Neues Festival verbindet Konzert, Party und Spielturnier

Am Samstag laden Erster Stock und Kultpot Arlesheim zum neuen Endsommerfestival auf das Walzwerkareal ein. Ein Würfel entscheidet, was der Eintritt kostet.

Gemeinsam kreativ: (v. l.) Cinja Tempini, Florian Eichenlaub, Laura Mühlebach, Fadri Wetzel, Silvan Berentsen 
und Roman Merstetter gehören dem Kollektiv Erster Stock an. Foto: zvg
Gemeinsam kreativ: (v. l.) Cinja Tempini, Florian Eichenlaub, Laura Mühlebach, Fadri Wetzel, Silvan Berentsen und Roman Merstetter gehören dem Kollektiv Erster Stock an. Foto: zVg

Was vor zwei Jahren als kleines Fest begann, ist zu einem Festival angewachsen. Am kommenden Samstag belebt das neue Endsommerfestival das Walzwerkareal – geboten werden Konzert und Party, Spielturnier und andere Vergnügungen. 2021 feierte das damals neue Team des Lokals Erster Stock auf dem Areal mit einem kleinen Anlass die Neueröffnung. «Im vergangenen Sommer hatten wir das Bedürfnis, das zu wiederholen», erzählt Fadri Wetzel, der das Lokal als Mitglied eines Kollektivs betreibt. Die Idee erwies sich als Erfolg – 500 Besuchende kamen auf das Areal, um das Fest zu geniessen.

Am kommenden Samstag feiert der Anlass seine dritte, aber eigentlich erste wirklich grosse Ausgabe. Das Line-up zeichnet sich durch eine künstlerische Bandbreite aus: Nach einer musikalischen Einleitung der Musikschule Arlesheim wird die Aussenbühne von jungen, lokalen Kunstschaffenden, aber auch von in der Schweizer Musikszene eta­blierten Bands bespielt. Zu sehen und zu hören sind unter anderen die Fischermätteli Hood Gang, kurz FHG, eine Dialekt-Rapgruppe aus Bern, die für ihre humorvoll-ironischen Texte bekannt ist, oder die Dreamy-Jazz-Pop-Band Merest, die manchmal träumerisch, manchmal melancholisch die grossen Fragen des Seins besingt.

Spielturnier zum Auftakt

Um das Festival einzuleiten und Besucherinnen und Besucher anzulocken, haben sich die Organisierenden etwas Besonderes einfallen lassen: «Es gibt ein Spielturnier, ein Triathlon aus Pingpong, Boule und Kubb», erzählt Roman Mer­stetter, ebenfalls Mitglied im Kollektiv Erster Stock.

Mit dem Spielturnier gestartet wird bereits um die Mittagsstunden, das eigentliche Festival beginnt um 16 Uhr und dauert bis in den frühen Morgen des folgenden Tages. «Es liegt auf der Hand, dass sich das Publikum im Laufe des Festivals auswechselt. Das ist unsere Idee.» Die Diversität im Programm widerspiegle das Fundament, auf dem das Festival gebaut sei.

Jung und doch erfahren

Das Endsommerfestival wird nicht nur vom Verein Erster Stock, einem nicht gewinnorientierten Kollektiv, sondern auch von Kultpot Arlesheim mitveranstaltet. Beide Vereine organisieren bereits verschiedene Events mit dem Schwerpunkt Jugendkultur. «Nach einem kurzen Austausch stand schnell ein Zusammenarbeiten und Bündeln der Ressourcen im Raum», erzählt Fadri Wetzel. Das Team Kultpot führte bisher einige Editionen des Pooljam-Open-Airs im Schwimmbad Arlesheim durch. Über die Jahre spielten mehr als 20 junge Bands auf der Pooljam-Bühne. Der Erste Stock wird von einem 15-köpfigen Team ehrenamtlich geführt. Jedes Jahr locken mehrere Partys und Events Hunderte Menschen in die Location auf dem Walzwerk. Die jungen Kulturschaffenden geben viel Herzblut und Leidenschaft in das Festival und sind ein bunter Mix aus Studierenden und schon Berufstätigen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Fadri Wetzel, der als Grafiker arbeitet, sah sich geeignet, die Medienarbeit zu übernehmen. «Aber es gibt auch viele Dinge, die wir zum ersten Mal ausprobieren, dazulernen», sagt Roman Merstetter. So viel steht fest: Das Endsommerfestival steht an einem vielversprechenden Anfang.

Weitere Informationen: ersterstock.ch

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