreude in die Trainings und an die Matches.» Bis anhin war Geiser gemäss eigener Auskunft immer einer der ersten Platzverantwortlichen in der Region, der seine Plätze wettermässig sperren musste. Die Naturrasenfelder waren vor dem Umbau in einem derart schlechten Zustand, dass schon bei wenig Regen gesperrt werden musste. Weil ein Kunstrasenfeld fehlte, mussten in Münchenstein überdurchschnittlich viele Trainings und Spiele abgesagt werden. «Von einer der schlechtesten Anlagen sind wir quasi zur neusten Anlage gewechselt. Jetzt kann man immer spielen», strahlte Geiser.

«Grosses Danke» an die Gemeinde

Ins Schwärmen kam auch Serdal Aktas, Präsident des SC Münchenstein, der neben dem FC Münchenstein die Sportanlage Au benutzt. «Es ist super und sehr schön geworden. Wir können nun mit einem guten Gewissen trainieren, weil wir mit dem Kunstrasenfeld stets eine Ausweichmöglichkeit haben.» Die Erleichterung sei bei allen gross, verrät Aktas, dem es wichtig ist, ein «grosses Danke» an die Gemeinde auszusprechen. «Wir können als Verein jetzt eine  top Infrastruktur bieten. Das hilft natürlich auch, um neue Spieler zu überzeugen.»

Vom Vorstand des FC Münchenstein war am Samstag beim offiziellen Eröffnungsakt niemand vertreten. Präsident Tobias Hofer liess sich entschuldigen. Ersatz kam nicht. Philipp Moser war bis vor einem Jahr Vorstandsmitglied beim FC Münchenstein und spielt heute noch bei den Senioren. «Die neue Anlage ist ein Meilenstein, ja sogar überlebenswichtig für den Fussball in Münchenstein.» Dass vom Vorstand des FC Münchenstein niemand gekommen war, irritierte viele deshalb, weil die Gemeinde alleine für die Fussballplätze über 4,2  Millionen Franken investiert hat.

Gemeindepräsidentin Jeanne Locher (SP) erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass sich andere Vereine im Vergleich zu den Fussballern benachteiligt sehen. Locher betonte, dass der Millionenkredit für das Sport- und Freizeitanlagenkonzept, dem die Gemeindeversammlung mit grossem Mehr zugestimmt hatte, auch in Spielplätze und den Vita-Parcours flossen. «Uns ist bewusst, dass alle Vereine ganz wichtige Arbeit für das soziale Leben in Münchenstein leisten.»

Die Münchensteiner Gemeindepräsidentin nutzte die Gelegenheit, um die beiden Fussballvereine an die Leistungsvereinbarung mit der Gemeinde zu erinnern. «Die Fussballer müssen auch etwas leisten für die Anlage. Noch klappt nicht alles perfekt.» Als Beispiel nannte Jeanne Locher das Littering. «Wir müssen alle Sorge tragen.»

Die Fussballerinnen und Fussballer haben nicht nur neue Plätze bekommen, sondern auch ein neues Garderobengebäude mit mehr Platz und hohen ökologischen Standards. Klappt es mit den Resultaten auf dem Rasen nicht, liegt es bestimmt nicht mehr an der Infrastruktur. Denn diese ist nun mit Sicherheit hervorragend.

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