So hoch wie der Messeturm: Baugesuch für angepassten Spengler-Turm eingereicht

Die UBS-Anlagestiftung hat von der Credit Suisse den Bau des Spengler-Turms übernommen und dafür im Februar das Baugesuch eingereicht. Bei der Gestaltung des Turms gibt es leichte Veränderungen.

Wird Münchenstein optisch verändern: der geplante Spengler-Turm beim Spenglerpark.Foto: zvg / visualisierung
Wird Münchenstein optisch verändern: der geplante Spengler-Turm beim Spenglerpark.Foto: zvg / visualisierung

Als die Credit Suisse (CS) 2017 erstmals die Pläne für ein neues Hochhaus beim Spenglerpark präsentierte, blieb es in Münchenstein erstaunlich ruhig, obwohl schon damals klar war, dass der Turm das Gesicht von Münchenstein markant verändern wird. Erst 2019, als der Quartierplan für das neu höchste Gebäude im Kanton Baselland an der Gemeindeversammlung traktandiert war, entstand aus der Nachbarschaft Widerstand. Die Versammlung stimmte dem Quartierplan nach einer zweistündigen Diskussion zu. Auch an der Urne erhielt der Turm, der mit rund hundert Metern etwa so hoch werden soll wie der Messeturm in Basel, eine Mehrheit.

Seitdem ist wenig passiert. Ursprünglich war der Baustart für 2023 vorgesehen. Einsprachen sowie der Untergang der Credit Suisse sorgten für Verzögerungen. Die federführende Anlagestiftung der CS wechselte wie viele andere Bereiche der untergegangenen Grossbank zur UBS. Diese macht nun beim Spengler-Turm vorwärts. Im Februar reichte die UBS-Anlagestiftung beim Kanton Baselland das Baugesuch ein. Die Immobilienanlagegruppe Real Estate Switzerland der UBS-Anlagestiftung 4 hält gemäss Mediensprecherin Cécile Rietschi eine Baubewilligung im vierten Quartal dieses Jahres für möglich. Geplant sind 150 Wohnungen für rund 250 Personen. Im Sockelgeschoss soll es gewerblich nutzbare Flächen geben.

Konventionell statt spektakulär?

Beauftragter Generalplaner ist die Integral Baumanagement AG aus Olten. Entworfen hat den Turm das Architekturbüro Studio Gugger aus Basel. Dieses verweist bei Anfragen an die UBS. Brisant am eingereichten Baugesuch ist der Umstand, dass die Gestaltung des Turms im Vergleich zu früheren Varianten angepasst worden sei. Ursprünglich war geplant, dass der Turm im unteren Bereich eine dreieckige Form, im oberen Bereich eine viereckige Form aufweisen soll. Gemäss «SRF-Regionaljournal», das sich auf Informationen von involvierten Personen beruft, verzichtet die UBS-Anlagestiftung auf die spektakuläre Form. Der Spengler-Turm käme nun konventioneller daher, meldet das «Regionaljournal». Sowohl die UBS wie auch das Studio Gugger gehen auf eine entsprechende Anfrage zu den möglichen Anpassungen an der Gestaltung nicht ein.

Verständnis für Verzögerungen

Gemäss Stefan Friedli, Geschäftsleiter der Gemeinde Münchenstein, widersprechen die gestalterischen Anpassungen dem genehmigten Quartierplan nicht. «Die Gemeinde beurteilt die Einhaltung der Vorgaben aus der kommunalen Zonen- und Quartierplanung. Die Visualisierungen im Zusammenhang mit der Quartierplanung sind für das eigentliche Bauvorhaben richtungsweisend, aber nicht im Detail verbindlich.» Friedli hat Verständnis für die Verzögerungen bei der Umsetzung des Quartierplans. «Es ist für die Gemeinde nachvollziehbar, dass die Eigentümerschaft des Spengler-Areals zuerst den Umbau und die Aufstockung im Bestand des Spenglerparks umgesetzt hat und erst anschliessend das Hochhausprojekt angegangen ist.»

Von einem Ärgernis könne in Bezug auf die Verzögerung keine Rede sein; ganz im Gegenteil: «Die Gemeinde schätzt die konstruktive Zusammenarbeit mit der Eigentümerschaft des Spenglerparks.»

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