Münchensteiner Energieunternehmen investiert in die Windkraft

Die Aventron AG, eine Tochtergesellschaft von Primeo Energie, beteiligt sich am zweitgrössten Windpark der Schweiz in der Waadt.

Nachhaltiger Strom: Aventron erwirbt eine Beteiligung an sechs Windenergieanlagen im Waadtland. Foto: Symbolbild / Patrick Huerlimann
Nachhaltiger Strom: Aventron erwirbt eine Beteiligung an sechs Windenergieanlagen im Waadtland. Foto: Symbolbild / Patrick Huerlimann

Die Aventron AG erweitert ihr Portfolio an erneuerbaren Energieanlagen. Die Tochtergesellschaft von Primeo Energie erwirbt eine «bedeutende Beteiligung» am Windpark Sur Grati, der sich in den Gemeinden Premier und Vaulion auf der Jurakette im nördlichen Waadtland derzeit im Bau befindet. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant. Mit sechs Windenergieanlagen und einer installierten Gesamtleistung von 25,2 Megawatt wird der Windpark unter Einhaltung der umweltrechtlichen Schutzauflagen jährlich rund 45 Gigawattstunden erneuerbaren Strom produzieren. Das entspricht rechnerisch dem Bedarf von rund 11000 Haushalten pro Jahr, teilte Aventron vergangene Woche mit. Nach der Fertigstellung wird «Sur Grati» der zweitgrösste Windpark der Schweiz sein.

Lokale Verankerung essenziell

Die lokalen Energieversorger VOe und SIE sowie die Gemeinden Premier, Vallorbe und Vaulion beteiligen sich ebenfalls an der Betreibergesellschaft für den Windpark Sur Grati. Die Partnerschaft wurde auf Grundlage gemeinsamer Werte im Bereich der Erzeugung erneuerbarer Energien geschlossen, um die Energieautonomie der Schweiz voranzutreiben, betont Aventron. Gemäss CEO Eric Wagner steuert Aventron insbesondere Know-how in der kaufmännischen und der technischen Betriebsführung bei. «Durch unsere Erfahrung mit Windparkprojekten in fünf europäischen Ländern können wir zur Strukturierung von ‹Sur Grati› in der Bauphase und anschliessend im Betrieb einen Mehrwert bieten.»

An der Entwicklung des Windparks sei Aventron nicht beteiligt gewesen, erklärt Wagner. «Solche Projekte können nur funktionieren, wenn sie von lokalen und regionalen Stromerzeugern geplant und entwickelt werden. Die Verankerung vor Ort ist für die Akzeptanz in der Politik, bei Grundstückeigentümern und in der Bevölkerung essenziell, gerade in der Schweiz.» Wagner ist überzeugt, dass die Bündelung der Kräfte und die Ergänzung der Fachkompetenzen wesentliche Erfolgsfaktoren seien.

«Schönes und relevantes Projekt»

Aventron führt mit solchen Partnerschaften in der Waadt eine Strategie fort, mit der sie in den vergangenen Jahren mehrfach Erfolg hatte. Mit 25,2 Megawatt sei die erwartete Strommenge von «Sur Grati» für Aventron «ein schönes und relevantes Projekt», sagt CEO Wagner. Insgesamt erzeugt das Windpark-Portfolio des Tochterunternehmens von Primeo Energie mit Windparks in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und in der Schweiz mehr als 400 Megawatt Strom. «Der Windpark in der Waadt ist einer unserer Beiträge für den Solar- und Windexpress, um mehr inländischen Winterstrom zu erzeugen, und bildet damit einen wichtigen Meilenstein unseres Wachstums in der Schweiz.»

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