Münchensteiner Weihnachtsmärkte gehen neue Wege

Dieses Wochenende finden in Münchenstein zwei sehr unterschiedliche Weihnachtsmärkte erstmals gleichzeitig statt: Der Weihnachtsmarkt im Dorf und der Bazar de Noël auf dem Walzwerkareal.

Weihnachtsmärkte verbinden: Vom alten Dorfkern (vorne) zum Walzwerkareal (hinten) fahren Shuttlebusse.  Foto: Edmondo Savoldelli
Weihnachtsmärkte verbinden: Vom alten Dorfkern (vorne) zum Walzwerkareal (hinten) fahren Shuttlebusse. Foto: Edmondo Savoldelli

Isabelle Hitz

Tradition und Hobbyproduktion beim alten Dorfplatz im historischer Dorfkern – innovatives Kleingewerbe im ehemaligen Industriegebiet am Fusse des Dorfberges. Zwei Märkte, die sich bestens ergänzen, finden Thomas Fuchs und Theo Müller von der IG Dorf und Gstad, die den Weihnachtsmarkt im Dorf organisiert. Deshalb werden die beiden Anlässe in diesem Jahr auch zeitgleich abgehalten, Organisation und Werbung laufen jedoch weiterhin getrennt. Ein Shuttlebus wird die beiden Standorte verbinden.

Synergien nutzen
Die Idee für das gemeinsame Datum kam von der Werkhalle des Vereins für Sozialpsychiatrie (VSP BL), die letztes Jahr den Bazar de Noël im Walzwerkareal ins Leben gerufen hat, um ein Stück Integration für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zu verwirklichen. Wie Lea Classen von der Werkhalle erklärt, will man mit dem neuen Konzept Synergien nutzen und die beiden verschiedenartigen Quartiere und ihre Angebote zusammenbringen. Die Organisatoren des Dorfmarktes, der die letzten 32 Jahre immer am zweiten Adventswochenende stattfand, waren sofort begeistert von dem Vorschlag. Denn nachdem die Standanmeldungen auf 38 Stände gesunken waren, begann man sich im Organisationsteam sorgen zu machen. Die Vorverlegung des Termins auf das Wochenende vor dem ersten Advent hat sich bereits bewährt: Stattliche 52 Stände werden dieses Jahr die Hauptstrasse und den Dorfplatz beleben, freuen sich die Organisatoren.

Traditionelles und Innovatives
Der Markt im Dorf findet dieses Jahr zum 33. Mal statt und bietet eine breite Palette an selbst gemachten Produkten. Dekoartikel, Naturkosmetik, Adventskränze, Christbaumschmuck, handbemaltes Porzellan oder Holzschnitzarbeiten – das Angebot ist gross. Kulinarisch versorgt das vom Frauenverein organisierte Trottebeizli die Gäste mit Tellergerichten und einer Cüpli-Bar. Daneben gibt es Brezeln, Waffeln, Bratwürste und Glühwein. Ein Rahmenprogramm mit Konzerten der Musikschule, einem Kasperlitheater und Kerzenziehen laden zum Verweilen ein.

Nur zehn Gehminuten vom Dorfkern entfernt, bieten im Walzwerk die Mietenden gewerblich hergestellte Produkte zum Verkauf an. Die Vielfalt ist nicht weniger beeindruckend als im Dorf: Bücher, Holzschmuck, Möbel, Werkstattarbeiten der Werkhalle, Fahrräder und Zubehör, Gartenartikel oder Kunsthandwerk verschiedenster Art gibt es zu kaufen. Daneben runden musikalische Darbietungen, eine Russendisco am Samstagabend um 23 Uhr und kulinarische Köstlichkeiten wie Crêpes, ein Sonntagsbrunch oder Raclette auch hier das Angebot ab. Und wie es sich für einen Weihnachtsmarkt gehört, wird am Samstag sowohl im Dorf als auch im Walzwerkareal ein St. Nikolaus mit Grätimännern für die hungrigen Kinder da sein.

Weihnachtsmarkt im Dorf: Samstag, 12 bis 19 Uhr,
Sonntag, 11 bis 18 Uhr;
Bazar de Noël im Walzwerk: Samstag, 10 bis 19 Uhr,
Sonntag, 10 bis 17 Uhr

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